Aktuelle Nachrichten

 

Jungweine werden am Tuniberg erstmals online vorgestellt

Nach dem erfolgreichen Start für den Tag der Landwertschaft am Tuniberg im vergangenen Jahr erfolgt jetzt eine Neuauflage in Freiburg-Opfingen. Derzeit wurden bereits die Vorbereitungen aufgenommen um erneut rund um das Thema Landwirtschaft, Weinbau und Obstbau in der Region informieren zu können. Natürlich wird es wieder kulinarische Köstlichkeiten vor Ort geben und Angebote für Kinder. Mehr Informationen bei www.landwertschaft-tuniberg.de

Damit verbunden gibt es am Tuniberg die ersten Jungweine des Jahrgangs 2020. Diese werden erstmals in einer Online-Weinprobe von Tuniberg Wein mit kulinarischen Köstlichkeiten vorgestellt. Zur Verkostung kommen acht Weine aus dem Bereich Tuniberg und schmackhafte Naschereien der Metzgerei Zipfel aus Freiburg-Munzingen, der Metzgerei Disch aus Freiburg-Lehen und Metzgerei Hartmann aus Schallstadt sowie als Dessert Pralinen der Manufaktur "Süße Gaumenfreuden" aus Schallstadt. Moderiert wird die Online-Veranstaltung von der Bereichsweinprinzessin Kaiserstuhl-Tuniberg, Lea Tritschler, und mit dem stellvertretenden Präsidenten des Badischen Weinbauverbandes und Winzer, Martin Linser. Alle Informationen und Anmeldemöglichkeiten sind online bei www.tuniberg-wein.de ersichtlich.
Und wer am Tuniberg als Wanderer oder Radfahrer unterwgs ist kann sich jetzt mit einem neuen Übersichts-Plan zum Tuniberg-Höhenweg informieren. Diesen gibt es online bei www.tuniberg-wein.de.


Kobald geht bei KSC in Verlängerung

Innenverteidiger Christoph Kobald schnürt seine Fußballschuhe auch in der kommenden Saison für den Karlsruher SC. Der 23-Jährige hat im Wildpark einen neuen Vertrag bis 2022 unterschrieben."Zur laufenden Saison hat sich Christoph Kobald seinen Stammplatz in der Innenverteidigung erkämpft, entwickelt sich ständig weiter und zahlt das Vertrauen Woche für Woche verlässlich zurück. Wir freuen uns, dass wir ein weiteres Jahr auf ihn bauen können", so Oliver Kreuzer, Geschäftsführer Sport beim Karlsruher SC.Christoph Kobald erklärte: "Ich freue mich extrem, hier den nächsten Schritt zu machen. Es passt hier beim KSC alles perfekt für meine persönliche Entwicklung."Der österreichische Abwehrspieler wechselte zur Saison 2018/19 vom SC Wiener Neustadt in den Wildpark. Bislang kam er für die Blau-Weißen 58-mal zum Einsatz und erzielte dabei vier Tore.

07.3.21


Alkoholverbot an bestimmten öffentlichen Plätzen im Bodenseekreis

An bestimmten öffentlichen Plätzen und Orten im Bodenseekreis gilt ab Samstag, 6. März 2021 ein Alkoholverbot. Das hat das Landratsamt am Freitag, 5. März 2021 per Allgemeinverfügung verfügt und satzungsgemäß auf https://www.bodenseekreis.de bekannt gemacht. Die Maßnahme dient der Pandemie-Eindämmung. Die betreffenden Plätze und Orte sind in einer Anlage zur Allgemeinverfügung nach Städten und Gemeinden sortiert aufgelistet. An diesen Plätzen und Orten ist es bis auf Weiteres verboten, Alkohol auszuschenken und zu konsumieren. Das gilt auch auf privaten Grundstücken, wenn diese öffentlich zugänglich sind. Weiterhin erlaubt ist es hier aber, Alkohol in verschlossenen Gefäßen mit zu sich zu führen.
Die Allgemeinverfügung gilt bis einschließlich 22. März 2021. Sie tritt aber vorher außer Kraft, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz des Landkreises je 100.000 Einwohner den Wert 50 an drei aufeinander folgenden Tagen unterschreitet.


Unterstützung für Landwirtschaft am Tuniberg


Ein neues Zeitalter hat am Tuniberg bei Freiburg für viele Betriebe aus der Landwirtschaft begonnen. Erstmals nahm ein regionaler Bring-Service am Tuniberg seinen Betrieb auf, um die Unternehmen nachhaltig zu unterstützen. Begleitend gibt es im Internet bereits eine Jobbörse. Dort können sich helfende Hände melden, die in den kommenden Wochen die Höfe und Betriebe unterstützen können oder am Fahrdienst für den Bring-Service teilnehmen möchten. All das passiert, um solidarisch und gemeinsam die schwierigen Zeiten zu meistern, aber auch um die Versorgung mit regionalen Produkten gewährleisten zu können. Nur so wird es möglich sein die Ernte weiter fortzuführen. Erntehelfer aus anderen Ländern gibt es derzeit nur vereinzelt und nicht ausreichend. Deshalb ist dieses Engagement aus der Bürgerschaft gefragt. Die Initiative dieser besonderen "Bürgerbeteiligung" für die Landwirtschaft kam unter anderem von Katharina Mensch, Erwin Wagner und Matthias Reinbold. Alle Akteure sind seit Jahren eng mit dem Thema Regionalität und Landwirtschaft verbunden. Deshalb soll es dann bei Wiederaufnahme von Veranstaltungen am Sonntag, 6.September 2020, in Freiburg-Opfingen erstmals einen Tag der LandWERTschaft geben mit offenen Höfen und Betrieben zur Präsentation und zum Verkauf samt Programm für die ganze Familie. Der Bring-Service mit landwirtschaftlichen Produkten erfolgt  über www.regional-bringts.de (Inhaberin Katharina Mensch) .Aktuell können unter anderem folgende Produkte aus der Landwirtschaft bestellt werden: Obst und Gemüse, Kartoffeln, Brot, Fleisch und Wurst, Honig, Säfte und Sirup, Wein und Sekt, BeChill oder Spirituosen sowie natürlich bereits Spargel. Alle Produkte aus der Landwirtschaft müssen am Vortag bestellt sein und werden dann am Folgetag zunächst im Umkreis von etwa 12 Kilometern ab Opfingen ausgeliefert. Mindestbestellwert zum Start ist 30  Euro. Liefertage sind Montag bis Samstag. Alle Bestellungen sind möglich über das Internet unter www.landwertschaft-tuniberg.de. Ansonsten wird die Bestellung der Produkte aus der Landwirtschaft über Paypal vor der Lieferung abgerechnet.

Erfolgreicher Tourismus 2019

Baden-Württemberg erfreut sich als Reiseland weiterhin wachsender Beliebtheit. Seit 2010 steigen die Gäste- und Übernachtungszahlen in den Beherbergungsbetrieben im Südwesten kontinuierlich an. Im Jahr 2019 erwirtschaftete die Tourismusbranche im Land erneut ein Rekordergebnis. Allein in Freiburg betrug der Zuwachs im vergangenen Jahr bei den Übernachtungen 6,7% und bei den Ankünften 5,1%

Baden-Württemberg erfreut sich als Reiseland weiterhin wachsender Beliebtheit. Seit 2010 steigen die Gäste- und Übernachtungszahlen in den Beherbergungsbetrieben im Südwesten kontinuierlich an. Im Jahr 2019 erwirtschaftete die Tourismusbranche im Land erneut ein Rekordergebnis. Wie der Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf MdL, und die Präsidentin des Statistischen Landesamtes, Dr. Carmina Brenner, heute vor der Presse mitteilten, stieg die Zahl der Gästeankünfte auf 23,3 Millionen (Mill.). Das waren über 0,8 Mill. oder 3,8 % mehr Gäste als 2018. Die Zahl der Übernachtungen erreichte 2019 die Marke von 57,2 Mill., was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme um gut 2,3 Mill. oder 4,2 % entspricht. Auch 2019 lag die Zahl der Übernachtungen wieder in allen Monaten über den Vorjahreswerten. Spitzenwerte erreichte der Zuwachs bei den Übernachtungen im April (+6,4 %) und im Juni 2019 (+7,0 %). Die Tourismusbranche Baden-Württembergs zeigt damit im Bundesvergleich eine überdurchschnittliche Entwicklung: Deutschlandweit stieg die Zahl der Übernachtungen nur um 3,7 %.Geschäft mit Gästen aus dem Ausland erneut starkDas Reiseland Baden-Württemberg zieht nach wie vor überwiegend Gäste aus Deutschland an. 2019 kamen rund 77 % der insgesamt 23,3 Mill. Reisenden aus dem Inland und buchten rund 79 % der Übernachtungen. Demgegenüber stammten 5,4 Mill. bzw. mehr als 23 % der Gäste aus dem Ausland. Ihnen sind 12,2 Mill. bzw. gut 21 % der Übernachtungen zuzurechnen. Die positive Gesamtentwicklung des Landestourismus in den letzten Jahren ist nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen, dass Baden-Württemberg für ausländische Touristen offenbar weiter an Attraktivität gewonnen hat: Während die Zahl der Gäste aus Deutschland gegenüber 2010 um gut 35 % stieg, wuchs die der Gäste aus dem Ausland um 54 %. Die Zahl der Übernachtungen von Touristen aus Deutschland stieg gegenüber 2010 um knapp 27 %, die der internationalen Gäste um rund 53 %.Die wichtigsten Herkunftsländer 2019: Schweiz, Niederlande und FrankreichDas mit großem Abstand wichtigste ausländische Herkunftsland war 2019 die Schweiz mit 1,4 Mill. Gästen (+5,2 %) und 2,8 Mill. Übernachtungen (+6,9 %). An zweiter Stelle standen die Niederlande mit rund 0,6 Mill. Gästen (+4,7 %) und 1,3 Mill. Übernachtungen (+8,5 %). Auf Rang drei folgte 2019 Frankreich mit gut 0,5 Mill. Gästen (+7,8 %) und rund 1 Mill. Übernachtungen (+7,3 %). Aus Asien stammten knapp 0,5 Mill. Touristen (-1,2 %) mit rund 1,3 Mill. Übernachtungen (−3,8 %) und aus den USA knapp 0,3 Mill. Gäste (+1,7 %) mit rund 0,8 Mill. Übernachtungen (+2,2 %).
Campingtrend stabil: plus 0,8 % bei den Übernachtungen2019 wurden knapp zwei Drittel (64 %) der Übernachtungen in der Hotellerie (Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen) gebucht. 24 % entfielen auf die sogenannte Parahotellerie, zu der Einrichtungen wie Ferien- und Erholungsheime, Schulungsheime, Ferienwohnungen, Jugendherbergen oder Campingplätze zählen. Die Vorsorge- und Rehakliniken kamen auf einen Marktanteil von rund 12 %. Nach einem starken Vorjahr (Übernachtungen +15 %) konnten die Campingplätze 2019 das neue Niveau mit einem Plus von 0,8 % und einem Marktanteil von 8 % halten. Auch die Ferienhäuser- und Ferienwohnungen schnitten mit einem Übernachtungsplus von 5 % bei einem Marktanteil von 4 % gut ab. Dem gegenüber konnten die baden-württembergischen Hotels, die mit 23,1 Mill. Übernachtungen einen Marktanteil von gut 40 % aufweisen, ihre Übernachtungszahlen gegenüber 2018 lediglich um 1,7 % steigern und liegen damit unter der landesdurchschnittlichen Zunahme der Übernachtungszahlen von 4,2 %.Reisegebiete: Württembergisches Allgäu-Oberschwaben SpitzenreiterDie regionale Analyse der Übernachtungszahlen zeigt, dass sich der Landestourismus vor allem auf die Reisegebiete Schwarzwald (Marktanteil Übernachtungen 2019: rund 40 %), das nördliche Baden-Württemberg (knapp 18 %), die Region Stuttgart (gut 16 %) und den Bodensee (rund 9 %) konzentriert. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Übernachtungszahlen in nahezu allen Reisegebieten Baden-Württembergs erhöht. Besonders hohe Zuwächse verbuchten das Württembergische Allgäu-Oberschwaben (+37,2 %), der Hegau (+7,2 %) sowie der Mittlere Schwarzwald und das Nördliche Baden-Württemberg (beide +4 %). In den "Klassikern" Nördlicher Schwarzwald (−0,4 %) und Bodensee (−1,1 %) hingegen schlug die Entwicklung ausgehend von traditionell hohen Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahr leicht ins Minus aus. Insgesamt betrachtet bilanziert das mit Blick auf den Marktanteil dominierende Reisegebiet Schwarzwald insgesamt für 2019 gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von 2,5 % bei den Übernachtungen. Die Beherbergungsbetriebe im Reisegebiet Bodensee-Oberschwaben verzeichneten trotz leicht rückläufiger Übernachtungszahlen am Bodensee bei einem Marktanteil von gut 18 % ein sattes Plus von 12,8 %.30 der 44 Stadt- und Landkreise mit positiver ÜbernachtungsentwicklungMit 30 von 44 wies eine deutliche Mehrheit der Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs eine positive Übernachtungsentwicklung auf. 13 Stadt- und Landkreise verbuchten Übernachtungszuwächse von 4 % und mehr. Darunter befanden sich mit Heilbronn, Mannheim, Ulm, Freiburg, Heidelberg und Stuttgart sechs der insgesamt neun Stadtkreise des Landes.Bei der Analyse der regionalen Entwicklung der Übernachtungszahlen im Vergleich zu 2018 zeigt sich aber auch eine relativ breite Streuung: Das Feld reicht von einem Rückgang von 5,8 % im Alb-Donau-Kreis und im Stadtkreis Pforzheim bis zu einem Zuwachs von 59,2 % im Landkreis Ravensburg. Insgesamt 13 Stadt- und Landkreisen gelang es 2019 nicht, ihr Übernachtungsergebnis aus dem Vorjahr zu halten oder es zu verbessern. Darunter befanden sich mit dem Hohenlohekreis und dem Landkreis Heidenheim allerdings zwei Kreise, die ihr Vorjahresergebnis nur knapp, nämlich um 0,2 % bzw. um 0,9 % verfehlten.Wachstumsfaktor Tourismus: Höchster Zuwachs bei Gemeinden mit 20 000 bis 50 000 EinwohnernDie Auswertung nach Gemeindegrößenklassen zeigt, dass 2019 fast durchgängig ein gutes Jahr war: Fast alle Größenklassen zeigen Steigerungen bei den Übernachtungszahlen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Die bedeutendsten Zuwächse verbuchten mit einem Plus von 13,4 % erneut die Gemeinden der Größenklassen 20 000 bis unter 50 000 Einwohner. Für Gemeinden der Größenklasse 5 000 bis unter 10 000 Einwohner hingegen brachte das Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 1,4 %.


330 Millionen Euro für Bau und Erhalt der Straßen im Regierungsbezirk Freiburg

Im Regierungsbezirk Freiburg wurden im vergangenen Jahr rund 330 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes und des Landes in den Straßenbau investiert. In diesem Jahr werden voraussichtlich Aufträge in vergleichbarer Höhe vergeben, heißt es aus dem RP. "Unsere Investitionen in den Erhalt und den Ausbau von Straßen im Regierungsbezirk Freiburg haben Rekordniveau. Damit stärken wir die Infrastruktur unserer Region, wovon die Menschen wie auch die Wirtschaft unmittelbar profitieren", sagte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer anlässlich der Veröffentlichung der Straßenbaubilanz durch das Verkehrsministerium des Landes.

In den Bau von Autobahnen und Bundesstraßen wurden im Regierungsbezirk Freiburg 2019 insgesamt 246 Millionen Euro investiert. In den Bau von Landesstraßen und die Planung von Straßenprojekten flossen 78 Millionen Euro. Für den Bau von Radwege wurden sechs Millionen Euro bereitgestellt.

Im Vergleich zu 2018 haben sich die Investitionen in den Straßenbau im Regierungsbezirk Freiburg damit um rund 20 Millionen Euro erhöht. Diese Steigerung spiegele den hohen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Straßenbauverwaltung wieder, betonte Regierungspräsidentin Schäfer. Sie verwies auf den "enormen Umbruch", den die bevorstehende Neuorganisation der Straßenbauverwaltung in ihrer Behörde mit sich bringe: Zum 1. Januar 2021 wird die Zuständigkeit für Planung, Bau und Erhalt der Autobahnen vom Land an die neu gegründete Autobahngesellschaft des Bundes übergehen. "Wir werden alles daransetzen, laufende Projekte wie den Stadttunnel Freiburg, die A 98 und den sechsspurigen Ausbau der A 5 reibungslos zu übergeben", betonte Schäfer.

Verkehrsfreigaben 2019:

  • Tank- und Rastanlage an der B 31 bei Rötenbach
  • Vierspuriger Ausbau der B 33 zwischen Allensbach und Konstanz, Abschnitte A und B
  • Ortsdurchfahrt Unterharmersbach (L 94)
  • Grenzüberschreitender Radweg (L 87) von Rheinau ins französische Gambsheim.

Spatenstiche 2019

  • Brandbergtunnel der Ortsumfahrung Winden im Elztal (B 294)
  • Dreispuriger Ausbau der B 33 in Gengenbach

Vorgesehene Verkehrsfreigaben 2020:

  • Bauabschnitt Niederwinden der Ortsumfahrung Winden im Elztal (B 294)
  • Erster Bauabschnitt der Ortsumfahrung Staufen (L 123)
  • Umbau der Anschlussstelle Rust (A 5)
  • Umbau der Raststätte Breisgau an der A 5
  • Lückenschluss Bodensee-Radweg von Öhningen nach Wangen (L 192)
  • Anschlussstelle Mühlheim-Neuenburg (A 5)

Bevölkerung wächst

Die Bevölkerung Baden-Württembergs dürfte bis zum Jahr 2035 auf 11,37 Millionen Einwohner wachsen. Gegenüber dem Jahr 2017 entspräche das einem Plus von 3,1 %. Die neu erschienenen Ergebnisse der regionalisierten Bevölkerungsvorausrechnung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg zeigen, dass von diesem Wachstum alle Stadt- und Landkreise des Landes profitieren. Am stärksten profitieren vom Bevölkerungsanstieg die Stadtkreise Ulm (+5,8 %), Karlsruhe (+5,6 %) und Mannheim (+4,8 %) sowie der Landkreis Tübingen (+4,7 %). Am schwächsten entwickeln sich jene Kreise, in denen verhältnismäßig viele ältere Personen wohnen: Baden-Baden wächst bis 2035 voraussichtlich um +0,2 %, der Bodenseekreis und der Schwarzwald-Baar-Kreis jeweils um +1,5 %. In diesen Kreisen trifft eine niedrige Geburtenrate auf eine kleine Anzahl an jungen Einwohnerinnen und Einwohnern. Dies bewirkt zusammen mit einer höheren Sterberate diese abgeschwächte Entwicklung, die nur durch Zuwanderung im positiven Bereich verbleibt.

Auch Umland der Großstädte wird attraktiver

Trotz der verhältnismäßig gleichmäßigen Entwicklung der Regionen und Kreise zeigen die Ergebnisse auf Gemeindeebene auch bei der Vorausrechnung mit Basisjahr 2017 deutliche regionalspezifische Unterschiede. Gemeinden, deren Einwohnerzahl bis 2035 eher stagnieren oder sogar schrumpfen dürfte, befinden sich vor allem im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb und am Bodensee. Zurückzuführen ist dies, neben den demografischen Strukturen, vor allem auf die jeweilige verkehrstechnische Anbindung und die geografischen Gegebenheiten - denn das weitere Umland von großen Städten gewinnt an Attraktivität. So wachsen Gemeinden in der Umgebung von Stuttgart, Ulm, Tübingen und Heilbronn sehr deutlich. Hervorzuheben sind dabei insbesondere die Gemeinden der Landkreise Heilbronn, Hohenlohe, Schwäbisch Hall, Böblingen, Tübingen und Biberach, in denen abgesehen von der allgemein positiven Entwicklung jeweils mehr als die Hälfte der Gemeinden um mindestens 4 % wachsen.

Zuwanderung und ein Geburtenhoch bewirken positive Bevölkerungsentwicklung

Einen wichtigen Einfluss auf diese positive Bevölkerungsentwicklung hat die Geburtenrate, welche in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist. Im Jahr 2016 wurden in Baden-Württemberg so viele Kinder je Frau geboren wie seit 1973 nicht mehr. Die vorgestellten Ergebnisse entsprechen einer weiterhin hohen Geburtenrate von im Schnitt 1,56 Kindern je Frau. Da die durchschnittliche Geburtenrate der letzten vierzig Jahre jedoch nur bei 1,4 Kindern je Frau lag, informiert die Nebenvariante der Bevölkerungsvorausrechnung wie sich die Bevölkerung bei einem Rückgang der Geburtenrate auf das vorherige Niveau entwickeln würde. In diesem Fall würde die Bevölkerung in Baden-Württemberg bereits 2027 ihren Höchststand erreicht haben - bei einer weiterhin hohen Geburtenrate (Hauptvariante) hingegen geht die Bevölkerung erst ab 2035 zurück.

Neben der Geburtenrate kann der erwartete Bevölkerungszuwachs auf die Zuwanderung zurückgeführt werden. Gäbe es keine Zuwanderung, würde die Bevölkerung Baden-Württembergs seit dem Jahr 2006 schrumpfen. Abgestimmt mit der Landesvorausrechnung wird bei der regionalisierten Bevölkerungsvorausrechnung damit gerechnet, dass insbesondere in der nahen Zukunft noch deutlich mehr Personen nach Baden-Württemberg zu- als abwandern. Ab ca. 2025 könnten die Zuwanderungszahlen etwas geringer werden, da der demografische Wandel in ganz Europa spürbar sein wird. Ab diesem Zeitpunkt wird die wanderungsfreudige junge Bevölkerungsgruppe zahlenmäßig deutlich kleiner werden.

Breisach feiert Stadtjubiläum

Am Donnerstag, 13. Juni 2019 ab 18 Uhr geht es los. Die Stadt Breisach am Rhein veranstaltet die Jubiläumseröffnung im Rahmen des Sonnenwinzerfestivals auf dem Gelände des Badischen Winzerkellers. Oder noch besser: die Stadt Breisach schenkt ihren Bürgern ein großartiges Fest. Nach der Begrüßungsansprache durch Bürgermeister Oliver Rein wird der Minister für ländlichen Raum Peter Hauk eine Festansprache halten. Das ist im Übrigen die Strafeinlösung, die er am letztjährigen Gauklerpranger auferlegt bekommen hat. Im Anschluss können sich dann die Besucher auf Victoria Frei-Mehnert und Gernot Mehnert an der Violine und am Klavier freuen. Ein weiterer Höhepunkt des Abends ist das Harald Juhnke Konzert, das gegen 21 Uhr beginnen wird. 

Anthony Bauer Jr. and The Roy Frank Orchestra präsentieren Sinatra-Songs mit Juhnke-Texten. Anthony Bauer Jr. stammt aus einer weltberühmten Hochseilartisten Familie und hat jeden Tag sein Leben als Stuntman für Film und Fernsehen riskiert! Nach einem tödlichen Unfall seines Bruders hat er diesem Beruf den Rücken gekehrt und holt sich den Applaus seit 15 Jahren als Sänger und Entertainer europaweit auf den großen Bühnen ab.

In der Swing-Szene ist Anthony Bauer Jr. der Shooting-Star. Mit seiner neuesten Produktion "Das Harald Juhnke Konzert" ehrt Anthony Bauer Jr. einen der größten Entertainer Deutschlands.

"Harald Juhnke sowie auch Frank Sinatra haben mich in meiner Jugend geprägt, Sinatra mit seiner Musik, Juhnke mit seinem Witz, seiner Unterhaltung und seinen Texten" begründet Anthony Bauer Jr. die Entstehung seiner großen Show "Das Harald Juhnke Konzert".

"Ich singe nicht wie Harald Juhnke und schaue auch nicht so aus, mir geht es darum mit dieser Show Harald Juhnke für seine künstlerischen Verdienste zu seinem 90. Geburtstag zu ehren" ergänzt Bauer.

Der bekannte Entertainer Anthony Bauer Jr., bekannt durch seine sensationellen Shows auf der Reeperbahn und Hits wie "Hamburg bei Nacht", präsentiert einen Abend voller Bigband-Musik und den phantastischen Swing-Klassikern des Rat-Packs mit den beliebten deutschen Juhnke-Texten.

Reisen Sie musikalisch in die 60er- und 70er Jahre, der Ära der großen Entertainer und berühmten Bigbands. Wie damals gilt auch an diesem Abend, ganz in der Tradition der berühmten Samstagabend-Shows: "Musik ist Trumpf!" Begleitet wird Anthony Bauer Jr. an diesem Abend vom Roy Frank Orchestra, dessen Band-Leader als Tenorsaxophonist auch mit Max Raabe & Palast Orchester weltweit unterwegs ist. Freuen Sie sich auf Titel wie "Barfuß oder Lackschuh", "That's Life", "My Way" oder "New York, New York / Berlin, Berlin".

Am Montag,  17. Juni veranstaltet die Stadt Breisach am Rhein den Tag für Kinder und Jugendliche. Ab 17 Uhr gibt es auf dem Gelände des Badischen Winzerkellers einen Graffiti Contest, bei dem alle Kids und Teens ab 10 Jahren eingeladen sind. Ein Graffiti-Künstler aus der Schweiz zeigt tolle Tricks und Kniffe, wie man ein eigenes kleines Kunstwerk gestalten kann. Ab 19 Uhr gibt es dann eine große Jugendparty mit den Jungs von Blackforest Finest DJ's, die den jungen Gästen dann ordentlich einheizen.

Der Eröffnungsabend sowie der Jugendtag und -abend sieht die Stadt Breisach als Jugend- und Kulturförderung im Rahmen der 1650-Jahr-Feierlichkeiten und lädt dazu alle ein. Der Eintritt ist in allen Fällen frei. Es gilt das Jugendschutzgesetz. 

Weitere Informationen zu den Feierlichkeiten anlässlich 1650 Jahre Breisach am Rhein finden Sie im Internet unter www.breisach1650.de

Die Pfingstfestspiele in Baden-Baden sind ein besonderes kulturelles Ereignis in der Region.
Die Pfingstfestspiele in Baden-Baden sind ein besonderes kulturelles Ereignis in der Region.

Winter-Informationen aus der Region

Unter folgenden Link finden Sie unsere umfangreiche Linksammlung zu Liften, Loipen, Rodel- und Eisbahnen im Schwarzwald.

https://www.adac.de/adac_vor_ort/nordbaden/reise/wintersportbericht.aspx


Die ADAC Pannenhilfe für Menschen, die mit ihrem Fahrzeug auf der Straße liegengeblieben sind, behauptet sich weiterhin als die Kernleistung des Mobilitätsdienstleisters schlechthin - das ist das Fazit des ADAC Nordbaden mit Sitz in Karlsruhe aus der regionalen Pannenhilfebilanz 2018. Allein in Nordbaden wurden die 65 Straßenwachtfahrer im vergangenen Jahr zu 130.929 Einsätzen gerufen und retteten damit nicht nur den Havaristen den Tag, sondern leisteten drüber hinaus einen Beitrag zur Wiederherstellung des Verkehrsflusses und zur Sicherheit auf den Straßen der Region.

Gegenüber dem Vorjahr sind die Hilfeleistungen der Gelben Engel in Nordbaden geringfügig um 3,2 Prozent zurückgegangen, was mit dem wärmsten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und entsprechend einem relativ langen, milden Winter zusammenhängen könnte. An einem durchschnittlichen Arbeitstag 2018 meisterte das nordbadische Straßenwachtteam 359 Einsätze.An Tagen mit erhöhtem Pannenhilfebedarf oder auch nachts wird die ADAC Straßenwacht zusätzlich von den regionalen "ADAC Mobilitätspartnern" unterstützt, um das Einsatzvolumen zu bewältigen. So geschehen am bundesweiten Spitzeneinsatztag, dem 26. Februar des vergangenen Jahres, als eine dreitägige Kältewelle mit den tiefsten Temperaturen des gesamten Winters einsetzte. "Es war der erste von insgesamt drei 'Eistagen' im Jahr 2018, an denen das Thermometer auch tagsüber nicht über Null Grad anstieg - für so manch schwächelnde Autobatterie das sichere Ende", erinnert sich Thomas Hoffmann, Leiter der ADAC Pannenhilfe Baden. An diesem frostigen Montag wurde die ADAC Pannenhilfe zu insgesamt 922 Einsätzen in Nordbaden gerufen, allein in Karlsruhe mussten 242 Hilfeleistungen bewältigt werden und die 158 Pannenhilfeeinsätze in Mannheim bedeuteten gar eine Verdreifachung des Pannenaufkommens gegenüber einem durchschnittlichen Tag in der Kurpfalzmetropole.Aber nicht nur die Pannenhilfeleistung, auch der schnelle, digitale Zugang zu ihr wird von den in Not geratenen Kraftfahrern zunehmend geschätzt: seit Anfang 2018 gibt es bereits die ADAC Pannenhilfe-App, im November ging die Pannenhilfe online und ist damit auch über Internet erreichbar. Durch eine Partnerschaft mit der Telekom können die Gelben Engel zudem seit Dezember vergangenen Jahres auch aus der CarConnect App geordert werden. Alle digitalen Helfer sparen im Pannenfall wertvolle Zeit, helfen dank GPS bei der genauen Ermittlung des Pannenortes und bieten z.B. durch Statusmeldungen über den Bearbeitungsstand des Notrufes einen erhöhten Service für die Havaristen.Bundesweit haben die ADAC Straßenwachtfahrer in 2018 havarierten Autofahrern bei 3.926.533 Einsätzen auf und neben der Straße geholfen. Damit leisteten sie pro Tag im Durchschnitt mehr als 10.000 Einsätze. Leere oder defekte Batterien waren auch in 2018 die häufigste Pannenursache. Ihr Anteil ist mit 42 Prozent aller Pannen gegenüber dem Vorjahr nochmals um zwei Prozent gestiegen. Mit 19 Prozent nahmen Defekte an Motor, Einspritzung, Zündung oder Sensorik den zweiten Platz ein. Beschädigungen an Karosserie, Lenkung, Bremsen, Fahrwerk oder Antrieb folgten mit 14,3 Prozent auf dem dritten Platz der bundesweiten Pannenstatistik.

Höchstes Ernteergebnis seit zehn Jahren

Das Statistische Landesamt ermittelt für das Jahr 2018 eine Weinmosternte von insgesamt 2,6 Millionen Hektolitern (Mill. hl) in Baden-Württemberg. Grundlage für das Ergebnis bilden die Schätzungen der freiwilligen Ernteberichterstatter. Trotz der außergewöhnlichen Hitzeperiode im vergangenen Jahr stellt es das höchste Ernteergebnis der letzten zehn Jahre dar. Auf einer Ertragsrebfläche von insgesamt 26 000 Hektar (ha) konnte ein Durchschnittsertrag von 100 Hektoliter je Hektar (hl/ha) mit einer durchschnittlichen Qualität von 91 °Oechsle erreicht werden. Im Anbaugebiet Baden wurden auf einer Fläche von 15 000 ha mit einem Ertrag von durchschnittlich 98,3 hl/ha insgesamt 1,5 Mill. hl Weinmost erzeugt. In Württemberg lag der Ertrag auf 11 000 ha im Mittel bei 102,2 hl/ha, wodurch ein Gesamtmostertrag von 1,1 Mill. hl erzielt wurde. Im Vergleich zum Vorjahr ist die diesjährige Weinmosternte in Baden um 27,6 % und in Württemberg sogar um 31,7 % höher. Landesweit kommt die Erzeugung von Weißmost auf 1,2 Mill. hl und die von Rotmost auf 1,4 Mill. hl. In Baden wurde anteilsmäßig mehr Weißmost erzeugt (59 % Weiß- und 41 % Rotmost). In Württemberg ist im Vergleich die Rotmostmenge deutlich höher (28 % Weiß- und 72 % Rotmost). Ernteausfälle waren nur aufgrund von regionalen Hagelereignissen zu verzeichnen. Die Schadauswirkungen der lang andauernden Trockenheit zeigten sich vor allem bei Junganlagen und den Weinbergen, die auf flachgründigen Böden stehen.

Nach den gesetzlichen Regelungen könnten aufgrund der erzielten Ausgangsmostgewichte in Baden-Württemberg 2,4 Mill. hl oder 94 % der anfallenden Weinmostmenge als Prädikatswein ausgebaut werden. Die verbleibende Erntemenge von 160 000 hl sind für die Erzeugung als Qualitätswein geeignet. Das tatsächliche Angebot hängt jedoch von der Nachfrage im jeweiligen Preissegment ab. Aufgrund dessen wird von den Privatkellereien und Genossenschaften weniger Weinmost zu Prädikatswein ausgebaut als möglich wäre.

Weiter Disput um Werbung für Badischen Wein

"Das Land ist sich mit den Verbänden einig, dass es eine parafiskalische Werbeabgabe für Wein in Baden-Württemberg nicht geben wird. Es ist Sache der Weinbranche in Baden, eine professionelle Dachmarkenwerbung zu erhalten. Das Ministerium ist aber gerne dazu bereit, mit den Betrieben und Verbänden intensive Gespräche zu führen, um zukunftsträchtige Konzepte zu erarbeiten. Ich rechne noch im Frühjahr 2019 mit einer Lösung von der Weinbranche", sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am Dienstag (15. Januar) im Nachgang zu einem Spitzengespräch Weinbau mit den Weinbau- und Genossenschaftsverbänden. Ohne funktionierende Weinwerbung könnten für Baden auch die europäischen Fördermittel 'Absatzförderung Binnenmarkt' und die Förderung über die BW Classics praktisch nicht genutzt werden.

Die 'Badischer Wein GmbH' hat Mitte Dezember 2018 im Rahmen einer Pressemitteilung veröffentlicht, dass der Fortbestand der Weinwerbung nicht gesichert werden konnte. Das interne Ziel, 10.000 Hektar Mitgliedsrebfläche zu erreichen (von insgesamt 16.500 Hektar in Baden), wurde nicht erreicht. Insofern soll nach aktueller Beschlusslage die bestehende Badische Weinwerbung Ende 2019 aufgelöst werden. Dies würde die Konkurrenzkraft badischer Weine auf den Märkten mittel- und langfristig massiv schwächen.

Weitere Themen des Spitzengesprächs betrafen die aktuelle Umsetzung des Struktur- und Qualitätsförderprogramms Weinbau, die Förderung des Steillagenweinbaus, die Möglichkeiten der betrieblichen Absicherung von witterungsbedingten Risiken, sowie Entwicklungen im Bereich des Bezeichnungsrechtes für Wein.

Hintergrundinformation:

Das Spitzengespräch Weinbau wird in regelmäßigen Abständen auf Einladung des Ministers für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, durchgeführt. Hierzu werden die Vorsitzenden/Präsidenten und Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes, des Badischen Weinbauverbandes, des Weinbauverbandes Württemberg und des Verbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft zur Diskussion aktueller weinbaupolitischer Themen eingeladen.

Neue Geschäftsführer

Die Kaiserstühler Wein-Marketing GmbH (KWM) steht unter neuer Leitung: Zum 1. Januar 2019 wurden Petra Littner (Breisach) und Denis Kirstein als Verantwortliche für die Werbegemeinschaft der zwölf selbstvermarktenden Winzergenossenschaften am Kaiserstuhl verpflichtet. Waldemar Isele übergab damit nach 25 Jahren seine Aufgaben, die er vormals gemeinsam mit Florian Herth sowie dessen Nachfolgerin Rebecca Klein erfüllt hatte. 

Das Bereichsweinfest Kaiserstuhl+Tuniberg ist seit über 60 Jahren die größte und wichtigste Veranstaltung unter der Regie der KWM. Für dessen Organisation wird künftig Petra Littner aus Breisach am Rhein verantwortlich zeichnen. Als Pressereferentin arbeitete die 54-Jährige bereits seit zehn Jahren bei der KWM mit. Hauptberuflich ist sie als Redakteurin beim Badischen Landwirtschafts-Verlag in Freiburg angestellt. Bei der Planung und Durchführung des Weinfests wird Rebecca Klein sie im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der Stadt Breisach unterstützen.
Denis Kirstein (43) ist seit 2016 Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Achkarren und übernimmt bei der KWM den Bereich Marketing sowie die Koordination weiterer Veranstaltungen, an denen sich die Kaiserstühler Winzerkeller als Gemeinschaft präsentieren. Dazu zählen zum Beispiel das Freiburger Weinfest, das er im vergangenen Jahr erstmals begleitete, und die Genussmesse Plaza Culinaria.Petra Littner und Denis Kirstein wollen als neue Geschäftsführer der Kaiserstühler Wein-Marketing GmbH an den bewährten Veranstaltungen der Gemeinschaft der Winzergenossenschaften festhalten, aber auch neue Ideen auf den Weg bringen. So sind anlässlich der Aktion "Offene Winzerkeller", die in 2019 ihr 30-jähriges Bestehen feiert, attraktive Angebote und für das Bereichsweinfest (30.08. bis 2.09.2019) ein zünftiger Heimattag geplant. <br>

Auszeichnung der Preisträger des Landeswettbewerbs 'Innovationen und Start-ups in der Land- und Ernährungswirtschaft' 


"InnovativeUnternehmen und Start-ups in der baden-württembergischen Land- und Ernährungswirtschaft haben Zukunft. Die vielen unterschiedlichen Bewerbungen zeigen, was für eine wichtige Rolle neue innovative Ansätze in der Vermarktung von Lebensmitteln und Agrarprodukten spielen können", sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, anlässlich der Auszeichnung der Preisträger des Landeswettbewerbs 'Innovationen und Start-ups in der Land- und Ernährungswirtschaft' am Montag (14. Januar) auf der CMT in Stuttgart.

43 Bewerbungen, vier Sieger

Die 43 Bewerbungen wurden von einer Jury, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der baden-württembergischen Land- und Ernährungswirtschaft zusammensetzt, ausgiebig begutachtet. Sie wählte letztlich vier gleichwertige Preisträgerinnen und Preisträger mit ihrem Start-up bzw. Unternehmen aus. Jeder der vier Gewinner darf sich über ein Preisgeld von 2.500 Euro freuen.

Unterstützung innovativer Unternehmen bei der Einführung ihrer Produkte

Ziel des Wettbewerbes war es, Start-ups und innovative Unternehmen bzw. Unternehmerinnen und Unternehmer aus Baden-Württemberg bei der Einführung ihrer Produkte im Markt zu unterstützen. "Ich freue mich, dass ich den Siegerinnen und Siegern unseres Wettbewerbs heute eine entsprechende Auszeichnung überreichen darf. Die Tourismusmesse CMT bildet dafür den richtigen Rahmen. Denn der Tourismus ist ein gutes Beispiel dafür, aus bestehenden Strukturen immer wieder neue attraktive Angebote zu schaffen. Auch in der Lebensmittel- und Ernährungswirtschaft lässt sich derzeit beobachten - gerade auch hier in Baden-Württemberg - wie im weitesten Sinne Start-ups, aber auch traditionsreiche Unternehmen mit neuen und innovativen Konzepten und Geschäftsmodellen, auf den Markt treten", so Minister Hauk.

"Diese Start-ups und die Menschen, die dahinterstecken, zeichnen oft dieselben Eigenschaften aus: Häufig sind es Querdenker oder Quereinsteiger, die versuchen, neue und innovative Wege zu gehen. Das Thema Nachhaltigkeit aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht steht hierbei im Vordergrund; ebenso wie der Erhalt unserer Lebens- und Lebensmittelkultur. Start-ups in der Land- und Ernährungswirtschaft stellen oft dar, was auch Motto der Regionalkampagne des Landes 'Natürlich. VON DAHEIM' ist: Menschen. Produkte. Geschichten. Dies war der Auslöser, einen entsprechenden Wettbewerb zu konzipieren. An dieser Stelle möchte ich allen 43 Teilnehmerinnen und Teilnehmern danken, die eine Bewerbung für unseren Wettbewerb eingereicht haben", so Hauk.

Die Gewinner:

Linda Kelly, Biolandhof Kelly in Herdwangen, Produkte aus Süßlupine, 'Lupinello'


Linda Kelly stellt auf dem einst klassischen Biolandbetrieb ihrer Eltern im Landkreis Sigmaringen verschiedene Produkte aus der Süßlupine her, allen voran der Lupinenkaffee. Mit ihrer Marke 'Lupinello', Bioland Süßlupinenprodukte, verfolgt sie einen ganzheitlichen Ansatz: Alle Schritte der Erzeugung, Verarbeitung einschl. Verpackung, sowie die Vermarktung, u.a. über einen eigenen Online-Shop, erfolgen aus eigener Hand vor Ort bei ihr auf dem Betrieb. Die Süßlupine ist auch deshalb etwas Besonderes, da sie nicht nur regionaler Eiweißlieferant für die menschliche Ernährung darstellen kann, sondern als Leguminose auch bezüglich Nachhaltigkeit, Bodenfruchtbarkeit und Ökologie hervorragende Eigenschaften hat. Ihr ökologisches Wirtschaften sorgt für Nachhaltigkeit in der Region.

Urs Renninger, Ditzingen, Streuobstwiesen-Naturcidre

Urs Renninger ist Student der Agrarwissenschaften und hat sich der Herstellung von Cidre aus Streuobst verschrieben. Er baut seit 2012 erfolgreich ein eigenes Cidre-Projekt auf. Dabei pflegt und erntet er eigene, als auch Bäume der Gemeinde Ditzingen als Baumpate, und verarbeitet das Obst selbstständig zu verschiedenen Apfel- und Birnencidre-Cuvées. Im Rahmen eines Freiwilligen Ökologischen Jahres in Frankreich erlernte er französische Herstellungsverfahren für die Apfel- und Birnencidre-Herstellung, die er selbst anwendet und hier integriert hat. Neben alten regionalen Sorten pflanzt er auch bretonische und normannische Apfelsorten, was die Originalität Ihres Projektes unterstreicht. Zudem plant er, in Zukunft selbst eigene Apfel-Sorten zu züchten und eine Gewerbe-Anmeldung. Öffentliche Auftritte, z. B. beim Spätlingsmarkt in Ludwigsburg, hat er bereits erprobt.

Moriz Vohrer, Freiburg, Gründer der Initiative Cowfunding-Netzwerk

Moriz Vohrer ist Gründer einer besonderen Initiative in Südbaden: Das Cowfunding Netzwerk ist eine Crowdfunding Online-Plattform, auf der sich Verbraucher als gemeinsame Abnehmer eines Tieres finden können. Die Idee für diese Initiative entstand, als Moriz Vohrer den Hof seiner Eltern im Schwarzwald übernahm. Auf der Suche nach alternativen Vermarktungsformen begann er, das Fleisch online zu vermarkten. 2017 wurde mit Unterstützung des Biosphärengebiets Schwarzwald sowie des Start-up Zentrums Freiburg die Cowfunding Netzwerk UG gegründet. Seit der Gründung hat er im Großraum Freiburg bereits über 200 Kunden mit sieben Landwirten verbunden. Das Konzept sieht vor, dass ein Tier erst dann geschlachtet wird, wenn sichergestellt ist, dass alle Teilstücke abgenommen werden. Die Plattform bietet als innovativer Vertriebskanal auch für kleine Erzeuger Chancen, den Konsumenten dazu anzuregen, sich mit dem Thema Fleisch-Herkunft und Tierwohl auseinanderzusetzen und fördert zudem die Offenhaltung des Südschwarzwalds durch Kleinbetriebe als wertvolle Kulturlandschaft. Ab 2019 möchte Moriz Vohrer den Schwerpunkt zudem auf die Vermarktung alter Nutztierrassen setzen, um - auch als Alleinstellungsmerkmal (Geschichte, Menschen, Produktqualität) - einen Beitrag zum Erhalt alter regionaler Rassen leisten zu können.

Daniel Kuhnle, Weingut Kuhnle im Remstal, Weinperlen


Die Idee für Daniel Kuhnles außergewöhnliches Produkt, Perlen aus Wein oder sogenannte Weinperlen, entstand Ende 2017 und wurde von Kuhnle als innovative Geschäftsidee für das elterliche Weingut in Strümpfelbach im Remstal vorangetrieben. Die farbigen Kügelchen sind seit Anfang 2018 auf dem Markt erhältlich, es gibt schon jetzt Abnehmer bis in den asiatischen Raum. Die Perlen bestehen aus einer elastischen, aber knackigen Membran aus Algenextrakt, sind mit Württemberger Wein aus dem Remstal gefüllt (wahlweise gibt es Sie auch als Likör- oder Ginperlen) und sind in allen für den Verzehr geeigneten Temperaturen beständig. Das Weingut Kuhnle war erster nationaler Anbieter von Weinperlen, die unter dem Dach der Gandelhof GmbH vertrieben werden. Dass die Weinperlen mittlerweile z. B. auch in der Pfalz oder in Sachsen mit den dort heimischen Weinen erhältlich sind, zeigt, dass sie den Geist der Zeit treffen. Dachmarke dieser Kooperationspartner ist die Gandelhof GmbH.

Integriertes Rheinprogramm kommt voran

Die Landesregierung hat den Landtag turnusgemäß über den Umsetzungsstand sowie die Finanzierung des Integrierten Rheinprogramms (IRP) unterrichtet. Mit dem IRP soll der vor dem Oberrheinausbau unterhalb von Iffezheim vorhandene Hochwasserschutz wiederhergestellt werden. Hierzu schafft das Land an insgesamt 13 Standorten auf ehemaligen Aueflächen am Oberrhein naturverträgliche Hochwasserrückhalteräume mit einem Gesamtvolumen von 167,3 Millionen Kubikmeter.

Umsetzungsstand

"Die Umsetzung des IRP schreitet weiter voran", sagte Umweltminister Franz Untersteller heute (11.01.) in Stuttgart. So sei beispielsweise beim Rückhalteraum Elzmündung vergangenen Sommer das Einlassbauwerk mit integrierter Fischtreppe eingeweiht worden.
Die Verfahren für die Rückhalteräume Breisach/Burkheim und Bellenkopf/
Rappenwört seien soweit fortgeschritten, dass die Planfeststellungsbeschlüsse in diesem Jahr erwartet werden.
Für den Hochwasserrückhalteraum Wyhl/Weisweil habe das Regierungspräsidium Freiburg Ende 2018 den Planfeststellungsantrag bei dem für das Genehmigungsverfahren zuständigen Landratsamt Emmendingen eingereicht.

Und für den Rückhalteraum Elisabethenwört habe das Regierungspräsidium Karlsruhe die Variantenentscheidung im Februar 2018 getroffen und mit der Entwurfs- und Genehmigungsplanung begonnen.

Kosten

"Nach heutigem Stand rechnen wir für die vollständige Umsetzung des IRP mit Gesamtinvestitionskosten von über 1,7 Milliarden Euro", so Umweltminister Untersteller. Hiervon hat das Land 58,5 Prozent der Kosten zu tragen, 41,5 Prozent übernimmt der Bund. Über den Sonderrahmenplan des Bundes zum präventiven Hochwasserschutz können derzeit für ausgewählte Maßnahmen des IRP zusätzlich bis zu 60 Prozent des Landesanteils vom Bund erstattet werden.

Gegenüber dem vorherigen Bericht an den Landtag aus dem Jahr 2015 haben sich die Kosten um rund 260 Millionen Euro erhöht. "Dies ist vor allem auf die allgemeine Erhöhung der Baupreise, gestiegene rechtliche Anforderungen und die Komplexität der Verfahren zurückzuführen", so der Minister. Hierzu gehörten auch seitens der Öffentlichkeit geforderte Untersuchungen von weiteren Alternativen.

Zeitplanung

Unter Berücksichtigung der noch erforderlichen Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie der notwendigen Bauzeiten habe sich das Land das Ziel gesetzt, das vollständige Retentionsvolumen ab dem Jahr 2028 bereitstellen zu können, sagte Minister Untersteller weiter. "Hierzu bedarf es weiterhin großer Anstrengungen von Seiten des Landes und auch der konstruktiven Mitarbeit der betroffenen Gemeinden." Die von den IRP-Maßnahmen betroffenen Landtagsabgeordnete habe er für Ende Januar zu einem Informationsabend nach Stuttgart eingeladen, um sie über den weiteren Umsetzungsprozess zu informieren und um mit ihnen die jeweils vor Ort diskutierten Fragen zu erörtern.

Beteiligung

"Wichtig ist mir, dass der naturverträgliche Ausbau und Betrieb der Hochwasserrückhalteräume im Dialog mit der Bevölkerung am Oberrhein gestaltet wird", sagte Franz Untersteller. Wie bei allen Vorhaben des IRP sei die Bevölkerung von den zuständigen Regierungspräsidien auch bei den aktuell öffentlich besonders diskutierten Planungen zum Rückhalteraum Wyhl/Weisweil und zum Rückhalteraum Elisabethenwört von Beginn an eingebunden und informiert worden.

"Die Regierungspräsidien als Vorhabenträger kommen aber natürlich nicht umhin, bei der Antragstellung zur Planfeststellung naturschutzfachliche und rechtliche Vorgaben einzuhalten", betonte der Minister weiter. Unabhängig davon könnten Interessierte auch noch nach dem Einreichen der Planfeststellungsunterlagen Vorschläge in das Genehmigungsverfahren einbringen, die von der jeweiligen Genehmigungsbehörde im Rahmen ihrer Entscheidung dann entsprechend gewürdigt werden müssten, so Untersteller.

Aktueller Sachstand der einzelnen Vorhaben:

Für die einzelnen Hochwasserrückhalteräume (von Süden nach Norden) ergibt sich folgender aktueller Sachstand:

Hochwasserrückhalteraum Weil-Breisach (25 Millionen Kubikmeter)

Es sind vier Planfeststellungs- und Bauabschnitte vorgesehen. Der südlichste Abschnitt I befindet sich seit November 2009 im Bau. Zu Beginn des Jahres 2017 wurde das Vergabeverfahren für die verbleibenden Erdbauarbeiten zur vollständigen Realisierung des Abschnittes durchgeführt und die Bauarbeiten planmäßig im Juni 2017 begonnen. Gemäß der aktuellen Bauablaufplanung ist die Fertigstellung des Abschnittes I für Ende 2021 geplant.

Der Abschnitt II wird entsprechend der raumordnerischen Feststellung zunächst zurückgestellt und möglichst spät realisiert.

Für den Abschnitt III liegt der Planfeststellungsbeschluss des Landratsamtes Breisgau/Hochschwarzwald seit dem 19. März 2013 vor. Der Abschnitt befindet sich seit September 2014 im Bau. Im Bauablauf ergaben sich bereits für das erste Baujahr und nachfolgender Baujahre deutliche Verzögerungen sowie Mehrkosten. Die Fertigstellung der Bauarbeiten für den Abschnitt III ist für 2028 vorgesehen.

Für den Abschnitt IV laufen derzeit die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren. Aktuell wird die von der Gemeinde Hartheim eingebrachte Alternative zur Tieferlegung, die sogenannte "Furtenlösung", hinsichtlich ihrer hydraulischen Wirksamkeit überprüft. Dieser Prüfschritt war im Zeitplan nicht vorgesehen. Ob und in welcher Weise dieser Einfluss auf die weiteren Planungen haben wird, kann erst nach Vorliegen der hierfür erforderlichen Ergebnisse des Wirksamkeitsnachweises beurteilt werden. Die Fertigstellung der Bauarbeiten für den Abschnitt IV ist ebenfalls für 2028 vorgesehen. Die Auswirkungen vorgenannter Verzögerungen können allerdings derzeit nicht abschließend bewertet werden.

Hochwasserrückhalteraum Kulturwehr Breisach (9,3 Millionen Kubikmeter)

Der Hochwasserrückhalteraum befindet sich auf deutscher Seite seit Juli 2013 planmäßig im Bau. Der Abschluss der Bautätigkeiten auf der deutschen Seite ist für das Jahr 2020 vorgesehen. Der Spatenstich auf französischer Seite erfolgte am 11. Dezember 2013. Die Planungs- und Baumaßnahmen auf französischer Seite werden derzeit vorbereitet. Aufgrund schwieriger Verhandlungen der Präfektur mit den Anliegergemeinden bezüglich der Ausgleichs- und Schutzmaßnahmen, des Grunderwerbs und der Entschädigungen musste der Zeit- und Finanzierungsplan für die Maßnahmen auf französischer Seite überarbeitet werden. Für 2018 sind der Erwerb der Grundstücke, Entschädigungsregelungen, sowie die Ausschreibung und der Beginn erster Bautätigkeiten vorgesehen. Die Fertigstellung der Maßnahmen in Frankreich ist aktuell für 2022 geplant.

Hochwasserrückhalteraum Breisach/Burkheim (6,5 Millionen Kubikmeter)

Der Rückhalteraum befindet sich im Planfeststellungsverfahren. Hierbei wurden rund 3.500 Einwendungen erhoben und zwei Erörterungstermine durchgeführt. Der Planfeststellungsbeschluss wird in 2019 erwartet.

Über die Präfektur Haut-Rhin wurden die betroffenen französischen Gemeinden in einer Enquête publique zum Informationsverfahrens nach ESPOO im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zum Projekt gehört. Der Commissaire enquêteur hat mit wenigen Vorbehalten das Vorhaben grundsätzlich befürwortet. Auf dieser Grundlage werden derzeit die erforderlichen Vereinbarungen erarbeitet.

Hochwasserrückhalteraum Wyhl/Weisweil (7,7 Millionen Kubikmeter)

Aktuell wurden die Planungen und Gutachten für das Planfeststellungsverfahren auf deutscher und für das Genehmigungsverfahren auf französischer Seite fertiggestellt. Die Antragsunterlagen wurden am 18.12.2018 dem für das Planfeststellungsverfahren zuständigen Landratsamt Emmendingen übergeben.

Hochwasserrückhalteraum Elzmündung (5,3 Millionen Kubikmeter)

Das Verwaltungsgericht Freiburg hat im Oktober 2016 alle Klagen gegen den Bau des Hochwasserrückhalteraums abgewiesen. Einen Antrag auf Zulassung der Berufung gegen dieses Urteil hat der VGH Mannheim im Oktober 2017 abgelehnt.

Nach Abschluss des Rechtsverfahrens wird nun der Abschluss einer Vereinbarung auch mit der Gemeinde Schwanau angestrebt. Die unterbrochenen Baumaßnahmen wurden aufgrund des vorliegenden Ergänzungsbeschlusses und des genehmigten Sofortvollzugs Anfang 2015 wieder aufgenommen. Zwischenzeitlich befindet sich eine Vielzahl von Maßnahmen in der Ausführungsplanung, im Bau oder wurde bereits fertiggestellt. Bei planmäßigem Verlauf ist ein Abschluss der Baumaßnahmen bis Ende 2021 vorgesehen.

Hochwasserrückhalteraum Ichenheim/Meißenheim/Ottenheim (5,8 Millionen Kubikmeter)

Der Rückhalteraum Ichenheim/Meißenheim/Ottenheim befindet sich in der Planungsphase. Derzeit werden alle für die Beantragung des Planfeststellungsverfahrens erforderlichen Planungen und Untersuchungen durchgeführt.

Im November 2016 und Oktober 2017 fanden öffentliche Informationsveranstaltungen zum aktuellen Planungsstand und zur Konzeption des Rückhalteraumes statt. Die Zeitplanung sieht vor, den Planfeststellungsantrag Ende 2020 zu stellen.

Hochwasserrückhalteraum Altenheim (17,6 Millionen Kubikmeter)

Die Polder Altenheim sind betriebsbereit.

Hochwasserrückhalteraum Kulturwehr Kehl/Straßburg (37 Millionen Kubikmeter)

Der Hochwasserrückhalteraum Kulturwehr Kehl/Straßburg ist betriebsbereit.

Hochwasserrückhalteraum Freistett/Rheinau/Kehl (9 Millionen Kubikmeter)

Der Rückhalteraum befindet sich in der Planungsphase. Alle für die Beantragung des Planfeststellungsverfahrens erforderlichen Planungsleistungen konnten nach europaweiter Ausschreibung zwischenzeitig in Auftrag gegeben werden. Im ersten Halbjahr 2018 fanden im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung Gespräche mit den Bürgermeisten und Ortsvorstehern und eine erste öffentliche Informationsveranstaltung statt. Es ist vorgesehen, den Planfeststellungsantrag Ende 2021 zu stellen.

Hochwasserrückhalteraum Söllingen/Greffern (12 Millionen Kubikmeter)

Der Polder ist betriebsbereit.

Hochwasserrückhalteraum Bellenkopf/Rappenwört (14 Millionen Kubikmeter)

Der Landesbetrieb Gewässer beim Regierungspräsidium Karlsruhe hat als Vorhabenträger im April 2011 beim Landratsamt Karlsruhe den Antrag auf Planfeststellung gestellt. Aufgrund zwischenzeitlicher Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes zum Artenschutzrecht musste der umweltplanerische Teil der Antragsunterlagen umfangreich überarbeitet werden. Auch nach dem Erörterungstermin im Jahr 2016 wurden die Antragsunterlagen weiter ergänzt.

Die Fortführung des Planfeststellungsverfahrens mit Nachanhörung der zu beteiligenden Träger Öffentlicher Belange erfolgte von Mitte Februar bis Mitte Juni 2018. Die Nacherörterung zu den eingegangenen Stellungnahmen zur 2. Offenlage fand im November 2018 statt.

Hochwasserrückhalteraum Elisabethenwört (mindestens 11,9 Millionen Kubikmeter)

Der Landesbetrieb Gewässer beim Regierungspräsidium Karlsruhe hat die Vorplanung abgeschlossen, indem es die Fachberichte fertiggestellt und ein Papier zur Variantenentscheidung verfasst hat. Daraufhin wurde mit den Arbeiten zur Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die ausgewählte Variante der kleinen Dammrückverlegung begonnen.

Die Planungen sollen dabei weiterhin von der Öffentlichkeit begleitet werden. Den dritten Newsletter zur Variantenentscheidung hat das Regierungspräsidium im Mai 2018 veröffentlicht. Nach derzeitigem Ablaufplan ist es geplant, den Antrag auf Planfeststellung beim Landratsamt Karlsruhe Mitte 2020 einzureichen.

Hochwasserrückhalteraum Rheinschanzinsel (6,2 Millionen Kubikmeter)

Der Polder ist fertiggestellt. Für die Inbetriebnahme ist zunächst ein Probebetrieb erforderlich, der in Abhängigkeit des Rheinabflusses durchgeführt wird.

Ergänzende Informationen:

Im Dezember 1982 wurde von den Ländern Frankreich und Deutschland vereinbart, unterhalb der Staustufe Iffezheim den vor dem Ausbau des Oberrheins vorhandenen Hochwasserschutz wiederherzustellen, um so die hochwasserverschärfenden Auswirkungen des Oberrheinausbaus zu beseitigen. Diese Maßnahmen werden von Frankreich und den Ländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz unter finanzieller Beteiligung des Landes Hessen und des Bundes umgesetzt.

Die Landesregierung setzt für Maßnahmen des technischen Hochwasserschutzes und für Gewässerentwicklungsmaßnahmen an den Gewässern des Landes (sogenannte "Gewässer I. Ordnung") im Jahr 2019 rund 70 Millionen Euro ein. Darüber hinaus stellt sie für die in die Zuständigkeit von Städten und Gemeinden fallenden Gewässern (sogenannte "Gewässer II. Ordnung") jährlich rund 40 Millionen bereit.

Ausführliche Informationen zum IRP stehen im Internet auf den Seiten des Regierungspräsidiums Freiburg www.rp-freiburg.de.

Weitere Informationen zur Hochwasserstrategie des Landes finden Sie im Internet auf der Homepage des Umweltministeriums unter www.um.baden-wuerttemberg.de 

Tauschen ist möglich

Eine Bohrmaschine im privaten Haushalt kommt während ihres kompletten Lebenszyklus im Durchschnitt nur 13 Minuten zum Einsatz! Da stellt sich die Frage: Warum ein eigenes Gerät kaufen, wenn man nur ein Loch in der Wand braucht - geht das nicht auch anders? Die Lösung dazu ist gemeinschaftlicher Konsum.Dies bedeutet Teilen oder Tauschen. Denn was für die Bohrmaschine gilt, trifft auch für viele andere Dinge im Haushalt zu. Jeder von uns hat Werkzeuge oder Haushaltsgeräte, die nur sehr selten benötigt werden, und die man eigentlich an Mitmenschen verleihen könnte. Andersherum wäre es manchmal sinnvoll, Dinge, die man selbst nicht hat und nur ab und zu benötigt, ausleihen zu können. Doch wo leihen? Einfach bei den Nachbarn klingeln? Für viele ist das eine Hemmschwelle.

Tauschen und Teilen fördern 


Die Stadt Lahr macht den Einstieg ins Tauschen und Teilen einfacher und setzt ein Zeichen für nachhaltigen Konsum. Denn durch gemeinsames Nutzen benötigen mehr Menschen weniger Dinge; das schont Ressourcen und spart Energie. Alle, die Lust auf nachhaltigeren Konsum haben, können mitmachen. Natürlich geht Teilen dort am besten, wo man sich vertraut. Im eigenen Stadtteil, im Verein, in der Kirchengemeinde oder in der Nachbarschaft. Über das Teilen können aber auch neue soziale Kontakte und Gemeinschaften entstehen.

Aufkleber auf den Briefkasten und los geht's 


Machen Sie mit! Werden Sie Teil der Initiative "Lahr teilt" und setzen Sie ein Zeichen für nachhaltigeren Konsum. Dabei zu sein, ist ganz einfach. Wer etwas zu verleihen oder teilen hat, kann diese Gegenstände mit den Aufklebern am eigenen Briefkasten sichtbar machen. Auf den Aufklebern sind gängige Verleih-Gegenstände abgebildet. Manchmal sind mehrere Gegenstände auf einem Aufkleber, wenn man nicht alle davon hat, kann man ankreuzen, was verliehen wird. Es gibt aber auch noch "Joker-Aufkleber" - mit Platz für weitere Dinge. Mit Hilfe der Aufkleber kann jeder sofort sehen, was es zu verleihen gibt, und das Klingeln an der Tür wird einfacher! Die Aufkleber liegen im Rathaus 2 (Rathausplatz 7, linker Eingang) zum Mitnehmen aus.

Stellungnahmen nach der Wahl zur neuen CDU-Bundesvorsitzenden

Die CDU Deutschlands hat eine neue Vorsitzende gewählt. Dazu erreichen uns nun immer mehr Stellungnahmen: 

Peter Weiß, CDU Bundestagsabgeordneter
Das war und ist ein toller CDU Bundesparteitag voller Aufbruchstimmung. Eine
Personaldebatte ohne persönliche Verletzungen- damit hat die CDU ein gutes Beispiel
für gelebte Demokratie gegeben.
Mit Annegret Kramp- Karrenbauer wurde eine Vorsitzende gewählt, die die große
Volkspartei zusammenhält und zu neuer Stärke führt. Aber die CDU braucht in Zukunft
auch einen Friedrich Merz und einen Jens Spahn. Alle drei haben es sehr gut
gemacht.

Landtagsabgeordneter Karl Rombach  (CDU, Wahlkreis Villingen-Schwenningen) erklärt zur Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur Bundesvorsitzenden der CDU am 7.12.2018 auf dem Parteitag in Hamburg: "Der Bundesparteitag hat entschieden. Meine Glückwünsche gelten Annegret Kramp-Karrenbauer. Ich bin überzeugt, dass sie das Format hat, die Partei und das Land in die Zukunft zu führen. Wir haben in den letzten Wochen einen engagierten demokratischen Wettbewerb in unserer Partei erlebt. Ich danke allen drei Kandidaten für ihren Einsatz. Nun gilt es, die Herausforderungen gemeinsam anzupacken."

Der Karlsruher CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther erklärt dazu: "Ich gratuliere Annegret Kramp-Karrenbauer ganz herzlich zu ihrer Wahl zur neuen Parteivorsitzenden der CDU Deutschlands. Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich in einem intensiven, aber sehr fairen innerparteilichen Wahlkampf nicht zuletzt mit einer starken Parteitagsrede durchgesetzt. Dieser offene, demokratische Wettstreit um den Parteivorsitz hat der CDU sehr gut getan und die Debattenkultur innerhalb der Partei belebt. Das ausgesprochen knappe Wahlergebnis zeigt aber auch, dass die Partei kein "Weiter so" möchte und Annegret Kramp-Karrenbauer jetzt dazu aufgefordert ist, die Partei getreu dem Motto des Bundesparteitags zusammenzuführen und Friedrich Merz und Jens Spahn stark einzubinden. Es ist sehr erfreulich, dass sich sowohl Friedrich Merz als auch Jens Spahn bereit erklärt haben, weiter in unserer Partei mitzuarbeiten. Beide sind für die CDU unverzichtbar."

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch erklärt zur Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer als Parteivorsitzende der CDU:

"Gratulation an Frau Kramp-Karrenbauer zur Wahl. Dass im Vorfeld aus den Reihen der baden-württembergischen CDU so stark für ihren Konkurrenten Friedrich Merz getrommelt wurde, zeigt schon, dass die hiesige CDU neoliberaler und spießiger tickt als anderswo.

Es ist für die SPD nun durchaus eine Chance, sich an dieser konservativeren Nachfolgerin von Frau Merkel reiben zu können. Das ist aber nicht entscheidend. Alles andere liegt nur an uns selbst."


Schauinslandbahn erhält Auszeichnung


Die Schauinslandbahn Freiburg ist vom Deutschen Seminar für Tourismus e.V. (DSFT), Berlin geprüft und mit dem Zertifikat "Barrierefreiheit geprüft" ausgezeichnet worden.

Die Schauinslandbahn ist berechtigt, diese Kenzeichnung von August 2018 bis Juli 2021 zu führen.Das Projekt "Kennzeichnungssystem "Reisen für Alle" im Sinne eines Tourismus für Alle in Deutschland" ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördertes Kooperationsvorhaben des Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e. V. und des Vereins Tourismus für Alle Deutschland e.V. - NatKo. Es sieht die bundesweite Einführung und Weiterentwicklung des Kennzeichnungssystems "Reisen für Alle" vor, das in mehrjähriger Zusammenarbeit und Abstimmung mit Betroffenenverbänden sowie touristischen Akteuren entwickelt wurde.Die Schauinslandbahn ist somit als teilweise barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer eingestuft worden. Darüber hinaus liegen detaillierte Informationen vor für Menschen mit Hörbehinderung, gehörlose Menschen, Menschen mit Sehbehinderung, blinde Menschen sowie für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen.Alle mit dem System "Reisen für Alle" zertifizierten Betriebe und Orte erfüllen folgende Kriterien: Die Daten und Angaben zur Barrierefreiheit wurden von externen, speziell geschulten Erhebern vor Ort erhoben und geprüft. Es handelt sich um keine Selbsteinschätzung des Betriebs. Die Daten zur Barrierefreiheit liegen im Detail vor und können von Gästen eingesehen werden.Mindestens ein Mitarbeiter des Betriebes hat an einer Schulung zum Thema "Barrierefreiheit als Komfort- und Qualitätsmerkmal" teil genommen. Alle Bereiche, die von Kunden und Gästen genutzt werden, erfüllen die Qualitätskriterien der Kennzeichnung "Barrierefreiheit geprüft".Einen Überblick über die Gegebenheiten vor Ort, die für eine Kennzeichnungsstufe relevant sind, und wie diese in der Einrichtung erfüllt oder nicht erfüllt werden, bietet der nachfolgende Link.https://www.schauinslandbahn.de/wp-content/uploads/PA-1993-2018-Kurzbericht.pdf Hier können die erhobenen Detailinformationen eingesehen und mit den Kriterien nach "Reisen für Alle" abgeglichen werden. Diese Übersicht dient nicht nur zur Information, sondern auch zur zielgerichteten Weiterentwicklung des Betriebes. In diesem "Überblick über das Prüfergebnis" sind die Ergebnisse für die verschiedenen Bereiche nach Art der Behinderung zusammengestellt.Die Schauinslandbahn freut sich über diese Auszeichnung und ist bestrebt, das Thema "Barrierefreiheit"stetig nach vorne zu entwickeln und bei der Maßnahmenplanung zu berücksichtigen. An der Talstation ist u.a. die Einrichtung einer barrierefreien Haltestelle und an der Bergstation eine barrierefreie Panoramaterrasse sowie die Verbreiterung von Zugangswegen für das nächste Frühjahr geplant.Hierzu die Anmerkung von Sarah Baumgart, der Beauftragten der Stadt Freiburg i.Br. für die Belange von Menschen mit Behinderungen: "Barrierefreie Ausflugsziele sind ein wichtiger Baustein für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Freiburg. Gemeinsam unterwegs sein und Natur erleben ist Teil unserer Lebensqualität. In einer Bergregion ist das gar nicht so einfach. Umso mehr freue ich mich, dass die VAG schon seit vielen Jahren großes Engagement zeigt, um Barrierefreiheit umzusetzen und auch Menschen mit Behinderungen ein Bergerlebnis zu ermöglichen. Die positive Zertifizierung der Schauinslandbahn ist das verdiente Ergebnis dieser Bemühungen und wird es Menschen mit Behinderungen in Zukunft erleichtern, sofort zu erkennen was sie erwartet. Ein großer Dank geht an alle Beteiligten für die Motivation und das Engagement. Die Schauinslandbahn ist ein gutes Beispiel dafür, dass Barrierefreiheit manchmal nicht von heute auf morgen möglich ist, aber Schritt für Schritt umgesetzt werden kann. Dieses Projekt kann für viele Akteure im Bereich Kultur, Freizeit und Tourismus ein Vorbild sein. Ich freue mich über diesen Erfolg in Sachen Barrierefreiheit und auf die nächsten Schritte hin zu einem barrierefreien Erleben des Schauinslandes."

Erfolg mit Tourismus hält an

Auch in den für die Branche wichtigen Sommermonaten 2018 verzeichnete das Tourismusgewerbe in Baden-Württemberg überwiegend Zuwächse. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes kamen in den Beherbergungsbetrieben mit 10 und mehr Betten oder Stellplätzen im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresmonaten im Juli (+2,5 %), August (+3,0 %) und September (+2,3 %) jeweils mehr Gäste an. Bei den für das Gewerbe bedeutenderen Übernachtungen wurden die Ergebnisse der Vorjahresmonate ebenfalls übertroffen und zwar im Juli um 3,4 %, im August um 1,0 % und im September um 3,0 %.

Für den gesamten Zeitraum Januar bis September 2018 wurden rund 17,2 Millionen (Mill.) Ankünfte und knapp 42,5 Mill. Übernachtungen gemeldet. Das waren 3,9 % mehr Gäste und 3,5 % mehr Übernachtungen als in den ersten neun Monaten 2017. Die Mehrheit der Gäste (rund 13,1 Mill. bzw. 76 %) hatte den Wohnsitz im Inland und buchte gut 33,2 Mill. Übernachtungen. Bei den Inlandsgästen ergab sich in den ersten neun Monaten 2018 somit bei den Ankünften ein Plus von 3,8 % und bei den Übernachtungen von 3,4 %.

Auch bei den ausländischen Gästen hat sich der positive Trend aus dem 1. Halbjahr 2018 weiter fortgesetzt - dies sogar stärker als bei den Gästen aus dem Inland. So erhöhte sich die Zahl der Ankünfte in den ersten neun Monaten 2018 um 4,5 % auf 4,1 Mill., die Übernachtungen stiegen um 4,0 % auf 9,3 Mill. an, jeweils gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die regionalen Auswertungen des Statistischen Landesamtes zeigen, dass alle Reisegebiete im Land von den Entwicklungen profitierten. Dabei verzeichneten der Hegau (+5,5 %), der Mittlere Schwarzwald (+5,3 %) und das Nördliche Baden-Württemberg (+4,9 %) in den ersten drei Quartalen 2018 bei den Übernachtungen die stärksten Anstiege über dem Landesergebnis. Nur bei den Urlaubsregionen Südlicher Schwarzwald (+1,8 %) und Nördlicher Schwarzwald (+1,2 %) verlief die Entwicklung verhaltener.

Die Übernachtungszahlen für die Monate Januar bis September 2018 in den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs entwickelten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum überwiegend positiv. Überdurchschnittliche Zuwächse bei den Übernachtungen konnten der Stadtkreis Freiburg (+12,1 %), der Zollernalbkreis (+9,7 %) und der Main-Tauber-Kreis (+9,0 %) für sich verbuchen.

Neuer Lastwagen für Straßenmeisterei

Erster Landesbeamter Ulrich Hoehler hat der Straßenmeisterei Kandern-Wollbach einen neuen Lastwagen für den Straßenbetriebsdienst übergeben. "Mobilität erfordert eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur. Die beiden Straßenmeistereien im Landkreis Lörrach kümmern sich Tag für Tag um einen guten und verkehrssicheren Fahrbahnzustand an rund 600 Kilometern Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie Radwegen. Neben motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Voraussetzung dafür eine leistungsfähige Ausrüstung", so Hoehler bei der Übergabe des neuen Fahrzeuges an den Leiter der Straßenmeisterei Kandern-Wollbach, Thomas Ühlin, und sein Team.Der neue LKW ist als Universalfahrzeug ganzjährig für verschiedene Aufgaben im Einsatz. Das Fahrzeug verfügt über ein Wechselsystem und kann damit schnell und einfach für die jeweilige Tätigkeit umgerüstet werden. Mit Schneepflug und Streueinheit ausgestattet, wird das Fahrzeug im Winterdienst eingesetzt. Liegt kein Schnee, kommt das Fahrzeug beispielsweise bei der Instandsetzung von Fahrbahnen und Entwässerungseinrichtungen, bei der Reparatur von Verkehrszeichen oder bei der Grünpflege zum Einsatz. Mit dem neuen Ladekran können nun auch schwere Gegenstände sicher auf- oder abgeladen werden.Der Kreistag hatte der Beschaffung des neuen LKW bei der Firma Schmidt Aebi Deutschland GmbH aus St. Blasien mit einer Auftragssumme von 238.000 Euro zugestimmt. Die Ausstattung wurde speziell an die Bedürfnisse in der Straßenmeisterei angepasst. Der Mercedes-Benz Arocs mit Allradantrieb verfügt über einen leistungsfähigen Motor mit Dieselpartikelfilter und erfüllt die Abgasnorm Euro 6. Der neue LKW löst ein mehr als elf Jahre altes Vorgängerfahrzeug ab, welches reparaturanfällig war und nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden konnte.

Straßenmeistereien im Landkreis Lörrach 


Die Straßenmeisterei Kandern-Wollbach betreut mit einem Team aus 25 Mitarbeitern das Streckennetz aus Bundes-, Landes- und Kreisstraßen entlang des Ober- und Hochrheins, von Schliengen bis nach Rheinfelden und Schopfheim. Die Straßenmeisterei Schönau betreut mit 26 Mitarbeitern das entsprechende Streckennetz im Schwarzwald, von Schopfheim bis zum Feldberg, aber auch weite Teile des Kleinen Wiesentals und des Dinkelbergs bis nach Schwörstadt. Beide Teams setzen sich aus Straßenwärtern, Streckenwarten, Kolonnenführern, Hofwarten, Mechanikern, Verwaltungsangestellten sowie Straßenmeistern zusammen.

Erster Landesbeamter Ulrich Hoehler überreicht den Schlüssel für das neue Fahrzeug an Mitarbeiter der Straßenmeisterei Kandern-Wollbach, von links: Ulrich Hoehler, Thomas Ühlin, Christian Greiner und Thomas Dichter. Foto: Landratsamt Lörrach
Erster Landesbeamter Ulrich Hoehler überreicht den Schlüssel für das neue Fahrzeug an Mitarbeiter der Straßenmeisterei Kandern-Wollbach, von links: Ulrich Hoehler, Thomas Ühlin, Christian Greiner und Thomas Dichter. Foto: Landratsamt Lörrach

Stabile Besucherzahlen bei Messe offerta

Als eine verkaufsstarke Plattform mit Qualität bewies sich erneut die offerta - die Einkaufs- und Erlebnismesse für die ganze Familie. "Bereits in den ersten Stunden nachdem sich die Eingangstore der offerta öffneten, meldeten Aussteller lohnende Verkäufe, speziell im Bereich Mobilität. Und das blieb so bis zum Abschluss der Messe", bilanziert Messechefin Britta Wirtz. Rund 140 000 Besucher kamen zur 46. offerta in die Karlsruher Messehallen. "Gemeinsam mit unseren Ausstellern erfinden wir uns immer wieder für unsere Besucher neu und sorgen dafür, dass das Angebot der offerta auf die Vorlieben und das Interesse der Besucher einzahlt," so Britta Wirtz weiter. So stieg die Zahl der voll und ganz zufriedenen Besucher um vier Prozentpunkte und 95 Prozent der Besucher werden ihre offerta weiterempfehlen. Mit rund 12 Prozent Erstbesuchern zieht die offerta ein treues Publikum an.
Das Thema Gesundheit stand hoch im Kurs: Jeder dritte Besucher bekundete Interesse an den ausgeweiteten Gesundheitsangeboten, die erstmals in einem Wegweiser gebündelt wurden. Die neu gestaltete Vortragsreihe der Medizinakademie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) schnitt mit Bestnoten ab. Ärzte und Professoren aus der Region haben in Vorträgen zu Themen rund um Herz und Augen bis hin zu Hauterkrankungen informiert. "Einige Besucher kommen gezielt zu unseren Vorträgen auf die offerta. Ebenfalls beliebt und ein weiteres Highlight sind die kostenlosen Tests an unserem Stand. Beispielsweise haben wir allein 1 800 Augeninnendruck-Messungen vorgenommen", bestätigte Aksana Novikova vom DRK. 


Goodie-Bag zahlreich in Anspruch genommen


Nach einem ersten Testlauf im vergangenen Jahr wurde das digitale Gutscheinheft der offerta in diesem Jahr besonders gut angenommen: Insgesamt haben sich 7 012 Nutzer (Vorjahr: 1 274) registriert. Das Nutzen des Goodies-Bags bestätigte auch Sabine Niederschweiberer, Inhaberin Gundel-Pfannen: "Sobald sich um 10 Uhr die Türen öffnen, ist unser Stand proppenvoll. Einige kamen mit unserem Rabattcoupon des Goodie-Bags und kauften gleich mehrere Pfannen." Auch Oliver Rokitta, der im vergangenen Jahr bei der Gründershow "Die Höhle der Löwen" teilnahm, zeigte sich von seiner zweiten Teilnahme an der offerta und dem Goodie-Bag begeistert: "Die Stimmung und das Kaufverhalten hier auf der offerta sind sensationell. Besonders gut kam unsere Rücktauschaktion aus dem offerta Goodie-Bag an: Besitzer eines alten Rostschrecks bekamen Rabatt auf ihren neuen - das lief wirklich super."


Erfolgreiche Events und Programmpunkte 


Am Tag der Ausbildung präsentierten insgesamt 37 Firmen aus Karlsbad und Waldbronn ihr Ausbildungsprogramm am Gemeinschaftsstand der beiden Albtalgemeinden. "Die Firmen haben etliche Kontakte zu jungen Berufsstartern aus der Region geknüpft. Insgesamt ist die Resonanz so positiv, dass wir das Angebot 2019 gerne wiederaufleben lassen werden. Mich persönlich hat besonders gefreut, mit welchem Stolz und Elan die Azubis am Stand ihre Arbeitgeber präsentiert haben", resümiert Jens Timm, Bürgermeister von Karlsbad. Auch die neue Aktionsfläche "erlebbare Mobilität" in Halle 1 fand großen Zuspruch. Neben der Präsentation von einem täglich wechselnden Fahrzeug des Tages konnten die Besucher unter anderem e-Fahrzeuge wie einen Scrooser oder einen Niu e-Roller auf dem Parcours auch selbst fahren. "Wir bespielen hier mit der e-Mobilität ein absolut innovatives Thema. Das Interesse der Besucher ist enorm. Viele stehen sogar an, um unsere Fahrzeuge zu testen", so Claudia Zwally, Mitarbeiterin von CitySeg.
Während der zweiten Messehälfte traf das Sonderthema "Craft Bier" in der dm-arena den Geschmack von Bierliebhabern: "Ich bin zum ersten Mal auf der offerta und wirklich begeistert. Das Publikum ist total nett und die Leute sind neugierig, verschiedene Geschmäcke auszuprobieren," resümiert Almut Zinn, Inhaberin 'Emma - Bier ohne Bart' aus Freiburg. Ausgelassene Stimmung herrschte auch beim großen Finale des offerta Music Awards - präsentiert von: die neue welle. Scarlet Roos, die Sieger des zweiten Vorentscheids, haben das Finale des offerta Music Awards gewonnen. Das Duo bilden Sängerin und Gitarristin Mary Roos Weber und Johannes "Johnny" Göring, der sie mit der E-Gitarre und dem Cajon begleitet.
Für viele Aussteller und Besucher steht bereits heute fest, dass sie die Messe Karlsruhe während der offerta, vom 26.10. bis zum 3.11.2019, erneut zum Schaufenster der Region verwandeln.

Stabile Besucherzahlen im Freilichtmuseum

Mit knapp 220.000 Besuchern endete an diesem Sonntag die siebenmonatige Saison des Schwarzwälder Freilichtmuseums Vogtsbauernhof in Gutach. Mit diesem Ergebnis kann der Vogtsbauernhof die Zahlen der Vorjahre halten und ist weiterhin das besucherstärkste Freilichtmuseum in Baden-Württemberg. Im direkten Vergleich zum Vorjahr sind die Besucherzahlen des ältesten Freilichtmuseums des Landes trotz Hitzesommer um ein Prozent leicht gestiegen. Ein Zuwachs von 5 % zu 2017 konnte im Bereich der Schulklassen- und Gruppenbuchungen erzielt werden: Rund 1.600 museumspädagogische Führungen und Programme, davon über 700 Lernlebnisse für Schülergruppen sowie über 900 Führungen für Erwachsene, hat das Freilichtmuseum in der Saison 2018 durchgeführt. Auch der Anteil an ausländischen Gästen ist mit rund 35 % der Gesamtbesucher stabil, wobei die größten Gästeanteile 2018 aus Spanien, Frankreich, den USA und Italien stammen. Die Saison 2018 stand ganz im Zeichen der Eröffnung des Schlössles von Effringen als erstes von insgesamt drei Gebäuden aus dem Nordschwarzwald. Dafür hat das Freilichtmuseum seine bisherige Fläche um ein Drittel auf sieben Hektar erweitert, die größte Flächenerweiterung in der Museumsgeschichte. Das massiv aus Sandstein gemauerte Landschloss von 1407 wurde in einem aufwändigen Verfahren über zwei Jahre von seinem Originalstandort in Wildberg, Landkreis Calw, nach Gutach versetzt. Es ist nun das älteste Gebäude sowie das einzige ehemals herrschaftliche Anwesen in einem baden-württembergischen Freilichtmuseum. Die Inneneinrichtung des Schlössles nimmt die 1970er-Jahre in den Blick, was dem Zeitschnitt entspricht, in dem das Haus zuletzt bewohnt wurde. Zum Eröffnungsfestwochenende am 24. und 25. März kamen über 5.000 Besucher, um die neue Attraktion des Vogtsbauernhofs erstmals zu sehen. "Während der ganzen Saison war das Effringer Schlössle für unsere Besucher die Hauptattraktion auf dem Gelände. Leider hat die Hitze in unserer Hauptsaison von Juni bis August zu deutlichen Besucherverlusten geführt, weswegen wir mit dem stabilen Saisonergebnis mehr als zufrieden sind.", zog die Museumsgeschäftsführerin Margit Langer Bilanz. Das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof möchte in den kommenden Jahren die Erweiterungsfläche ausbauen und zwei weitere Hofanlagen aus den unterschiedlichen Regionen des Nordschwarzwalds nach Gutach holen. Zur Saison 2019 werden ein Wasserspielbereich neben dem Schlössle sowie Weideflächen für einen erweiterten Tierbestand fertiggestellt. Das Kostenvolumen des Großprojekts, das die Flächenerweiterung, die Gebäudeversetzung und die Geländeerschließung umfasst, belief sich auf über vier Millionen Euro. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg förderte die Versetzung des Effringer Schlössles im Rahmen der Vergabe von Landeszuschüssen für Freilichtmuseen mit einer Summe von rund 1,6 Millionen Euro. Das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof öffnet in diesem Jahr noch einmal am dritten Adventswochenende, vom 14. bis 16. Dezember, seine Tore und lädt zum Weihnachtsmarkt im stimmungsvollen Ambiente der historischen Schwarzwaldhöfe ein. Die Saison 2019 beginnt am 24. März und endet am 3. November. Das Jahresprogramm 2019, das unter dem Motto "Die Zeit auf Ihrer Seite" neuzeitliche Themen und Gegenwartsbezüge in den Mittelpunkt stellt, wird erstmals zum Weihnachtsmarkt veröffentlicht und als Broschüre erhältlich sein.

Wirtschaftsabend

Eine Neuauflage erlebt der Wirtschaftsabend in Furtwangen am Donnerstag, 15. November. Die Stadt Furtwangen und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg laden alle Unternehmen aus Industrie, Gastronomie, Handel, Gewerbe und Handwerk in und um Furtwangen zu einem Abend des kommunikativen Zusammenkommens und informativen Austauschs ein. Die Veranstaltung in der Festhalle beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Gastredner wird der erfahrene Schiedsrichterausbilder und ehemalige Bundesligaschiedsrichter Lutz Wagner sein. Zum Thema "Regeln und ungeschriebene Gesetze" überträgt er Beispiele aus dem Profisport in die Wirtschaft und erklärt, wie wichtig das Einhalten ungeschriebener Gesetze und Regeln auch im Unternehmen ist.
"Der Schwarzwald ist ein starker Wirtschaftsstandort. Unsere heimischen Betriebe sind erfolgreiche Marktführer, attraktive Arbeitgeber und ein fundamentaler Baustein unserer IHK-Region", sagt IHK-Vizepräsident Dr. Hans-Rüdiger Schewe. "Oft kommt aber der persönliche Austausch zu kurz. Das soll der Wirtschaftsabend ändern." Auch Bürgermeister Josef Herdner ist überzeugt vom Format der Veranstaltung: "Uns bewegen momentan so viele Themen, von Infrastruktur über Stadtentwicklung bis hin zum aktuellen Stand unseres interkommunalen Gewerbegebietes. Der Wirtschaftsabend bietet allen die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen."
Informationen zur Veranstaltung und Anmeldungen bei Daniela Oklmann, IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Telefon: 07721 922-136, E-Mail: oklmann@vs.ihk.de oder bei Michael Schlageter, Stadt Furtwangen, Telefon: 07723 939-131, E-Mail: mschlageter.stadt@furtwangen.de.

Bedrohung auf Herbstmess'

Wegen einer mutmaßlichen Bedrohungslage musste
die Eröffnung der Karlsruher Herbstmess´ am Freitag für knapp eine halbe Stunde
verschoben werden.
Eine 20-Jährige hatte über ein Internetportal kundgetan, dass sich
ein ihr bekannter 26-Jähriger auf dem Messplatz aufhalte, Waffen mit
sich führe und Schlimmeres zu befürchten sei.
Das Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Karlsruhe
beorderte daher umgehend Kräfte zum Messplatz, wo auf 17 Uhr die
Begrüßungsrede von Oberbürgermeister Frank Mentrup anberaumt war.
Sicherheitshalber wurde die Begrüßung bis zur Bereinigung der Lage
verschoben.
Bei der Überprüfung der Wohnanschrift des beschuldigten
26-Jährigen konnte der Mann vor seinem Anwesen angetroffen werden.
Hinweise auf Waffen oder eine bevorstehende Bedrohungssituation
ergaben sich indessen nicht. Wie sich herausstellte, bestehen seit
geraumer Zeit Streitigkeiten zwischen dem Partner der 20-jährigen
Frau und dem 26 Jahre alten Mann. Derzeit prüfen die
Ermittlungsbehörden, inwiefern eine Strafbarkeit der in einer
Wohngemeinschaft für Menschen mit Handicap lebenden jungen Frau
vorliegt.

Polizei will noch mehr Präsenz zeigen

Nach den zunehmenden sexuellen Übergriffen auf Frauen in Freiburg hat die Polizei und das Innenminister des Landes reagiert. Innenminister Thomas Strobl stellte heute die Vorhaben vor:

Das Paket umfasst zu einen Maßnahmen zur Fortschreibung der erfolgreichen Freiburger Sicherheitspartnerschaft "Sicherer Alltag" zwischen Stadt und Land und zum anderen
Maßnahmen im Umgang mit straffälligen Ausländern.


Sicherheitspartnerschaft "Sicherer Alltag" in Freiburg"

Im März 2017 haben wir gemeinsam mit der Stadt Freiburg die Partnerschaft "Sicherer Alltag" vereinbart. Im engen Schulterschluss mit der  Stadt Freiburg ist es uns seitdem gelungen, die damals angespannte Sicherheitslage erheblich zu verbessern und damit dem schwindenden Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung entgegenzuwirken", so Innenminister Thomas Strobl. Zur Veranschaulichung: Im Jahr 2017 ist die Gewaltkriminalität in ganz Freiburg um rund fünf Prozent zurückgegangen. In der Freiburger Altstadt mit ihren Brennpunkten um sogar über 16 Prozent. Auch im Jahr 2018 zeichnen sich weitere deutliche Rückgänge für das Stadtgebiet Freiburg ab.

Im Bereich aller Sexualdelikte hat sich dagegen die Situation in Freiburg
nicht entspannt. Schwere Straftaten auf diesem Sektor belasten das Sicherheitsgefühl der Freiburgerinnen und Freiburger erneut."Nach der mutmaßlichen, furchtbaren Vergewaltigung in der Nacht vom 13. auf 14. Oktober 2018 haben wir uns die Situation in Freiburg natürlich
noch einmal ganz genau angeschaut und zusammen mit dem Oberbürgermeister Martin Horn über mögliche Maßnahmen zur Intensivierung der
Sicherheitspartnerschaft beraten. Und für uns ist klar: Wir werden unsere
erfolgreiche Schwerpunktarbeit fortführen und in drei Handlungsfeldern
weiterentwickeln", so der Innenminister.

Personelle Verstärkung 


"Ein wesentlicher Baustein unserer erfolgreichen Sicherheitspartnerschaft
ist die stärkere Präsenz von Polizei und kommunalem Ordnungsdienst.
Diese Präsenz wollen wir verstetigen und nochmals ausbauen - um die
Kriminalität weiter zu senken, aber auch um das Sicherheitsgefühl der
Menschen in Freiburg zu stärken", so der Innenminister.Die seit letztem Jahr erfolgte personelle Verstärkung der Polizei in Freiburg wird unbefristet und langfristig fortgeführt. Darüber hinaus wird das
Polizeipräsidium Freiburg nochmals zielgerichtet mit weiterem Personal
unterstützt. Zum einen: Im Entwurf unseres Nachtragshaushalts sind für
jedes regionale Polizeipräsidium drei Stellen für sog. Ermittlungsassisten
ten vorgesehen. Dem Polizeipräsidium Freiburg sollen insgesamt fünf
dieser Stellen zugewiesen werden. "Das ist eine ganz bewusst getroffene
Entscheidung, die über die vorgesehene landesweite Verteilung deutlich
hinausgeht. Mit diesen zusätzlichen Kräften wird es uns gelingen, die Ermittler der Kriminalpolizei für die Wahrnehmung ihrer Kernaufgaben gezielt zu entlasten. Hierdurch ist es möglich, die Präsenzmaßnahmen in Freiburg gerade im Hinblick auf schwere und umfangreiche Ermittlungs
verfahren noch effektiver zu unterstützen", so der Minister Thomas Strobl.

Darüber hinaus werden wir die im landesweiten Vergleich bereits enor
men Unterstützungsleistungen nochmals ausbauen, um die wahrnehmba
re Präsenz der Polizei für die Bürgerinnen und Bürger zu steigern. So
stärken zum Beispiel auch weitere Polizeireiter das Sicherheitsgefühl der
Bevölkerung. "Ich gehe davon aus, dass die Stadt Freiburg die Präsenz
des städtischen Vollzugsdienstes ebenfalls erhöht", so der Minister.

Gezielte Fahndungs- und Sicherheitstage 


Wir werden in Freiburg gezielte Fahndungs- und Sicherheitstage durch
führen. Diese dienen zum einen der Bekämpfung der Kriminalität im öf
fentlichen Raum. Hier wird die Polizei schwerpunktmäßig das Freiburger
Nachtleben und in dem Zusammenhang die Rauschgiftkriminalität, den
Identitätsbetrug aber auch Verstöße gegen gewerbe- und jugendrechtli
che Vorschriften in den Blick nehmen. Hierbei werden alle notwendigen
Experten des Polizeipräsidiums Freiburg, des Polizeipräsidiums Einsatz,
des Landeskriminalamts und der Stadt Freiburg Hand in Hand gegen die
se Kriminellen vorgehen. "Unser Signal ist klar: Rechtswidriges Treiben
wird von uns nicht toleriert - dem wird unsere Polizei ganz konsequent
einen Riegel vorschieben", so der Innenminister.Gleichzeitig werden wir nach dieser schrecklichen Tat auch die Anliegen
der Bevölkerung und deren Fragen an die Stadt und Polizei aufgreifen.
Wir werden sehr zeitnah Anliegen und Fragen in lokalen Sicherheitskonferenzen im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern beantworten und
darüber hinaus auch präventiv mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. "Mir
ist es ein persönliches Anliegen, mit speziellen und von vielen Schultern
getragenen Präventionsmaßnahmen und -hinweisen gerade jungen Menschen Halt und Orientierung in dieser doch so dynamischen Welt zu geben", so Innenminister Thomas Strobl.

Regionaler Sonderstab gefährliche Ausländer 


"Anfang des Jahres haben wir einen Sonderstab gefährliche Ausländer
eingerichtet. Er kümmert sich intensiv und ganz gezielt um eine kleine,
aber besonders problematische Gruppe von Ausländern: um ausreisepflichtige Ausländer, die immer wieder und zum Teil auch heftig Probleme bereiten - um Straftäter, insbesondere um Mehrfach- und Intensivstraftäter, um Gefährder, sowie um solche, die bewusst und nachhaltig gegen die Regeln eines geordneten Zusammenlebens verstoßen und sich hartnäckig, dauerhaft als nicht integrierbar erweisen. Dieser Sonderstab hat sich in den ersten zehn Monaten absolut bewährt. Dieses Erfolgsmodell wollen wir jetzt in die Fläche bringen - und in Freiburg eine erste regionale Außenstelle des Sonderstabs einrichten", so der Innenminister Thomas Strobl. Es wird zunehmend deutlich: Alle ausländischen Mehrfach- und Intensivtäter können nicht zentral allein durch den Sonderstab im Innenministerium bearbeitet werden. "Wir brauchen hierfür eine regionale Struktur unter Einbeziehung der Regierungspräsidien, der regionalen Polizeipräsidien, der Staatsanwaltschaften, des Zentrums zur Unterstützung der Rückkehr und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Diese notwendige und angestrebte Regionalisierung werden wir jetzt zunächst für den Bereich Freiburg ins Auge fassen", so der Innenminister.Umgang mit straffälligen AusländernPersonen, die die Sicherheit unseres Landes gefährden, und Personen, die schwere Straftaten begangen haben, sollten in sichere Gebiete Syriens abgeschoben werden Die Innenministerkonferenz hat beschlossen, dass bis Ende dieses Jahres grundsätzlich keine vollziehbar ausreisepflichtigen Ausländer nach Syrien abgeschoben werden können. Dieser Beschluss beruht auf einer Lageeinschätzung des Bundes aus dem Jahr 2012. "Wir brauchen eine belastbare und aktuelle Grundlage, um zu klären, ob es in Syrien mittlerweile Gebiete gibt, die schutzsuchenden Menschen eine sichere inländische Fluchtalternative bieten. Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, dass jetzt die Beurteilung der Sicherheitslage für Syrien aktualisiert wird", sagte Innenminister Thomas Strobl.

In einem ersten Schritt werde der Innenminister bei der in Kürze stattfindenden Innenministerkonferenz am 29./30.11.2018 in Magdeburg einen
entsprechenden Vorstoß unternehmen. "Unser Ziel ist ganz klar: Menschen, die die Sicherheit unseres Landes gefährden, Personen, die
schwere, gar schwerste Straftaten begangen haben, müssen wenn irgendmöglich rückgeführt werden."Asylberechtigten und Subsidiär Schutzberechtigten, die eine schwe
re Straftat begehen, muss der Schutzstatus leichter entzogen werden
können
Ausländer, die als Asylberechtigte, Flüchtlinge oder subsidiär Schutzbe
rechtigte anerkannt wurden, genießen einen hohen Schutz. Der Entzug
dieses Schutzstatus ist aufgrund völker- und europarechtlicher Vorgaben
nur unter strengen Voraussetzungen möglich. "Wir bekennen uns zu die
sem hohen Schutzniveau. Menschen, die vor Gewalt fliehen, in einem
Land um Leib und Leben fürchten müssen, denen müssen wir helfen, oh
ne Wenn und Aber. Wenn jemand aber sein Gastrecht missbraucht, hier
schwere und schwerste Straftaten begeht, dann müssen wir das genauso
konsequent verfolgen. Das muss dann auch dazu führen, dass einem
Straftäter sein Aufenthaltsstatus durch eine Ausweisung entzogen wird",
so der Innenminister.Auch wenn eine Abschiebung des Ausländers nicht immer (gleich) möglich ist, könnten in der Konsequenz der Aufenthalt überwacht oder der
Flüchtlingsausweis entzogen werden. "Das Signal, das ankommt, ist glas
klar: Wer diese Probleme macht, an den gehen wir besonders ran, um ihn
außer Landes zu bringen - und wenn das nicht schnell gelingt, stehen wir
ihm auf die Füße, haben ihn genau im Blick, sanktionieren ihn mit allem,
was der Instrumentenkasten des Rechtsstaates beinhaltet", so der In
nenminister. Deshalb werde Baden-Württemberg sich auf Bundesebene
dafür einsetzen, die Kriterien für die aufenthaltsrechtlichen Sanktionen
unterhalb einer Abschiebung zu überarbeiten und die Hürden zu senken.
Dazu gehören auch Anpassungen im Leistungsrecht.

Vor jeder Verlängerung eines Aufenthaltstitels, der aus humanitären
Gründen gewährt wurde, muss nochmals eingehend geprüft werden,
ob die Angaben zum Herkunftsstaat zutreffen. 
Die Anerkennung einer Asylberechtigung, einer Flüchtlingseigenschaft
oder die Gewährung subsidiären Schutzes steht und fällt mit der Herkunft
des Antragstellers. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wer falsche Anga
ben gemacht oder in sonstiger Weise über seine Identität oder Herkunft
getäuscht hat, muss damit rechnen, dass sein Schutzstatus widerrufen
wird und er ein gesichertes Aufenthaltsrecht verliert."Korrekte Angaben sind das tragende Fundament dafür, dass wir Menschen Schutz gewähren. Deshalb müssen wir jede Möglichkeit ausschöpfen, um Täuschungen ans Tageslicht zu bringen. In Zukunft muss vor jeder Verlängerung eines Aufenthaltstitels, der aus humanitären Gründen
gewährt wurde, nochmals eingehend und umfassend geprüft werden, ob
die Angaben zum Herkunftsstaat zutreffend sind oder ob zwischenzeitlich,
etwa aufgrund neuerer Erkenntnisse, Zweifel an früheren Angaben oder
Feststellungen bestehen", so der Innenminister. Zum Beispiel: Wenn ein
vorgeblich syrischer Staatsangehöriger in der Vergangenheit bereits ein
Visum für die EU beantragt hat und damals einen ägyptischen Pass vor
gelegt hat, dann lässt sich dies im Zweifel über einen Abgleich mit dem
Visa-Informations-System herausfinden.Ausländerbehörden, Polizei und Justiz müssen gemeinsam die Ermittlungs- und Strafverfahren priorisieren, damit bei schweren Straftaten schnellstmöglich konkrete aufenthaltsbeendende Maßnahmen eingeleitet werden können.
Der Rechtsstaat muss bei Mehrfach- und Intensivtätern sowie brutalen
Straftätern mit aller Konsequenz reagieren. Straftaten durch ausländische
Mehrfach- und Intensivtäter sowie der Aufenthalt von Ausländern, die die
Sicherheit unseres Landes gefährden, können in besonderem Maße das
Vertrauen der Menschen in die Handlungsfähigkeit des Rechtsstaates
beeinträchtigen. Dies gilt umso mehr, wenn es sich hierbei um Personen
handelt, die vordergründig um Schutz unserer Gesellschaft bitten.

"Alle sicherheitsrelevanten Stellen - Polizei, Justiz, aber auch die Aus
länderbehörden - müssen gemeinsam so arbeiten, dass sie bei Intensiv-
und Mehrfachtätern und bei denjenigen, die eine Gefahr für die Innere Si
cherheit darstellen, auf die Überholspur ziehen mit dem Ziel, noch früh
zeitiger alle möglichen ausländerrechtlichen, und vor allem aufenthalts
beendenden Maßnahmen zu prüfen und vollumfassend auszuschöpfen",
so der Innenminister. Das heißt: In den Fällen, in denen eine Aufenthaltsbeendigung in Anbetracht der zu erwartenden juristischen Sanktion erfolgsversprechend ist, brauchen wir eine landesweit abgestimmte und enge Verzahnung zwischen den Ausländerbehörden, der Polizei sowie den
Justizbehörden mit dem Ziel, schnelle Sanktionen zu treffen. Gemeinsam
müssen die anhängigen Ermittlungs- und Strafverfahren priorisiert werden
und beschleunigt bearbeitet werden.

Kraftstoffpreise im Überblick


Seit Anfang Oktober fällt der Ölpreis aber die Tankfüllung wird für Autofahrer in der Region immer teurer. Gegenüber der Vorwoche gab der Preis für ein Barrel Brentöl aktuell um rund vier Dollar nach und lag am Freitagmorgen unter der 73-Dollar-Marke. Der Eurokurs veränderte sich kaum und lag weiterhin bei 1,14 Dollar. Wie der ADAC Nordbaden e.V. im Rahmen seiner wöchentlichen Untersuchung ermittelte, wurden die Kraftstoffpreise in der Region aber erneut kräftig erhöht und erreichten in allen drei Städten der Region Jahreshöchstpreise. Am tiefsten mussten die Dieselfahrer in Baden-Baden in die Tasche greifen: An einer Markentankstelle in der Kurstadt wurde mit 1,599 Euro für einen Liter Dieselkraftstoff ein neuer jemals vom ADAC Nordbaden gemessener Höchstpreis ermittelt.

Als Grund für die Rekordpreise gibt die Mineralölwirtschaft das derzeitige Niedrigwasser in den Flüssen an, durch das die Schiffe nur mit verminderter Last fahren und dadurch die Tanklager nur unzureichend füllen könnten. Zum Ausgleich müssten Tanklaster und Züge auf dem teureren Landweg eingesetzt werden.

Gegenüber der Vorwoche kletterte der Benzinpreis in Karlsruhe bis neun, in Pforzheim bis acht und in Baden-Baden bis sieben Cent. Der Preis für Dieselkraftstoff wurde in Karlsruhe und Pforzheim bis neun, in Baden-Baden bis zu elf Cent erhöht.

Ein Liter Super E 10 kostete danach am Freitagmorgen im Durchschnitt an den Markentankstellen in Karlsruhe 1,613, in Pforzheim 1,632 und in Baden-Baden 1,639 Euro. Durch einen Preisvergleich vor dem Tanken konnten die Autofahrer an der günstigsten Tankstelle gegenüber der teuersten in Karlsruhe elf, in Pforzheim acht, in Baden-Baden sechs Cent je Liter sparen.

Für einen Liter Dieselkraftstoff bezahlte man im Durchschnitt an den Markentankstellen in Karlsruhe 1,525, in Pforzheim 1,534 und in Baden-Baden 1,559 Euro. Dieselfahrer konnten an der günstigsten gegenüber der teuersten Station in Karlsruhe neun, in Pforzheim sieben und in Baden-Baden zehn Cent je Liter sparen.

Preisbewusste Autofahrer sollten nicht nur zwischen den verschiedenen Anbietern vergleichen, sondern auch die Tageszeit im Blick behalten. Nach einer aktuellen Auswertung des ADAC haben sich die Preisschwankungen im Tagesverlauf vermehrt. Die größere Unübersichtlichkeit erschwert preisbewusstes Verbraucherverhalten. Die mit Abstand teuerste Zeit zum Tanken im 24-Stunden-Verlauf ist nach wie vor morgens zwischen 6 und 9 Uhr. Danach prägen mehrere unterschiedlich große Preisspitzen den Tagesverlauf. Laut Auswertung des ADAC liegen die günstigsten Zeiten zwischen 15 und 17 Uhr sowie 19 und 22 Uhr.

Im Internet können Verbraucher die Kraftstoffpreise minutengenau abrufen und vergleichen. Der ADAC bietet dazu die App "ADAC Spritpreise" oder seine Seite www.adac.de/tanken. Dort sind unter dem Suchbegriff "Tanken auf Reisen" darüber hinaus die Kraftstoffpreise der Alpenländer sowie Listen von Erdgas- und Autogastankstellen veröffentlicht, die wie viele andere Themen auch für Nichtmitglieder zugänglich sind. Unter der Telefonnummer 0721 81040 informiert der ADAC Nordbaden über Kraftstoffpreise einzelner Tankstellen in Karlsruhe, Pforzheim und Baden-Baden.

Hier die am Freitagmorgen ermittelten Höchst- und Tiefstpreise (an Marken- und Freien Tankstellen) für Super E 10, Super E 5 und Dieselkraftstoff:

Super E 10 wurde in Karlsruhe für 1,549 bis 1,659 Euro, in Baden-Baden für 1,599 bis 1,659 Euro, in Pforzheim für 1,579 bis 1,659 Euro angeboten.

Super E 5 kostete in Karlsruhe 1,569 bis 1,679 Euro, in Baden-Baden 1,619 bis 1,679 Euro, in Pforzheim 1,619 bis 1,679 Euro.

Diesel kostete in Karlsruhe 1,479 bis 1,569 Euro, in Baden-Baden 1,499 bis 1,599 Euro, in Pforzheim 1,499 bis 1,569 Euro.

Fan-Aktion

Von der Sitzgelegenheit zum Sammlerstück: Bevor am Montag im Wildparkstadion die Abrissarbeiten der Blöcke A1 bis A4 beginnen, können sich alle KSC-Fans am Sonntag ihre einzigartige Erinnerung sichern. Von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr dürfen am 4. November die Sitzschalen eigenhändig abmontiert werden.

Viele weiße, ein paar schwarze und wenige rote - rund 3.000 Sitzschalen erleben am Samstag gegen die Würzburger Kickers ihr letztes Spiel im altehrwürdigen Wildparkstadion. Danach rollen die Bagger an und reißen die Blöcke A1 bis A4 ab. Doch was passiert mit den Sitzen?

Auf vielfachen Wunsch der Fans hin bietet der KSC am kommenden Sonntag (04.11.) allen Souvenirjägern die Möglichkeit, für je 5€ bis zu zehn Sitzschalen abzumontieren (kommt dem KSC-Nachwuchs zu Gute).

Dauerkarteninhaber können sich ihren individuellen Stammplatz, auf dem sie jahrelang jubelten und litten, exklusiv von 9.30 Uhr bis 10.00 Uhr sichern - die aktuelle Dauerkarte berechtigt zum Zutritt und dem Abmontieren des eigenen Sitzes und muss vorgezeigt werden. Danach steht das Tor zum Block bis 17.00 Uhr allen Fans offen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Demontage erfolgt auf eigene Gefahr, eigene Schraubenzieher (PZ2 oder PZ3) sind mitzubringen.

Anfragen von Vereinen und anderen Organisationen können im Rahmen dieser ersten Aktion nicht berücksichtigt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt im Zuge des nächsten Abrissabschnitts ist aber eine entsprechende Aktion in Karlsruhe denkbar.

Das Abschrauben der Sitzschalen erfolgt auf eigene Gefahr.

Erzbischof Stephan Burger predigt im Gottesdienst zu Allerheiligen

Allerheiligen ist ein Fest für Menschen, für "die nie ein Selig- oder Heiligsprechungsverfahren geführt wurde, die aber auf je ihre Weise als Kinder, als Eltern, als Großeltern, als einfache oder hochgebildete Menschen, als Obdachlose, als Hilfskraft oder Facharbeiter, als Arme oder Reiche ein verantwortungsvolles und von der Liebe Gottes geprägtes Leben geführt haben". Das sagte Erzbischof Stephan Burger in seiner Predigt zu Allerheiligen am Donnerstag (01. November) im Freiburger Münster. Das Leben solcher Menschen sei "ein Leben, dass sich in dieser Welt so nicht offenbaren konnte und nicht offenbar wurde. Ein Leben, das aber jetzt vor Gott ganz offenbar ist. Es geht um jene Menschen, die jetzt Christus ähnlich sind, und die als vollendete Kinder Gottes ihn sehen, wie er ist."

An Allerheiligen, so der Erzbischof weiter, "dürfen wir unseren Blick insbesondere auf all jene richten, deren Seligkeit sich erfüllt hat, die ihre Hoffnung auf ihn gelebt haben und die nun ganz in der Anschauung Gottes stehen."

Erzbischof: Auftrag die Botschaft Christi in die Welt zu tragen

Vor zahlreichen Gottesdienstteilnehmern bekannte der Freiburger Oberhirte, dass der Mangel an Gläubigen und Priestern, diverse Skandale, der Vertrauensverlust in die Institution Kirche und der ständige Blick auf sinkende Zahlen von Gläubigen nicht von Zuversicht zeugten: "Nein, diese Bedrängnis, die eigene, herangezüchtete Depression macht nicht selig. Eher die Haltung, ihr zu widerstehen: die Hoffnung und die Verheißung, dass Christus immer noch Herr seiner Kirche ist, und dass die Kirche immer noch als das pilgernde Gottesvolk unterwegs ist und den Auftrag hat, die Botschaft Christi in die Welt zu tragen. Dass diese Kirche trotz menschlichen Versagens, trotz der zerbrechlichen menschlichen Gefäße immer noch den Schatz trägt, nämlich Christus selbst. Er ist es, der Frieden stiftet, der Gerechtigkeit den Menschen widerfahren lässt und ohne dessen erbarmende Liebe keiner heil werden und gerettet werden kann."

Die Heiligen, so der Erzbischof, geben den Blick auf Christus frei und können uns ermutigen "unseren eigenen Weg der Heiligkeit zu gehen, Christus entgegen".

Musikalisch wurde der Gottesdienst zu Allerheiligen mit der Missa in C "Orgelsolomesse" von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 259) vom Freiburger Domchor, der Domkapelle, Vokalsolisten sowie Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Freiburg gestaltet.

Sieg für VfB

Nach einem harten Stück Arbeit bleibt der VfB Friedrichshafen auch nach fünf Spielen in der noch jungen Saison ungeschlagen. Mit 3:2 (22:25, 25:21, 26:24, 22:25, 15:12) besiegten die Häfler am Mittwoch abend die Helios Grizzlys Giesen und hatten vor allem in der Annahme und im Angriff große Schwierigkeiten mit den tapfer kämpfenden Niedersachsen. Mit diesem Sieg bleibt der VfB Tabellenführer in der 1. Volleyball Bundesliga.

So hatten sich das Jakob Günthör, Philipp Collin, Daniel Malescha, Adrian Aciobanitei, Michal Petras, Jakub Janouch und Markus Steuerwald vermutlich nicht vorgestellt. Das neu formierte Team lag blitzschnell gegen die Helios Grizzlys Giesen mit 2:6 zurück. VfB-Coach Vital Heynen nahm die Auszeit, hatte vor allem mit Aciobanitei Redebedarf und der junge Rumäne setzte die Vorgaben um. Drei Punkte in Folge machte Aciobanitei (4:7, 6:7), ehe Collin mit dem Ass ausglich. Doch rund lief es weiterhin nicht für den frisch gebackenen Supercupsieger.Ob die frenetisch jubelnden 2113 Giesener Zuschauer oder das Team selbst heißer auf den Satzgewinn waren - schwer zu sagen. Wie ein Aufsteiger spielten die Grizzlys jedoch nicht. Vor allem in der Verteidigung war der Gastgeber zu diesem Zeitpunkt stärker. Und als Zuspieler Filip Palgut dann drei Mal in einem Ballwechsel den zweiten Ball übers Netz bugsierte (10:13) war Heynen außer sich. Nach und nach brachte er Bartlomiej Boladz, Athanasios Protopsaltis und David Sossenheimer. Giesen schwamm allerdings auf einer Welle. Bis zum 17:18 durch Günthör waren die Häfler zwar dran, aber Grizzly Magloire Mayaula durch die Mitte war äußerst effektiv (21:24). Hauke Wagner sicherte seinem Team schließlich den Satzgewinn (22:25).Heynen blieb bei seiner Truppe und die musste sich bis zum 5:4 durch Boladz gedulden, ehe sie zum ersten Mal in diesem Spiel in Führung ging. Ungewohnt unsicher agierte in der Folge die Häfler Abwehr und ließ den Aufsteiger erneut ziehen (7:10), ehe Philipp Collin genug hatte. Er schraubte sich zwei Mal hoch, blockte die Giesener Angriffe und holte seiner Mannschaft die Führung (13:12). Boladz baute sie aus (15:12), auch Sossenheimer kam besser ins Spiel (18:15). Mit wachsendem Häfler Druck wurde die Heimmannschaft nervöser. Ein Aufschlagfehler der Grizzlys sorgte schließlich für den Ausgleich in Sätzen (25:21).4:0 stand es dann recht schnell für die Häfler in Durchgang drei. Günthörs Block besorgte das 10:6. Der VfB schien auf Kurs, doch der Eindruck täuschte. Giesen kämpfte um jeden Ball, der VfB wirkte müde (11:10). Zwar punktete Protopsaltis (13:11) jetzt öfter, aber das Spiel blieb eng. Giesens Diagonalangreifer Michal Krisko hatte sogar noch so viel Schmalz im Arm, dass er mit vier Aufschlägen in Folge drei Punkte vorbereitete und sich zum 17:18 sogar selbst die Führung holte. Es ging hin und her. Erst blockte Günthör (21:19), dann setzte Boladz seinerseits den Ball gegen des Gegners Hände (21:21). Ein umstrittener Blockabpraller von Protopsaltis sorgte für die Häfler Satzbälle (24:22). Doch Jerome Clere foppte erst den Häfler Block und glich dann mit dem Ass zum 24:24 aus. Wieder brauchte es Philipp Collin, der Magloire Mayaula zum erlösenden 26:24 stoppte.Giesen hatte auch jetzt noch keine Lust zu resignieren. Erst Zuspieler Jakub Janouch schaffte mit einem schnellen zweiten Ball und einem folgenden Ass die erste Führung für sein Team (7:6). Der Tscheche hatte so oder so einen ereignisreichen Arbeitstag. Viel laufen musste Janouch, um seine Angreifer zu bedienen, und die hatten dann Probleme, die Zuspiele zu verwerten. Als Boladz und Sossenheimer in Folge nur den Block trafen, führte Giesen mit 15:13. Die Grizzlys spuckten sich mit zwei Fehlern beim Hinterfeldangriff noch einmal selbst in die Suppe (16:16) und Kopf an Kopf ging es in die Endphase (22:22). Nach einem Ass und zwei Blocks gegen Boladz und Protopsaltis erzwang der Underdog schließlich doch noch den Tiebreak (22:25).Wieder war es der Fuß auf der Dreimeterlinie der Giesener, der die erste VfB-Führung brachte (5:4). Dann kam Sossenheimer zwei Mal durch, brüllte sich den Frust von der Seele und sah Günthör ebenfalls punkten (6:5, 8:5). Beim 10:6 stand Krisko erneut unerlaubt im Dreimeterraum. Nur beim 12:11 aus VfB-Sicht wurde es noch einmal ungemütlich. Die Häfler behielten aber die Nerven. Jakub Janouch erlöste sein Team mit einem Block zum 15:12.
"Das war nach dem Gewinn des Supercup ein erwartet schweres Spiel", sagte Heynen nach der Partie. "Wir haben schwach begonnen und uns nach und nach frei gekämpft."



Kehler Stadtbus kann zum Fahrplanwechsel starten

In wenigen Wochen ist es soweit: Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember wird der Kehler Stadtbus seinen Betrieb aufnehmen. Damit werden sich zum einen die Busverbindungen zwischen der Kernstadt und den Ortschaften vervielfachen; zum anderen wird mit dem Bus-Rendezvous am Rathaus das Umsteigen auf andere Buslinien und auf die Tram ganz einfach. Mit der Unterzeichnung der Verträge zwischen der Stadt Kehl, der SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG und der RVS Regionalbusverkehr Südwest GmbH sind nun auch die rechtlichen Voraussetzungen für die Aufnahme des neuen Stadtbussystems geschaffen.

"Das Stadtbussystem ist ein Meilenstein in unserem Mobilitätskonzept; ein großer Schritt, nicht nur für Kehl, sondern auch für die Region", freute sich Oberbürgermeister Toni Vetrano, der die Verträge mit den Verkehrsunternehmen für die Stadt Kehl unterschrieb. Johannes Müller, Vorstandsvorsitzender der SWEG bedankte sich für den Vertragsabschluss und stellte fest: "Wir sind dankbar, dass wir mit dem Gemeinderat und den Ortschaftsräten zu diesem Ergebnis gekommen sind, das eine optimale Anbindung der Ortschaften bedeutet." Der Vertrag sei explizit so gestaltet worden, dass im gegenseitigen Einvernehmen Verbesserungen vorgenommen werden könnten, wenn sich dies nach den Erfahrungen in der Praxis als sinnvoll erweise. Mit dem neuen, umfangreichen Angebot wolle man die Fahrgäste zufriedenstellen, ergänzte Martin Mäule von der RVS: "Das Stadtbussystem kommt den Bürgerinnen und Bürgern zugute; wenn sie es nutzen, kann das Angebot auch aufrecht erhalten werden", appellierte er auch an die künftigen Passagiere.

"Bürgerkrieg" bei Demonstration frei erfunden

Zunächst schien die Aufklärung der Vergewaltigung einer Frau in Freiburg nach einer normalen strafrechtlichen Verfolgung zu verlaufen. Doch nunmehr wird der Fall nicht nur von der AFD immer mehr instrumentalisiert um sich zu profilieren mit immer neuen Details auch zur Demonstration am Montag. Wenn gar von "bürgerkriegsähnlichen" Zuständen im Zusammenhang mit der Demonstration gesprochen wird, dann ist ein Punkt erreicht, der klare Kante zeigen sollte. Wer vorsätzlich Lügen verbreitet hat es nicht verdient glaubhaft Diskussionen führen zu wollen die nur auf falschen Tatsachen beruhen. Da macht es auch Wenig Sinn wenn nun die SPD-Generalsekretärin Luisa Boos Innenminister Thomas Trobl ebenfalls noch attackiert:  "Der Innenminister hat seinen Laden nullkommanull im Griff. Maulwürfe in Ministerien oder Behörden sind ein Sicherheitsrisiko, das der Minister abstellen muss, indem er selbst für Aufklärung sorgt. Die Bevölkerung ist zurecht fassungslos", so Boos. Sie meint, damit dass immer neue Inhalte des Falles bekannt würden, die nur den Sicherheitsbehörden bekannt sein sollten und nicht einzelnen Medien.

Ob da das heute anberaumte Gespräch zwischen Oberbürgermeister Martin Horn und Innenministerium mehr Klarheit bringen wird bleibt abzuwarten. Und immer nur zusätzliche Polizeistellen zu fordern ist bei diesem komplexen Sachverhalt sicherlich zu kurz und einfach gedacht. Ohne ein vernünftiges Integrationskonzept wird das Grundproblem bleiben.

Wildparkstadion kann neu gebaut werden

Der Neubau des Wildparkstadions kann beginnen. Am heutigen Dienstag (30. Oktober) unterzeichneten die Stadt und der Karlsruher SC vor dem Notar die dazu notwendigen Vereinbarungen. Diese schaffen auch die Voraussetzungen dafür, dass der Verein ein Parkdeck bauen kann.

Nach langen Verhandlungen bis in die Nachtstunden auf den heutigen Dienstag hinein gelang es beiden Partnern, eine Lösung zu finden, die sowohl dem Beschluss des Gemeinderats vom 23. Oktober als auch dem der Mitgliederversammlung des KSC vom 22. Oktober Rechnung trägt. In einem Nachtrag zu den bestehenden Vereinbarungen sind bereits die Inhalte des zukünftigen Erbbaurechts festgelegt, mit dem die Stadt dann dem KSC das notwendige Grundstück für das Parkdeck zur Verfügung stellt. Damit hat der Verein die Möglichkeit, die Finanzierung zu klären und das Parkdeck zu errichten.

"Jetzt haben Stadt und KSC die notwendige Sicherheit", freute sich Oberbürgermeister Frank Mentrup nach der Unterzeichnung über die gemeinsam gefundene Linie und dankte gleichzeitig "allen Beteiligten für diesen Kraftakt". KSC-Präsident Ingo Wellenreuther betonte: "Es freut mich sehr, dass wir nun endlich eine Einigung erzielt haben. Ich denke, wir haben gemeinsam eine für beide Seiten gute Lösung gefunden und können nun voller Vorfreude ans Werk gehen."

Die Lösung schafft darüber hinaus die Voraussetzungen dafür, "dass wir auch den vorgesehenen Zeitplan einhalten können", hat OB Mentrup den Blick bereits auf die kommende Woche gerichtet. "Ab dem 3. November 2018, fast auf den Tag genau 25 Jahre nach 'Valencia', beginnt für den KSC eine neue Zeitrechnung", freut sich Ingo Wellenreuther im Namen des gesamten Vereins. Am angesprochenen Samstag findet im Wildparkstadion das Abschiedsspiel unter dem Motto "Danke, Wildparkstadion! 1955 - 2018" statt, ehe dann am Montag, 5. November die ersten Bagger zum Abriss der Wälle im bestehenden Stadion anrollen. Diese sogenannte Vorabmaßnahme ist gleichzeitig der Startschuss für den Neubau. Wie der am Ende aussehen soll, wird am 22. November bei einer Bürgerversammlung im Südwerk der Öffentlichkeit vorgestellt.

Positive Zwischenbilanz bei Chrysanthema

"Danke an alle Beteiligten für einen so besonderen Blumenhöhepunkt", schreibt Renate F. aus Cottbus. Dieser Dank reiht sich in zahlreiche Dankesmails an die Stadtverwaltung, die in den vergangenen Wochen mit großem Engagement die 21. Chrysanthema vorbereitet hat.Zur Mitte des Blumen- und Kulturfestivals stehen Chrysanthemen-Büsche, -Pyramiden sowie Kaskaden und japanische Sonderkulturen, wie langstielige Eintrieber oder Chrysanthemen-Bonsais in üppiger Farbenpracht. Für all jene, die bereits auf der Chrysanthema waren, locken ab Mittwoch vier neue Blütenwagen und attraktive Konzerte zu einem weiteren Besuch."Für große Begeisterung sorgen neben den begehbare Flächenbeeten, wie das Beet der Partnerstadt Dole, die Arrangements am Urteilsplatz", resümiert Richard Sottru, Leiter der Abteilung Grün und Umwelt. "Die Chrysanthemen-Bonsais sind in diesem Jahr für mich persönlich der gärtnerische Höhepunkt".Über 500 Besucher haben in der ersten Woche die Sonderausstellung "da bewegt sich was!" mit Werken angehender Grafikdesigner der Gewerblichen Schule Lahr im Stiftsschaffneikeller besucht. Mit großem Interesse wurden grafische, typografische und fotografische Umsetzungen des diesjährigen Mottos "wächst. lebt. bewegt." besichtigt.Das Organisationsteam der bundesweit einzigartigen Chrysanthema rund um Friederike Ohnemus, Martina Mundinger und Richard Sottru ist überaus zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Blumen- und Kulturfestivals.Die gezielte Bewerbung des Elsass lockte bereits in den ersten Tagen zahlreiche Besucher aus dem Nachbarland nach Lahr. Dies spürten insbesondere die Mitarbeiterinnen an dem Informations- und Verkaufsstand der Chrysanthema im Bürgerbüro. 16 Prozent der Besucher, die Waren an dem Souvenirstand erwarben, waren aus Frankreich angereist. Mit 22 Prozent liegen hier die Gäste aus der Schweiz nochmals deutlich vor den französischen Besuchern."Die Qualität der Veranstaltung und die Zufriedenheit der Besucher stehen für uns an erster Stelle", kommentiert Martina Mundinger vom Stadtmarketing die Zahlen des Events. "Es ist uns gelungen, zahlreiche Gäste der Chrysanthema auf die Landesgartenschau zu locken und verbuchen gleichermaßen viele neue Gäste insbesondere aus der Schweiz auf der diesjährigen Chrysanthema".Das große Angebot an öffentlichen Führungen wird sehr gut angenommen: Mehr als 250 Interessierte Besucherinnen und Besucher nahmen an den zehn öffentlichen Führungen der ersten neun Tage teil.Insgesamt brachten in den ersten zehn Tagen rund 290 Busse über 10 000 Besucher zur Chrysanthema. Das sind 53 Prozent der gesamten Busgruppen des Jubiläumsjahres 2017 mit insgesamt 540 Bussen. Entscheidender als die reinen Zahlen ist auch hier die Herkunft der Unternehmen: Über ein Viertel aller Busgesellschaften reisten in der ersten Woche aus der Schweiz an. Dies ist eine wichtige Kennzahl für den Einzelhandelsstandort Lahr. Rund sechs Prozent der Franzosen nutzten bislang das Angebot an Gruppenfahrten mit dem Bus zur Chrysanthema. Die meisten Elsässer kommen jedoch individuell mit dem Auto nach Lahr.Auch wenn die gebuchten Gruppenführungen insgesamt einen leichten Rückgang verbuchen, so festigen sich die privaten Führungen auf hohem Niveau: In den ersten neun Tagen buchten 360 Reisegruppen eine Führung durch die geschmückte Stadt (370 Reisegruppen im Vergleichszeitraum des Jubiläumsjahres 2017). In vier Sprachen vermitteln 30 geschulte Gästeführerinnen und Gästeführer spannendes Hintergrundwissen zur Chrysanthema und den Blumenarrangements.Wolfgang Bumann, Betriebsleiter der SWEG, geht von vergleichbaren Zahlen zum Vorjahr aus. Zu den regulären Linienbussen werden mit zusätzlichen Busleistungen Tag für Tag zahlreiche Gäste, die mit dem Baden-Württemberg-Ticket anreisen, in die Innenstadt befördert.Steffen Bernack vom Waldkindergarten Flitzebogen e.V. ist ebenfalls sehr zufrieden mit der Resonanz auf die Werkstattangebote in der Parkanlage des Rathauses. Kindergärten und Grundschulen nutzen vormittags gerne den Themenweg mitsamt Indianerdorf. "Schön ist, dass wir nachmittags auch bei schlechtem Wetter attraktive Aktionen in der Waldwerkstatt anbieten können", so Bernack. "Sobald es wieder etwas freundlicher ist, weiten wir das Outdoor-Programm mit Bogenschießen und Ritterburg aus".Bei den Chrysanthemen-Produkten liegt der neue Chrysanthemen-Fruchtaufstrich ganz vorne. Auch in diesem Jahr führen die süßen Klassiker, wie Chrysanthemen-Törtchen und Chrysanthemen-Trüffel die Nachfrage an, gefolgt von Chrysanthemen-Tees und Chrysanthemen-Seifen sowie dem Chrysanthemen-Bier Chrysantus. Aber auch hochwertige Produkte, wie die Chrysanthemen-Cigarre haben einen festen Kundenkreis gefunden.

Arbeitsmarkt im Überblick

Zum Herbstbeginn zeigt sich der Arbeitsmarkt im Bereich der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt sehr stabil. Die Arbeitslosenzahl ist im Berichtsmonat Oktober im Vergleich zum Vormonat nahezu unverändert.

"Unser regionaler Arbeitsmarkt ist nach wie vor in einer stabilen Verfassung. Dennoch merken wir immer stärker, dass vor allem Menschen im Helferbereich von wirtschaftlichen Entwicklungen abhängig sind. Geringqualifizierte sind dadurch eher von Arbeitslosigkeit bedroht als Fachkräfte", analysiert Ingo Zenkner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt und ermutigt: "Mit der Digitalisierung der Arbeitswelt werden die Unternehmen in den nächsten Jahren vor allem Fachkräfte benötigen. Umso wichtiger ist es schon heute, sich zu qualifizieren und sich zur Fachkraft weiterzubilden. Die Agentur für Arbeit setzt mit einem großen Spektrum an Qualifizierungsmaßnahmen, wo immer möglich, auf die Förderung von Abschlüssen, um Menschen vor 'Rein-Raus-Effekten' zu bewahren."

In Anbetracht des demographischen Wandels ist die Zahl der Älteren auf dem Arbeitsmarkt, aber auch unter den Arbeitslosen, in den letzten Jahren überproportional angestiegen. So ist schon heute jeder dritte Arbeitslose im Bereich der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt über 50 Jahre. Zwar hat sich deren Zahl innerhalb von einem Jahr um knapp sieben Prozent verringert, dennoch wird die oftmals langjährige Expertise dieses Potentials von den Unternehmen noch nicht ausreichend genutzt.

"Gerade in Anbetracht des branchenspezifischen Fachkräftemangels können wir es uns nicht leisten, auf so viel jahrzehntelang gewachsene fachliche Erfahrung zu verzichten", wirbt Ingo Zenkner dafür, Arbeitslosen über 50 Jahren eine Chance zu geben.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Gesamtbezirk

Im Oktober waren 18.566 Menschen ohne Arbeit, 19 weniger als im Vormonat und 630 weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 3,2 Prozent und damit 0,2 Prozent unter dem Wert vom Vorjahr.

Während im Laufe des Monats 6.733 Menschen aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden konnten, mussten sich gleichzeitig 6.733 Frauen und Männer neu arbeitslos melden.

Dem Arbeitgeberservice wurden im Oktober 2.296 offene Stellen durch die Unternehmen in der Region gemeldet. Das Gesamtangebot im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt liegt aktuell bei 9.697 Stellen.

Bereich Pforzheim

Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt im Nordschwarzwald setzt sich weiter fort. Unbeeindruckt von einer ungewissen Entwicklung der Weltwirtschaft gab es eine kräftige Herbstbelebung. Die Arbeitslosigkeit ist von September auf Oktober um 400 oder 3,8 Prozent auf 10142 zurückgegangen und hat den niedrigsten Stand des Jahres erreicht. Noch deutlicher war der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr: Im Oktober 2017 waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim 1096 oder 9,8 Prozent mehr Menschen ohne Job.

Die Arbeitslosenquote - bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen - ging innerhalb der letzten vier Wochen um 0,1 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent zurück. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,4 Prozent.

"Der sogenannte Mismatch, sprich die Diskrepanz zwischen Anforderungen von offenen Stellen und Qualifikationsprofilen der arbeitsuchenden Menschen stellt für Agentur für Arbeit und Jobcenter eine zunehmende Herausforderung dar. Mit maßgeschneiderten Beratungs- und Qualifizierungsangeboten ist es uns dennoch gelungen, die Qualifikationsprofile der Arbeitslosen und die Anforderungen der Arbeitgeber einander anzunähern und so die Arbeitslosigkeit kontinuierlich zu reduzieren", so Martina Lehmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim.

An den Stellenmeldungen zeigt sich, dass der Arbeitsmarkt aufnahmefähig ist. Dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim wurden im Oktober insgesamt 1472 zu besetzende Arbeitsstellen gemeldet. Das waren 104 oder 7,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Arbeitslose

Betrachtet man die Bewegungen am Arbeitsmarkt, so gab es im Oktober 3180 Zugänge in und 3572 Abgänge aus Arbeitslosigkeit. Neben dieser erheblichen Dynamik gibt es am hiesigen Arbeitsmarkt aber auch verfestigte Arbeitslosigkeit: Im Oktober waren mit 2749 Männer und Frauen mehr als ein Viertel aller Arbeitslosen im Agenturbezirk seit mindestens einem Jahr arbeitslos.

Den stärksten Rückgang gegenüber dem Vorjahr gab es bei den Jugendlichen unter 25 Jahren und zwar von 1054 im September auf aktuell 904 (-149 oder 14,1 Prozent).

Auch bei den Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, war gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang zu verzeichnen. Mit 3712 waren in dieser Altersgruppe 206 Menschen (minus 5,3 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet als im Oktober 2017.

Entwicklung nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld I) waren im Oktober 4849 Männer und Frauen arbeitslos, 178 oder 3,5 Prozent weniger als im Vormonat und 213 oder 4,2 Prozent weniger als im Oktober 2017.

Im Bereich der steuerfinanzierten Grundsicherung (Arbeitslosengeld II - Hartz IV) gab es 5293 Arbeitslose, 222 oder 4,0 Prozent weniger als im September und 883 oder 14,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Regionale Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellenbezirken

Unter den sieben Geschäftsstellen der Arbeitsagentur Nagold-Pforzheim hat Mühlacker mit 2,3 Prozent den besten Wert. Es folgen Calw, Freudenstadt und Horb mit jeweils 2,5 Prozent, Nagold mit 2,7 Prozent, Bad Wildbad mit 3,3 Prozent und Pforzheim mit 3,6 Prozent.

Entwicklung in den Landkreisen und der Stadt Pforzheim

Die unterschiedlichen Strukturen innerhalb des Agenturbezirkes haben auch im Oktober zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 2,2 Prozent im Enzkreis und 5,3 Prozent im Stadtkreis Pforzheim.

Landkreis Calw

Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 2,7 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,1 Prozent. Insgesamt waren 2449 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, davon 1284 (52,4 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1165 (47,6 Prozent) in der Grundsicherung. Im Oktober wurden 446 Stellenangebote gemeldet. Das waren 113 oder 33,9 Prozent mehr als im Vormonat und 49 oder 12,3 Prozent mehr als im Oktober 2017. Derzeit sind 1327 offene Stellenangebote im Bestand, 116 oder 9,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Enzkreis

Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 2,2 Prozent zurück. Vor einem Jahr lag sie bei 2,4 Prozent. Hinter Biberach (1,9 Prozent), dem Alb-Donau-Kreis (2,0 Prozent) und Rottweil (2,1 Prozent) belegt der Enzkreis damit, gemeinsam mit dem Hohenlohe- und dem Bodenseekreis, Platz vier in Baden-Württemberg. Insgesamt waren 2397 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, davon 1367 (57,0 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1030 (43,0 Prozent) in der Grundsicherung. Im Oktober wurden 322 Stellenangebote gemeldet. Das waren 16 oder 4,7 Prozent weniger als im Vormonat und 16 oder 4,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Aktuell sind 1269 offene Stellenangebote im Bestand, 41 oder 3,1 Prozent weniger als im Oktober 2017.

Landkreis Freudenstadt

Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 2,5 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im September. Vor einem Jahr lag sie noch bei 2,8 Prozent. Insgesamt waren 1748 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 844 (48,3 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 904 (51,7 Prozent) in der Grundsicherung. Im Oktober wurden 370 Stellenangebote gemeldet. Das waren 59 oder 13,8 Prozent weniger als im Vormonat aber 26 oder 7,6 Prozent mehr als im Oktober 2017. Aktuell sind 1538 offene Stellenangebote im Bestand, 263 oder 20,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Bereich Lörrach/Waldshut

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist um 191 auf 6502 gesunken. Im Vergleich zum Vormonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 2,9 Prozent und unterschritt die Vorjahreswerte um 0,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr waren 17 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent zurück und ist damit weiterhin niedriger als die des Landes Baden-Württemberg mit 3,0 Prozent.

Leider profitierten nicht alle Personengruppen von dem Rückgang der Arbeitslosigkeit. "Zwar nehmen immer mehr Ältere am Erwerbsleben teil, in den letzten 5 Jahren steigerte sich die Zahl der älteren sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk um fast ein Drittel auf über 25 000," so Andreas Finke, Leiter der Lörracher Arbeitsagentur. "Dennoch sind wieder mehr Menschen ab 55 Jahre arbeitslos gemeldet. Das ist schade, denn nicht nur die berufliche, sondern auch die Lebenserfahrung macht diesen Personenkreis zu wertvollen Mitarbeitenden für jedes Unternehmen," erklärt Finke.

Im Oktober waren noch 1479 Menschen über 55 Jahre arbeitslos - davon sind 60 Prozent gut ausgebildete Fachkräfte. 

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Lörrach beträgt 2,9 Prozent.

Im Landkreis Lörrach liegt der Anteil der Arbeitslosen an den Erwerbspersonen bei 3,1 Prozent. Im Landkreis Waldshut liegt dieser bei 2,7 Prozent.

Arbeitslosigkeit allgemein

Im Berichtsmonat wurden bei der Agentur für Arbeit Lörrach, dem Jobcenter Landkreis Lörrach und dem Jobcenter Landkreis Waldshut 6502 Arbeitslose gezählt. Dies sind 191 Personen weniger als im Vormonat und 17 (minus 0,3 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

Im Kreis Lörrach waren am Monatsende 3978 (minus 53 zum Vormonat) und im Kreis Waldshut 2524 (minus 138 zum Vormonat) Arbeitslose gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm die Arbeitslosigkeit im Landkreis Lörrach um 90 gemeldete Personen zu und im Landkreis Waldshut um 107 arbeitslos gemeldete Personen ab.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Die Arbeitslosigkeit kann nach der Art des Leistungsanspruches bzw. nach der zuständigen Stelle unterschieden werden. Für 1832 Arbeitslose im Bereich des Sozialgesetzbuchs II ist im Landkreis Lörrach das Jobcenter Lörrach zuständig; im Landkreis Waldshut wird dieser Personenkreis (1265) durch das Jobcenter Landkreis Waldshut betreut. 3405 Arbeitslose, welche in der Regel Arbeitslosengeld I erhalten (Rechtskreis Sozialgesetzbuch III), werden durch die Agentur für Arbeit in den Landkreisen Lörrach und Waldshut betreut.

Dynamik auf dem Arbeitsmarkt

Im Oktober meldeten sich 1883 Personen neu oder erneut arbeitslos. Gleichzeitig beendeten 2091 Personen ihre Arbeitslosigkeit.

Kräftenachfrage

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Lörrach waren im Oktober 3879 Stellenangebote registriert. Im Berichtsmonat wurden 814 neue Stellen gemeldet.

Bereich Konstanz

Die Zahl der Arbeitslosen in der Region Bodensee-Oberschwaben ist im abgelaufenen Monat erneut deutlich gesunken. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg waren 11.025 Frauen und Männer ohne Beschäftigung gemeldet, 581 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 1.129 Menschen zurückgegangen. Der Bestand an unbesetzten Arbeitsstellen ist unvermindert hoch. "Der Herbst hat nochmals für eine deutliche Belebung am Arbeitsmarkt gesorgt. Die gute Witterung hat sich vor allem in Gastronomie-, Bau- und Außenberufen positiv ausgewirkt", bilanziert Jutta Driesch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg. "Der Fachkräftebedarf ist nach wie vor ungebrochen. Über 8.000 offene Arbeitsstellen machen dies deutlich. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist hoch. In nahezu allen Brachen werden Arbeitskräfte gesucht. Der Anstieg der Beschäftigung liegt über den Vorjahreswert und auch leicht über dem Landesdurchschnitt", so die Agenturchefin weiter.Die Arbeitslosenquote lag im Oktober bei 2,5 Prozent (minus 0,1 Prozentpunkte). Die Quote in Baden-Württemberg betrug 3,0 Prozent. Der Bodenseekreis nimmt mit einer Quote von 2,2 Prozent eine Spitzenposition im Ländle ein.11.025 arbeitslos gemeldete Menschen ist der niedrigste Oktober-Wert seit 20 Jahren. 

Entwicklung der Arbeitslosenzahlen Im Agenturbezirk Konstanz-Ravensburg waren im Oktober 11.025 Menschen ohne Arbeit, 5.044 Frauen und 5.981 Männer. Gegenüber dem Vormonat waren 581 Menschen weniger arbeitslos gemeldet (minus 5,0 Prozent). Nach Rechtskreisen gegliedert gehörten 5.401 Menschen zum Rechtskreis SGB III (Arbeitslosenversicherung) und 5.624 Menschen zum Rechtskreis SGB II (Grundsicherung).Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit haben alle Personengruppen profitiert. Am deutlichsten war dies bei den Unter-25jährigen (minus 233 / minus 17,1 Prozent) und Ausländern (minus 211 / minus 5,9 Prozent) zu beobachten.Geflüchtete Menschen und Asylbewerber Im Oktober waren insgesamt 3.337 Ausländer arbeitslos gemeldet.289 (minus 11 zum August)* davon stammen aus den Balkan-Ländern Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und Serbien. 85 (minus 10 zum August)* arbeitslose Menschen sind aus der Russischen Föderation und der Ukraine. Die Staaten Afghanistan, Eritrea, Irak, Islamische Republik Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Arabische Republik Syrien sind statistisch in der Gruppe "Nicht-Europa" zusammengefasst. Diese Gruppe umfasst 1.260 (minus 164 zum August)* arbeitslose Frauen und Männer. *Hinweis: Im September sind keine Daten erhoben worden. Die Veränderung der absoluten Zahlen bezieht sich auf August.Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage Unternehmen und Verwaltungen informierten die Arbeitsagentur im Oktober über 2.384 neue, offene Stellen. Im gesamten Agenturbereich waren insgesamt 8.834 Stellen unbesetzt.Die größte Zahl an offenen Stellen nach Berufsfeldern Produktion, Fertigung, Rohstoffgewinnung: 3.813 Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit: 1.267 Handel, Vertrieb, Tourismus, Kaufm. Dienstleistungen: 1.136 Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung: 1.023 Bau, Architektur, Gebäudetechnik: 668

Nach Landkreisen betrachtet ergibt sich folgendes BildBodenseekreis 2.651 Arbeitslose (1.372 Frauen, 1.279 Männer), minus 108 zum Vormonat Arbeitslosenquote im Oktober: 2,2 Prozent davon SGB II: 1.289 Menschen, minus 57 zum VormonatLandkreis Konstanz 4.630 Arbeitslose (2.110 Frauen, 2.520 Männer), minus 222 zum Vormonat Arbeitslosenquote im Oktober: 2,9 Prozent davon SGB II: 2.406 Menschen, minus 195 zum VormonatLandkreis Ravensburg 3.744 Arbeitslose (1.655 Frauen, 2.089 Männer), minus 251 zum Vormonat Arbeitslosenquote im Oktober: 2,3 Prozent davon SGB II: 1.929 Menschen, minus 148 zum VormonatDie Zahlen zeigen, dass der Arbeitsmarkt weiterhin in Bewegung ist. Im Oktober meldeten sich 3.699 Menschen (neu oder erneut) arbeitslos. 4.270 Frauen und Männer meldeten sich aus der Arbeitslosigkeit ab. 

Bereich Freiburg/Emmendingen/Breisgau-Hochschwarzwald

"Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter sehr stabil. Wir registrieren weniger Arbeitslose und mehr offene Stellen. Das sind erst Mal gute Nachrichten, über die ich mich freue", sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiburg, Christian Ramm. Dennoch sei der Arbeitsmarkt alles andere als ein Selbstläufer. Obwohl die Betriebe offene Stelle auf Rekordniveau melden, geht der Abbau der Arbeitslosigkeit langsamer voran als noch im ersten Halbjahr. "Die Lücken zwischen den Anforderungen der offenen Stellen und der Qualifikation Arbeitssuchender wachsen mit jedem weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit. Entsprechend braucht es mehr Zeit, sie zu schließen", sagt Ramm. Auch wenn die Stimmung zur wirtschaftlichen Lage derzeit eingetrübt scheint, sieht Ramm aktuell keine Risiken, die von der Konjunktur ausgehen. In den Unternehmen wiege vor allem die Sorge um Fachkräfteengpässe. "Da wird es sich jeder zweimal überlegen, qualifizierte Mitarbeiter nur wegen der Stimmungslage voreilig freizusetzen", sagt Ramm.

Dynamik am Arbeitsmarkt

Im Oktober meldeten sich 3.644 Personen neu oder erneut arbeitslos. Im gleichen Zeitraum beendeten 4.030 Menschen ihre Arbeitslosigkeit. Per Saldo gab es 395 Arbeitslose weniger als im September.

Personengruppen

Bei allen Zielgruppen gibt es weniger Arbeitslose als vor einem Jahr. Nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 5.558 Arbeitslose (Anteil 45,6 Prozent); SGB II Grundsicherung für Arbeitssuchende: 6.627 Arbeitslose (Anteil 54,4 Prozent).

Arbeitskräftenachfrage

Der Arbeitgeber-Service akquirierte im Berichtsmonat 1.531 ungeförderte offene Stellen. Das entspricht gegenüber dem Vorjahresmonat einem Zuwachs von 207 oder 15,6 Prozent. Den größten Bedarf nach Branchen meldeten: Unternehmensnahe Dienstleistungen (280 Stellen), darunter Zeitarbeit (219), Handel (273), freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (270), Gesundheits- und Sozialwesen (203), Verarbeitendes Gewerbe (137). Ende Oktober lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 6.006 Aufträge zur Stellenbesetzung vor und damit so viele wie noch nie.

Entwicklung nach Regionen

Saisonbedingt ist die Arbeitslosigkeit in allen Regionen des Agenturbezirks gesunken.

Nach Kreisen ergibt sich folgendes Bild: Freiburg Stadt: 5.963 Arbeitslose (-111), 4,9 Prozent (unverändert), Breisgau-Hochschwarzwald: 3.934 Arbeitslose (-105), 2,7 Prozent (unverändert) und Landkreis Emmendingen: 2.288 Arbeitslose (-179), 2,4 Prozent (-0,2).

Nach Geschäftsstellenbezirken: Raum Emmendingen: 1.737 Arbeitslose (-123), 2,4 Prozent (-0,2), Elztal: 551 Arbeitslose (-56), 2,3 Prozent (-0,3); Markgräflerland: 817 Arbeitslose (-25), 2,8 Prozent (-0,1), Hochschwarzwald: 587 Arbeitslose (-9), 2,5 Prozent (-0,1); Freiburg Stadt mit Umland: 8.493 Arbeitslose (-395), 3,9 Prozent (-0,1).

Bereich Schwarzwald-Baar-Heuberg

Der Arbeitsmarkt in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg hat sich im Oktober erneutpositiv entwickelt. "Die anhaltend stabile Konjunktur sowie die jahreszeitlich übliche Belebung der Nachfrage ließen die Arbeitslosigkeit in der Region im Oktober nochmals sinken", beschreibt Erika Faust, Chefin der Agentur für Arbeit Rottweil -Villingen-Schwenningen die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung.

Insgesamt verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen in den letzten vier Wochen um
355 oder 5,1 Prozent auf 6.595. Die Arbeitslosenquote ging noch einmal um ein
Zehntel auf 2,4 Prozent zurück. Vor einem Jahr gab es im Oktober 665 Arbeitslose
mehr und die Quote lag bei 2,6 Prozent. Zum Vergleich: In Baden-Württemberg nahm die
Quote aktuell um ein Zehntel auf 3,1 Prozent im Oktober ab.
Im Laufe des Berichtsmonats mussten sich 2.370 Menschen arbeitslos melden, knapp 60
mehr als im September. 1.050 kamen unmittelbar aus einer Erwerbstätigkeit und 590 im
Anschluss an eine berufliche oder schulische Ausbildung zur Agentur für Arbeit.
Für 2.740 Personen, 115 weniger als im Vormonat, ging die Zeit der Arbeits-losigkeit
zu Ende. 805 Arbeitskräfte fanden einen Job, in der Regel mit Unterstützung durch
die Vermittlungsfachkräfte der Agentur für Arbeit und der Jobcenter. 840 Männer und
Frauen begannen darüber hinaus eine betriebliche oder schulische Aus- oder
Weiterbildung.
Die regionalen Betriebe meldeten den Arbeitgeber-Services in Rottweil, Tuttlingen
und Villingen-Schwenningen im Oktober fast 1.580 freie Arbeitsplätze, 250 mehr als
im September. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres gingen 155 Stellenangebote
weniger ein. Der Bestand an freien Stellen sank gegenüber dem Vormonat um 130 auf
genau 7.000.
Im Landkreis Tuttlingen wurden im Oktober 1.865 Arbeitslose gezählt, 75 weniger als
im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank dort gegenüber September um ein Zehntel auf
2,3 Prozent. Etwas ausgeprägter war der Rückgang im Kreis Rottweil. Dort sank die
Zahl der Arbeitslosen um gut 110 auf 1.640. Dadurch nahm die Quote um ein Zehntel
auf jetzt 2,1 Prozent ab. Im Schwarzwald-Baar-Kreis gab es mit minus 170 auf knapp
3.090 ebenfalls eine deutliche Abnahme bei der Arbeitslosenzahl. Die Quote sank dort
ebenfalls um ein Zehntel auf 2,6 Prozent.
Genau 3.300 Arbeitslose zählten im Oktober im Bezirk der Agentur für Arbeit Rottweil
- Villingen-Schwenningen zum Personenkreis der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten,
deren Betreuung durch das Zweite Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) geregelt ist. Ihre
Zahl hat gegenüber September um 195 abgenommen. Bei den SGB III-Arbeitslosen - die
in der Regel Arbeitslosengeld als Versicherungsleistung erhalten oder arbeitslos
ohne Leistungsbezug gemeldet sind - wurde gegenüber September ein Minus von 160 auf
3.295 registriert. 

Sturm bremst Renchtalbahn aus

Die aktuell herrschenden Sturmböen haben im
Verlauf des heutigen Mittags mehrere Bäume entlang der Renchtalbahn,
Höhe Moosstraße, umstürzen lassen und den dortigen Schienenverkehr so
vorerst lahmgelegt. Ein Triebwagen hat hierbei nach ersten
Erkenntnissen kurz nach 12 Uhr eine Esche gestreift und wurde so im
äußeren Bereich beschädigt. Über die Höhe des Schadens liegen derzeit
noch keine Erkenntnisse vor. Das Gehölz wird derzeit von
alarmierten Kräften der Feuerwehr Oppenau geräumt. Verletzt wurde
niemand.

Zivilcourage Workshop

Polizei, Volkshochschule Lahr und Stadtverwaltung Lahr laden gemeinsam zu einem Zivilcourage Workshop am Samstag, 10. November, von 9.30 bis 15.30 Uhr, im Haus zum "Pflug" ein. Der Workshop ist Teil der Veranstaltungsreihe "Sicherheit im Quadrat". Die Teilnahme ist kostenfrei, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich. Was ist Zivilcourage? Wie verhalte ich mich im Ernstfall richtig ohne mich oder andere zu gefährden und dennoch zu helfen? Die wenigsten Menschen geraten mehrfach in Gewaltsituationen, daher fehlt die Erfahrung für richtiges Verhalten. Dennoch kann es passieren, dass man in der Öffentlichkeit oder gar bei einer privaten Feier mit Gewalt konfrontiert wird. In diesem Zivilcourage-Workshop werden Interessierten Möglichkeiten aufgezeigt, sich richtig zu verhalten. Der Tag soll das Sicherheitsgefühl stärken und die eigenen Stärken und Schwächen aufzeigen. Weiterhin werden einfache Befreiungsgriffe, die jeder im Alltag umsetzen kann, gelehrt.Was Interessierte erwartet: Ein engagiertes Team, Reflektion eigener Erfahrungen, praktische Übungen und das gute Gefühl, etwas bewirken zu können. Der Referent Tilo Meißner arbeitet beim Referat Prävention im Polizeipräsidium Offenburg. Die Referentin Katrin Kupferschmidt ist ehemalige Polizeibeamtin und Präventionstrainerin. Sie bietet seit einigen Jahren unter anderem Deeskalations- und Selbstbehauptungsseminare an. 

Die Reihe "Sicherheit im Quadrat" ist eine Kooperation des Polizeipräsidiums Offenburg - Referat Prävention, des Polizeireviers Lahr, der Volkshochschule Lahr und der Stadtverwaltung Lahr. 

Weitere Informationen und Anmeldung bei der Volkshochschule Lahr,
Tel.: 07821 / 918-0, E-Mail: vhslahr@lahr.de oder im Internet unter www.vhs.lahr.de.

Workshop für den professionelleren Auftritt im Berufsleben

Am Mittwoch, 7. November, veranstaltet die Kontaktstelle Frau und Beruf Schwarzwald-Baar-Heuberg einen kostenfreien Workshop für den professionelleren Auftritt im Berufsleben. Themen sind zum Beispiel der Small-Talk mit Kollegen oder auf Netzwerkveranstaltungen, Vorstellungsgespräche oder das Gespräch mit dem Vorgesetzten. Auch die Rolle der Körpersprache wird thematisiert. "Wir möchten die Teilnehmerinnen für diese Situationen stärken, Ihnen Strategien für ein souveränes Auftreten im beruflichen Kontext vorstellen", erklärt Miriam Kammerer, Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf, die Idee hinter dem halbtägigen Workshop.
Business Trainerin Sibylle Friedrich wird den Workshop leiten. Er richtet sich an alle Frauen, die beruflich einsteigen, wieder einsteigen, um- oder aufsteigen wollen.
Der Workshop findet von 9 bis 12 Uhr in der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg in VS-Villingen, Romäusring 4 statt. Der Workshop ist kostenfrei. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, Anmeldungen werden nach dem Eingang berücksichtigt. Interessierte können sich unter info@frauundberuf-sbh.de oder über ein Anmeldeformular unter www.ihk-sbh.de/fub anmelden.

Gründungsförderung überzeugt

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat bekanntgegeben, welche Kommunen und interkommunalen Projekte im bundesweit einmaligen Landeswettbewerb "Start-up BW local" mit ihren Konzepten zur Gründungsförderung überzeugen konnten und nun als "Gründungsfreundliche Kommune" ausgezeichnet werden. "Ich freue mich über den Erfolg. Die Konzeption des Konstanzer Innovationsareals hat die Jury überzeugt und unsere städtische Kooperation mit dem Grundstückseigentümer i+R aus Vorarlberg erfährt dadurch eine besondere Anerkennung," berichtet Friedhelm Schaal, Leiter der Konstanzer Wirtschaftsförderung.

Die Kommunen leisten als wichtige Anlaufstelle für Gründungswillige einen enorm wichtigen Beitrag zur weiteren Beschleunigung der Gründungsdynamik im gesamten Land. Der Wettbewerb habe sein Ziel erreicht, flächendeckend Kommunen zum Thema Gründung und Unternehmertum zu sensibilisieren, so die Wirtschaftsministerin. Dabei sei eine bemerkenswerte Bandbreite an Aktivitäten in den vorgestellten Konzepten deutlich geworden.

Gesamtsieger wird auf "Start-up BW Summit 2019" ermittelt

Die Auszeichnung ist ein erster Schritt und es geht weiter: Neben Reutlingen und Rottenburg ist auch die Stadt Konstanz im Finale des Wettbewerbs. Die Kommunen und interkommunalen Projekte, deren Konzepte die stärkste Dynamik in einem weiteren Ausbau von Gründungsvorhaben erwarten lassen, präsentieren ihre Konzepte erneut beim "Start-up BW Summit 2019" am 1. Februar 2019 auf der Landesmesse Stuttgart. Dort werden die siegreichen Wettbewerbsbeiträge dann unter Einbeziehung des Publikums ermittelt. Den Gesamtsiegern in den drei Kategorien "Gemeinde", "Stadt" und "Landkreis / interkommunales Projekt" wird eine zweijährige Projektförderung für die Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen in einem Gesamtvolumen von jeweils bis zu 100.000 Euro in Aussicht gestellt.

Nach der laufenden ersten Runde in 2018/2019 soll der Wettbewerb - der vom Wirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden Landkreistag Baden-Württemberg, Städtetag Baden-Württemberg, Gemeindetag Baden-Württemberg sowie dem baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertag BWIHK und dem baden-württembergischen Handwerkstag BWHT durchgeführt wird - im Jahr 2020 in die nächste Runde starten.

Namenswettbewerb

Einen offenen Namenswettbewerb lobt die Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG für das "Wachstums- und Festigungszentrum" auf dem Alten Schlachthof aus. Bis zum 30. November sind alle Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, Vorschläge für den Neubau auf dem Kreativareal per E-Mail an kfg@karlsruhe.de einzureichen.

Das neue Gebäude auf dem Gelände bildet einen Anschluss an das Existenzgründerzentrum "Perfekt Futur". Firmen, die der Gründungsphase erfolgreich entwachsen und für die Container zu groß geworden sind, haben hier in einem kreativen Umfeld die Möglichkeit, ihre Potenziale weiterzuentwickeln. Gesucht wird ein Name, der nicht nur die vielseitige Nutzung des Gebäudes widerspiegelt, sondern auch einen Bezug zum Alten Schlachthof als Wirkungsstätte der Kultur- und Kreativwirtschaft in Karlsruhe herstellt. Ein Exposé zum Gebäude sowie weitere Informationen zur Teilnahme am Namenswettbewerb gibt es unter www.alterschlachthof-karlsruhe.de.

Friedlicher Protest in der Innenstadt

Nach der Vergewaltigung einer Frau in Freiburg (die Redaktion hat berichtet) gab es heute, Montag,  zahlreiche Proteskundgebungen. Die AFD hatte dafür geworben, Protest gegen die Asylpolitik zu üben und schnellere Abschiebungen zu fordern. Um diesen Aufmarsch zu verhindern stellten sich rund 2000 Bürger in den Weg und konnten aber eine Kundgebung auf dem Rathausplatz nicht verhindern. Den Abschmarsch der AFD Teilnehmer musste die Polizei dann jedoch mit Polizeireitern sichern. Insgesamt aber bislang ein friedlicher Abend in der Innenstadt. 

Stand 23 Uhr:

Drei Polizeibeamte erlitten nach derzeitigem Stand ohne Einwirkung
Dritter leichte Verletzungen.
Nach jetzigem Kenntnisstand wurde die Identität von vier Personen
wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und
anderer Straftaten festgestellt. Zwei Personen machten bislang
Verletzungen aufgrund polizeilicher Maßnahmen geltend.

Die Gewinner des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" erhalten Auszeichnungen

"Der ländliche Raum ist eine ökologische und ökonomische Kraftquelle unseres Landes. Auf dem Land sind viele mittelständische Weltmarktführer zuhause. Gesellschaftliche Veränderungen, technische Entwicklungen und wirtschaftliche Herausforderungen machen aber auch vor dem Ländlichen Raum nicht Halt. Ländliche Regionen bleiben dann attraktiv, wenn die Menschen dort gerne leben und arbeiten. Sie stehen für eine hohe Lebensqualität für Jung und Alt und sind die Heimat des Ehrenamtes und des Miteinanders. Das drückt sich in einer aktiven 'Mitmachgesellschaft' aus, wie beim Wettbewerb 'Unser Dorf hat Zukunft' deutlich wird", sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich der Übergabe der Preise an die Gewinnerinnen und Gewinner des Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" in Ludwigsburg.

"Was in den Dörfern geschieht, ist bewundernswert. Die Bürgerinnen und Bürger überlegen zusammen mit der Verwaltung, welche Potenziale ihr Dorf hat und wie sie diese nutzen können. Verstärkt wird auch dem Wunsch nach regionalen, biologisch wertvollen Lebensmitteln nachgekommen. Sie setzen auf Selbstvermarktung der regionalen Produkte und unterstützen dies unter anderem sogar durch die Planung einer eigenen Markthalle. Hofläden, handwerkliche Betriebe, Gastronomie und touristische Angebote machen deutlich, dass sich gerade kleine Dorfgemeinschaften stark machen, um einen Beitrag zur Schaffung neuer Arbeitsplätze zu leisten. Die Teilnahme am Wettbewerb 'Unser Dorf hat Zukunft' ist vielfach die Initialzündung zu solchen Prozessen. Daher kann man mit Fug und Recht von einem Zukunfts- oder Nachhaltigkeitswettbewerb sprechen", betonte der Minister.

"Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger geht Hand in Hand mit den Strukturentwicklungsmaßnahmen des Landes. Mit unseren Förderprogrammen, wie beispielsweise dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR), dem EU-Regionalentwicklungsprogramm LEADER oder dem Programm 'Spitze auf dem Land' betreiben wir eine moderne und aktive Strukturpolitik. Den Gemeinden wird damit die Möglichkeit geboten, Strukturentwicklung aus einem Guss zu betreiben, mit dem übergeordneten Ziel, gute Rahmenbedingungen für Arbeitsplätze zu schaffen und diese zu sichern, Infrastrukturen anzupassen und aufzuwerten und Lebensqualitäten zu verbessern", so Minister Hauk.

Gewinner 26. Landeswettbewerb

Goldmedaillen für herausragendes Engagement bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen dörflichen Heimat erhalten:

  • Dächingen, Stadt Ehingen a. D. (Alb-Donau-Kreis)
  • Langenbrand, Gemeinde Forbach (Landkreis Rastatt)
  • Oberginsbach, Stadt Krautheim (Hohenlohekreis)
  • Ulm, Stadt Renchen (Ortenaukreis)

Ulm, Stadt Renchen (Ortenaukreis), hat sich für den Bundesentscheid qualifiziert.

Silbermedaillen für außergewöhnliches Engagement bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen dörflichen Heimat erhalten:

  • Bechtoldsweiler, Stadt Hechingen (Zollernalbkreis)
  • Dürnau (Landkreis Göppingen)
  • Fröhnd (Landkreis Lörrach)
  • Möggingen, Stadt Radolfzell (Landkreis Konstanz)
  • Sulzbach, Stadt Gaggenau (Landkreis Rastatt)

Bronzemedaillen für besonderes Engagement bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen dörflichen Heimat werden an die nachfolgenden Orte auf Grund der Bezirksentscheide verliehen:

  • Eckenweiler, Stadt Rottenburg (Landkreis Tübingen)
  • Hinterzarten (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald)
  • Laibach, Gemeinde Dörzbach (Hohenlohekreis)
  • Oberprechtal, Gemeinde Elzach (Landkreis Emmendingen)
  • Weitingen, Gemeinde Eutingen (Landkreis Freudenstadt)

Sonderpreise für herausragende Einzelleistungen erhalten:

  • Bargen, Gemeinde Helmstadt (Rhein-Neckar-Kreis)
  • Bochingen, Stadt Oberndorf (Landkreis Rottweil)
  • Feldberg, Stadt Müllheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald)
  • Holzhausen, Gemeinde March (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald)
  • Mehrstetten (Landkreis Reutlingen)
  • Nassachtal/Diegelsberg, Gemeinde Uhingen (Landkreis Göppingen)
  • Oberbalbach, Stadt Lauda-Königshofen (Main-Tauber-Kreis)
  • Reicheneck, Stadt Reutlingen (Landkreis Reutlingen)
  • Schutterzell, Gemeinde Neuried (Ortenaukreis)
  • Selbach, Stadt Gaggenau (Landkreis Rastatt)
  • Stetten, Stadt Hechingen (Zollernalbkreis)
  • Thalheim, Gemeinde Leibertingen (Landkreis Sigmaringen)
  • Weilerstoffel, Gemeinde Waldstetten (Ostalbkreis)
  • Weitenung, Stadt Bühl (Landkreis Rastatt)

Beste junge Radfahrer

Von rund 3.500 Teilnehmern der ADAC Jugendfahrradturniere in ganz Nordbaden hatten sich 135 Kinder und Jugendliche für das Finale am gestrigen Sonntag in der Pestalozzi-Halle Graben-Neudorf qualifiziert. Die begeisterten Fahrradfahrer im Alter von 8 bis 15 Jahren ermittelten ihre Champions in drei Altersklassen sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungs. Insgesamt war das fahrerische Können auf zwei Rädern bei den Jungs höher als bei den Mädchen. Alle männlichen Teilnehmer, die einen der drei begehrten Podestplätze eroberten, bewältigten den 200 Meter langen Parcours mit acht Aufgaben für verkehrssicheres Radfahren ohne einen einzigen Fehler. Dagegen nahm die Fehlerquote bei den Mädchen in zwei Altersklassen deutlich früher zu.

Siegerin bei den acht- bis neunjährigen Mädchen wurde Lily Maier vom ADAC Ortsclub AMC Reilingen. Bei den gleichaltrigen Jungs nutzte Silas Reinhard vom ausrichtenden Ortsclub MSC Graben-Neudorf e.V. im ADAC den Heimvorteil und wurde Bester seines Jahrgangs. In der Altersklasse der zehn- bis elfjährigen Mädchen stand Franziska Lang vom AMC Reilingen, ganz oben auf dem Podest, dasselbe gelang Matteo Söhner von der Verkehrswacht Kraichgau bei den Jungs dieser Altersklasse. Die Sieger der Altersklasse III, also der Zwölf- bis Fünfzehnjährigen, waren sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungs die Tagesschnellsten. Stefanie Maier vom Sternfahrerclub Diedelsheim bewältigte den Parcours fehlerfrei und in sagenhaften 8,98 Sekunden, Stefan Glauner vom RMSV Langenbrand benötigte für seinen fehlerfreien Ritt durch den Parcours lediglich 8,83 Sekunden und fuhr absolute Tagesbestzeit.

Der ADAC Nordbaden belohnte die drei Erstplatzierten jeder Altersgruppe mit Pokalen und Urkunden. Darüber hinaus wurden die fünf besten Radlerinnen und Radler jeder Altersgruppe - also insgesamt 30 Kinder - gemeinsam mit einer Begleitperson ihrer Wahl zu einem gemeinsamen Erlebnistag inklusive Mittagessen im Holiday Park Haßloch eingeladen.

Gottesdienst am Reformationstag

Am Reformationstag, am Mittwoch, 31. Oktober lädt die Evangelische Kirche in Freiburg zum feierlichen zentralen Gottesdienst um 19 Uhr in die Ludwigskirche, Starkenstraße 8 ein. Die Predigt hält der neue katholische Stadtdekan und Dompfarrer Christian Würtz. Sein Thema: "Gebet der Gemeinschaft ‒ das Vater Unser". Die Liturgie wird gestaltet von Stadtdekan Markus Engelhardt und Gemeindepfarrerin Christine Ritter. Es spielt der Bläserkreis der Studierendengemeinde (ESG) unter der Leitung von Seraphim Schirmacher. An der Orgel ist Julian Handlos. Die Kollekte, die am Ende des Gottesdienstes gesammelt wird, ist für den Wohnungsfonds für Flüchtlinge beim Diakonischen Werk Freiburg bestimmt.

Hintergrund: Mit dem Reformationstag gedenkt die Evangelische Kirche dem sogenannten Thesenanschlag Martin Luthers 1517 vor 501 Jahren in Wittenberg. Es war der Auftakt der Reformationszeit, die später zur Gründung von evangelischen Kirchen führte. Heutzutage wird der Reformationstag, wie auch der tags drauf folgende Feiertag Allerheiligen, in ökumenischer Verbundenheit begangen.

Kinderwunsch immer später

Das durchschnittliche Alter der Mütter bei der Geburt eines Kindes ist seit Ende der 1970er-Jahre stetig angestiegen: 1980 lag dieses Durchschnittsalter in Baden-Württemberg erst bei 27 Jahren, im Jahr 2017 bereits bei knapp 32 Jahren. Noch deutlicher wird dieser Trend zur »späten Mutterschaft«, wenn der Anteil der Geburten von Frauen, die im Alter von mindestens 35 Jahren (noch) ein Kind geboren haben, an allen Geburten herangezogen wird: Allein zwischen den Jahren 2000 und 2007 erhöhte sich dieser Anteil von gut 17 % auf knapp 24 %. Seither stieg der Anteil »später Mütter« allerdings nur noch geringfügig an und lag im vergangenen Jahr bei gut 25 %.

Innerhalb des Landes gibt es deutliche Unterschiede bezüglich des Anteils Neugeborener von Frauen im Alter von 35 und mehr Jahren an allen Geburten: Am höchsten war der Anteil »später Mütter« im Jahr 2017 in den Stadtkreisen Heidelberg und Stuttgart mit jeweils knapp 32 %. Am niedrigsten lag dieser Anteil im Stadtkreis Pforzheim sowie in den Landkreisen Schwäbisch Hall und Calw sowie im Schwarzwald-Baar- und im Neckar-Odenwald-Kreis. In diesen Kreisen wurde nur etwa jedes fünfte Kind von einer 35-jährigen oder älteren Frau zur Welt gebracht.

In allen 44 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs hat sich der Anteil Spätgebärender gegenüber dem Jahr 2000 erhöht - am stärksten in den Stadtkreisen Ulm und Stuttgart (+13 bzw. +12 Prozentpunkte). Am schwächsten war der Anstieg im Stadtkreis Pforzheim mit +3 Prozentpunkten.

Die Hauptursache für den langjährigen Trend zur »späten Mutterschaft« wird in der zunehmenden Erwerbsbeteiligung und Ausbildungsdauer von Frauen gesehen, wodurch die Familiengründung in ein immer höheres Alter verschoben wird. Dieser Trend wird insbesondere mit dem Familiengründungsmuster hoch qualifizierter Frauen in Zusammenhang gebracht. Tatsächlich zeigt sich, dass dort, wo viele Akademikerinnen leben, die Mütter bei der Geburt ihrer Kinder tendenziell älter sind. So hat der Stadtkreis Heidelberg mit den meisten Spätgebärenden auch den mit Abstand höchsten Akademikerinnenanteil1 unter den 44 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs.

Umgekehrt ist in den meisten Kreisen mit einem geringen Anteil »später Mütter« auch der Anteil der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen mit einem Abschluss an einer Fachhochschule oder Hochschule/Universität unterdurchschnittlich. Dagegen spielt der regional unterschiedliche Anteil der Geburten von ausländischen Müttern an allen Geburten nur eine untergeordnete Rolle, obwohl diese bei der Geburt ihrer Kinder tendenziell etwas jünger als die deutschen Frauen sind.2

1 Anteil der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen mit Fachhochschul- oder Hochschulabschluss an den sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen insgesamt.

2 Der Anteil der ausländischen Frauen, die bei der Geburt mindestens 35 Jahre alt waren, lag im Jahr 2017 im Landesdurchschnitt bei 21 %, der der deutschen Frauen dagegen bei 27 %. Der Anteil der Geborenen von ausländischen Müttern an allen Geborenen reichte von lediglich 17 % im Neckar-Odenwald-Kreis sowie in den Landkreisen Biberach und Ravensburg bis 46 % im Stadtkreis Pforzheim.

Neue Schwerpunkte in der Wirtschaftsförderung

In einem Strategieprozess mit Aufsichtsrat, Gesellschaftern und Wirtschaftsbeirat hat die Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg neue Schwerpunkte gesetzt. Das Ergebnis sind vier strategische Ziele und Handlungsfelder, jeweils unterlegt mit operativen Maßnahmen für die Jahre 2018 bis 2020.

Eine ganze Reihe von Veränderungen hat Dorothee Eisenlohr angestoßen, seit sie am 1. April 2017 die Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg von Heinz-Rudi Link übernommen hat. Die neue Strategie, die in einem von der ClusterAgentur Baden-Württemberg begleiteten Prozess erarbeitet wurde, ist eine davon.

Wichtigstes Ziel: Dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Zur Strategie gehören vier Ziele und Handlungsfelder. Wichtigstes Anliegen ist es, dem Fachkräftemangel in der Region entgegen zu wirken. Dazu soll der Standort bei Fach- und Arbeitskräften außerhalb der Region sympathisch, authentisch und wirkungsvoll vermarktet werden. Um das zu erreichen, wurde im Herbst 2018 mit einer regionalen Werbeagentur ein Markenbildungsprozess gestartet. An ihn sollen sich 2019 kommunikative Maßnahmen anschließen.

Wenn sich Fachkräfte von anderswo für Schwarzwald-Baar-Heuberg interessieren, unterstützt sie die Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg mit verschiedenen Angeboten beim "Anlanden": mit der Jobbörse gewinnerjob.de, einer Willkommensberatung und Seminaren im Welcome Center. Außerdem gibt es in den sozialen Medien Freizeittipps. Alle Angebote stehen auch Familienmitgliedern der Fachkräfte offen.

Online-Portal bringt Mehrwert in der Flächenvermarktung

Einen zweiten Schwerpunkt in der neuen Strategie bildet die Vermarktung regionaler Gewerbeflächen außerhalb der Region sowie die Entwicklung und der Verkauf eines 40 ha großen Industriegebiets an der A81 in Sulz am Neckar. Ein wichtiger Erfolg in diesem Handlungsfeld ist die Einrichtung des Online-Portals immosbh.de im September 2018: Investitionswillige finden hier Gewerbeflächen und -gebäude von Triberg über Oberndorf bis Renquishausen. "Wir sind gleich mit 50 Einträgen gestartet," freut sich Geschäftsführerin Dorothee Eisenlohr, und erklärt: "Nicht jede Kommune kann es sich leisten, selbst zur Immobilienmesse Expo Real zu fahren. So gehen wir hin und haben das Gesamtangebot dabei. Das ist eine echte Win-Win-Situation."

Frische Impulse für Veranstaltungen

Mehrwert schaffen will die Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg auch, indem sie Unternehmen aus der Region miteinander vernetzt. Etablierte Veranstaltungen wie "Wirtschaftstag" und "Unternehmerfrühstück" profitieren von frischem Wind und erreichen mit neuen, interaktiven Methoden weitere Zielgruppen. Der Wirtschaftstag 2018 findet unter dem Motto "Wirtschaftstag trifft BarCamp" am 26.11. im Junghans Terrassenbau Museum in Schramberg statt.

Regionale Kooperation bringt klaren Mehrwert

Als viertes großes Ziel hat sich die regionale Wirtschaftsförderung die Erhöhung regionaler Kooperation und Wettbewerbsfähigkeit auf die Fahnen geschrieben. Dazu gehört eine gute Zusammenarbeit mit anderen regionalen Institutionen, und das Bemühen, möglichst viele Fördermittel in die Region zu holen. "Aus dem Landeswettbewerb RegioWIN fließen 6,8 Mio. Euro in den Innovations- und Forschungscampus in Tuttlingen. Die Hahn-Schickard-Gesellschaft in Villingen-Schwenningen bekommt über eine Million Euro, " erläutert Jürgen Guse, Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg und Vorsitzender der Regionalverbands. "Grundlage für all das ist ein von regionaler Wirtschaftsförderung, Regionalverband, Handwerkskammer und IHK gemeinsam erstelltes Regionales Entwicklungskonzept, das stetig fortgeschrieben wird."

Haushalt für 2019 spiegelt neue Prioritäten wider

Der vor wenigen Tagen verabschiedete Haushaltsplan der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg für 2019 spiegelt die neue Prioritätensetzung wider: Es gibt mehr Geld, das Meiste davon fürs externe Standortmarketing.

VfB hat Titel verteidigt

Der VfB Friedrichshafen hat seinen Titel verteidigt. Am Sonntagnachmittag gewannen die Häfler den Supercup gegen die Berlin Recycling Volleys mit 3:1 (16:25, 25:18, 25:22, 25:20). Vor 5175 Zuschauern hatten die Häfler Probleme in das Spiel zu kommen, steigerten sich aber kontinuierlich und behielten die Oberhand. Als MVP wurde David Sossenheimer ausgezeichnet.

Trainer Vital Heynen schickte Zuspieler Jakub Janouch, die Mittelblocker Philipp Collin und Jakob Günthör, David Sossenheimer und Michal Petras über Außen-Annahme, Bartek Boladz über Diagonal sowie Libero Markus Steuerwald aufs Feld. Kleine Unstimmigkeiten bei den Häflern brachten Berlin in Führung, doch der VfB zog nach und Boladz zog mit einem Angriff in die Diagonale gleich (3:3). Das allerdings waren die Chancen bis zur ersten technischen Auszeit. Berlin punktete, der VfB suchte noch den Weg ins Spiel (3:8). Ein ums andere Mal bekam der VfB Berlins Tuia nicht unter Kontrolle (5:11), der nach Belieben punktete (6:12). Heynen bat sein Team zur Auszeit (6:13). Dann blockte Sossenheimer, Petras machte den Punkt aus dem Hinterfeld und Sossenheimer holte sich erneut den Punkt durch einen Block (13:15). Günthör verkürzte auf zwei Punkte (14:16), doch dann kam Tuia wieder vorne ans Netz und brachte den VfB in Schwierigkeiten (15:19). Zwei Asse vom Amerikaner Kyle Russel später hatte der VfB den Satzball gegen sich (16:24). Le Goff blockte Collin und holte damit Satz eins nach Berlin (16:25).
Günthör brachte mit seinem Angriff über Mitte den VfB erstmals in dem Spiel in Führung (5:4), Sossenheimer verlängerte auf zwei Punkte (8:6). Es ging hin und her, wobei der VfB die Oberhand behielt (9:7, 11:9). Berlin nahm die Auszeit, konnte das Spiel des VfB allerdings nicht nachhaltig stören, Boladz punktete die Linie runter (15:11). Die Häfler bauten den Vorsprung aus, Günthör machte den Punkt über Mitte und servierte zum Ass (21:16). Boladz platzierte den Ball in der Mitte des Berliner Felds und holte die Satzbälle (24:17). Den ersten wehrte der Hauptstadtclub ab, doch den zweiten verwandelte Boladz aus dem Hinterfeld (25:18).
Der VfB machte so weiter, wie er aufgehört hatte. Boladz blockte zum 4:0, Protopsaltis verlängerte zum 5:0 und Berlin nahm die Auszeit. Doch die Häfler blieben dran, lagen mit 8:2 zur technischen Auszeit in Führung. Und immer wieder war es Sossenheimer, der den Berliner das Spiel schwer machte (10:3). Berlin allerdings gab nicht auf, kämpfte sich heran (10:7) und Heynen nahm sein Team vom Feld. Die Konzentration war wieder da, Boladz holten den nächsten Block (12:8) und Friedrichshafen hielt die Führung konstant (18:13). Collin über Mitte holte dann die Satzbälle, und dann war es erneut Boladz, der den Satz zumachte (25:22).
Ausgeglichener ging es in Durchgang vier weiter. Die Punkte gingen hin und her, Protopsaltis machte das Ass, doch Berlin konterte mit einem starken Block (6:4, 7:7). Der Vorteil lag beim VfB - immer wieder waren es Sossenheimer oder Boladz die Berlin in Bedrängnis brachten (11:8, 14:10). Und auch Janouch, sonst eher der ruhige Stratege, jubelte beim nächsten Punkt laut (15:12). Friedrichshafen ging weiter - holte die Big Points und sicherte sich den Matchball beim 19:24. Den ersten verteidigte Berlin - doch mit einem Aufschlagfehler machten die Berliner den letzten Punkt für die Häfler (25:20).
"Wir haben schlecht angefangen und sind dann gut zurückgekommen", sagte Heynen. "Das macht meine Mannschaften aus und ich bin froh, dass uns das heute gelungen ist."
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Kein Sieg für SC Damen

Der SC Freiburg hat am 7. Spieltag der Allianz-Frauen-Bundesliga das Auswärtsspiel bei Turbine Potsdam nach einer schwachen Vorstellung mit 0:2 (0:1) verloren. Für die Gastgeberinnen trafen Svenja Huth (12.) und Johanna Elsig (61.).

Zum Abschluss der Englischen Woche hatte SC-Trainer Jens Scheuer seine Startelf auf vier Positionen verändert. Virginia Kirchberger, die nach überstandener Blinddarm-Operation erstmals seit dem dritten Spieltag wieder spielen konnte, Lena Lotzen, Rachel Rinast und Desiree van Lunteren ersetzten Klara Bühl, Jobina Lahr, Janina Minge und Verena Wieder, die allesamt auf der Bank Platz nahmen. Bei den Turbinen vollzog Trainer Matthias Rudolph einen Wechsel, die ehemalige Freiburgerin Lena Petermann stand für Lara Prasnikar in der Startelf.

Potsdam trifft früh

Eben jene Petermann war es, die nach sieben Minuten für das erste Ausrufezeichen sorgte, als sie im Eins-gegen-Eins Merle Frohms im SC-Tor überlupfte. Die Freiburger Defensive konnte das Leder aber gerade noch vor der Linie stoppen und den frühen Rückstand verhindern. Nur fünf Minuten später musste der Sport-Club dann doch das 0:1 schlucken. Svenja Huth zog von der halbrechten Seite nach innen und setzte das Leder von der Strafraumgrenze sehenswert in die Maschen des Freiburger Tores (12.).

Potsdam blieb auch in der Folge das gefährlichere Team und hatte durch Petermann (26.), Dieckmann (34.) und Gasper (42.) weitere Gelegenheiten. Der Sport-Club blieb vieles schuldig und kam durch Rinast (5.) und Rebecca Knaak (45.) lediglich zu zwei kleineren Möglichkeiten. "Wir haben in der ersten Halbzeit nie die nötige Einstellung und Mentalität auf den Platz gebracht, wollten alles fußballerisch lösen", bemängelte Scheuer nach dem Spiel. "Gerade hier in Potsdam, die physisch stark auftreten und von ihrer Zweikampstärke leben, geht das so nicht. Dann hat man keine Chance."

Doppelwechsel zur Pause

Nach 45 Minuten enttäuschenden Minuten ging der Sport-Club mit einem 0:1 und dem Ziel in die Pause, es im zweiten Durchgang besser zu machen. Mit einem Doppelwechsel - Klara Bühl und Jobina Lahr kamen für Lena Lotzen und Rachel Rinast - versuchte Jens Scheuer, dem Spiel seiner Elf neuen Schwung zu verleihen. Der Sport-Club tat sich aber auch im zweiten Abschnitt schwer, gegen die robuste und stabile Turbine-Abwehr zu Chancen zu kommen. Ein Schuss von Giulia Gwinn aus 25 Metern (59.) blieb der einzige Abschluss in den 15 Minuten nach der Pause.

Elsig legt für Potsdam nach

Besser machten es auf der Gegenseite die Gastgeberinnen. Svenja Huth brachte einen Standard nach innen, wo das Leder über Umwege Johanna Elsig vor die Füße fiel, die zum 0:2 aus SC-Sicht traf (60.). Felicitas Rauch per Freistoß (69.) und Petermann, die knapp verpasste (80.) vergaben weitere Gelegenheiten für die Gastgeberinnen zu erhöhen. Erst in den letzten zehn Minuten fand auch der Sport-Club endlich besser ins Spiel. Der Anschlusstreffer wollte aber weder Gwinn, die aus kurzer Entfernung zu unplatziert köpfte (80.), noch Klara Bühl (86.) gelingen. Die Junioren-Nationalspielerin vergab dabei die beste Chance des Sport-Club, als sie nur haarscharf am Turbine-Tor vorbeischoss. "Ein Treffer wäre auch nicht verdient gewesen", ging Scheuer hart mit seiner Elf ins Gericht. Drei Minuten vor dem Ende verhinderte Merle Frohms mit einer starken Parade gegen Anna Gasper den dritten Potsdamer Treffer, an der Niederlage ihrer Mannschaft änderte dies aber nichts mehr.

"Wir hatten hier heute gerade in der ersten Halbzeit viel zu viel Respekt", resümierte Scheuer den enttäuschenden Auftritt seiner Elf. "Wir wollten aggressiv auftreten und voll dagegenhalten, stattdessen lassen wir in allen Mannschaftsteilen beinahe alles vermissen und machen das Gegenteil. Das ist zu wenig, so kann man hier nichts holen."

Mit weiterhin zehn Punkten liegt der Sport-Club nach sieben Spielen auf Platz sieben. Am kommenden Sonntag, 4. November (14 Uhr) ist der Tabellenneunte 1. FFC Frankfurt zu Gast im Möslestadion.

Stenogramm:

Turbine Potsdam: Fischer - Gasper (88. Schwalm), Elsig, Ilestedt, Rauch - Dieckmann, Zadrazil, Cahynová, Chmielinski (75. Prasnikar) - Huth, Petermann (90.+1 Kössler)

Trainer: Matthias Rudolph

SC Freiburg: Frohms - Schöne, Knaak (64. Wieder), Kirchberger - Rinast (46. Lahr), Beck, Naomoto, van Lunteren - Gwinn, Lotzen (46. Bühl), Starke

Trainer: Jens Scheuer

Tore: 1:0 Huth (12.), 2:0 Elsig (61.)

Zuschauer: 1316

Gelbe Karte: Rauch / Kirchberger

Ein Hauch von Winter im Schwarzwald

Am Wochenende 26. - 28.10.2018 kam es in den Höhenlagen des
Schwarzwaldes zu einem ersten kleinen Wintereinbruch mit
Schneefällen. Auf mehreren Straßen herrschten teils winterliche
Verhältnisse. Die Räum- und Streudienste waren im Einsatz.
Am Morgen des 28.10.2018, gegen 06:10 Uhr fuhr sich ein Pkw trotz
ausreichender Ausrüstung in einer ca. 20 cm hohen Schneewehe in der
Nähe des Kandelgipfels (Landkreis Emmendingen) auf einer Landstraße
bei ca. 1.200 Höhenmetern fest. Der Fahrer konnte mit seinem Fahrzeug
aber schon nach kurzer Zeit befreit werden, da der Winterdienst
bereits unterwegs war.
Ab ca. 10:00 Uhr führten zunehmende Niederschläge bei kalten bis
frostigen Temperaturen in den Höhenlagen des Schwarzwaldes zu
flächendeckend winterlichen Straßenverhältnissen, welche sich je nach
örtlichen Gegebenheiten bis in die Täler hinein ziehen. Die Räum- und
Streudienste sind seit Stunden im Einsatz.
Für die Bundesstraße B 317 wurde zum ersten Mal in der Saison
2018/2019 eine Sperrstufe eingerichtet. Die Polizei weist darauf hin,
dass mit der beginnenden Wintersaison in Höhenlagen zunehmend mit
Straßenglätte zu rechnen ist. Derzeit wird dringend empfohlen Straßen
im Bergland nur mit ausreichender Winterausrüstung zu befahren und
insbesondere für Fahrten auf Nebenstrecken in Gipfellagen
Schneeketten mitzuführen.
Einzelne Bäume im Bereich der B 500 und bei Friedenweiler fielen
aufgrund Schneelast auf die Fahrbahn. Vereinzelt ist aufgrund der
Niederschläge nach der langen Trockenheit und dem Temperaturabfall
mit erhöhter Gefahr von Steinschlag zu rechnen. So kam es auf der L
148 zwischen Wehr und Todtmoos zum Herabfallen eines größeren
Felsbrockens. Die Gefahrenstellen sind abgesichert und werden bereits
durch die örtlichen Feuerwehren beseitigt. Mit dem Aufkommen weiterer
Derartiger Gefahrenstellen ist zu rechnen.
Bislang wurden zwei witterungsbedingte Verkehrsunfälle im
Zuständigkeitsbereich gemeldet, welche aber glücklicherweise
glimpflich abliefen: Es kam lediglich zu Sachschäden.

Mit Feuer und Flamme kulinarische Köstlichkeiten entdeckt

Die Feuerwehr in der Region ist bekannt für ihre Fähigkeiten rund um einen Löscheinsatz. Die Autorin Christa Rinklin hat sich jetzt allerdings nicht mit Fragen rund um die Löscheinsätze oder sonstigen Aktivitäten der Floriansjünger beschäftigt, sondern in ihrem jüngsten Werk "Richtig abgelöscht" hat sie vielmehr versucht Einblick in die kulinarischen Köstlichkeiten der Floriansjünger zu erhalten. Keine leichte Aufgabe, aber immerhin rund ein Dutzend Rezepte konnte sie zwischen Schläuchen, Sägen oder Bergewerkzeug den Wehrmännern und Frauen entlocken. In vielen Stunden bis weit nach Mitternacht sind dann durchaus schmackhafte Variationen in das Buch gekommen, die über Bratwurst oder belegte Brötchen hinaus gehen - wer hätte das gedacht? In vielen Küchen der Feuerwehr sind wahre Meister mit Kochtopf und Bratpfanne unterwegs, die durchaus für kulinarische Köstlichkeiten sorgen können. Da bleibt es nicht aus, dass Christa Rinklin schwärmt und vor Begeisterung die Zeit vergisst bei ihren Ausflügen in die Feuerwachen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.  Wenn man im Buch mit knapp 100 Seiten lesen kann von einer "Meldertasche", Pastrami alla Bene, "Kommandantenbrot", Wildschweinragout oder "Harrys ganzer Stolz", so wird schnell klar warum der Aufenthalt in der einen oder anderen Feuerwache länger dauerte. 

Damit nicht genug gibt es die eine oder andere Information über die Arbeit der Feuerwehr um zu verstehen, warum Essen wichtig ist für die Floriansjünger. Sicherlich deshalb eine gute Kombination aus Kochrezepten der anderen Art und vielen Hintergrundinformationen rund um das Feuerwehrwesen. 

Für 12,80 Euro dann eine gute Investition um ein kulinarisches Bild der Feuerwehr und darüber hinaus zu erhalten. Der Freiburger Lavori Verlag hat erneut eine glückliche Hand bewiesen, um der Autorin Christa Rinklin ein (feuriges) Podium mit 40 Rezepten zu bieten, das sicherlich über die Region hinaus für zahlreiche Käufer sorgen wird. 

Kraftstoffpreise im Überblick

Entgegen den Prognosen vieler Analysten gab der Preis für Brentöl gegenüber der Vorwoche erneut nach und fiel bis Freitagmorgen unter die 77-Dollar-Marke. Der Euro schwächelte im gleichen Zeitraum nur leicht und lag bei 1,14 Dollar. Wie der ADAC Nordbaden e.V. im Rahmen seiner wöchentlichen Untersuchung ermittelte, wurden die Kraftstoffpreise in der Region aber trotz des günstigen Rohöls kräftig erhöht. Neben der allgemeinen Unsicherheit am Rohölmarkt werden von Experten auch die niedrigen Fluss-Pegelstände, die zu Lieferengpässen führten, als Begründung angeführt. Am teuersten tankten nach den jüngsten Erhöhungen die Autofahrer in Baden-Baden. In der Kurstadt wurden mit 1,669 Euro für Super E 10 Benzin und 1,549 Euro für den Liter Dieselkraftstoff am Freitagmorgen neue Jahreshöchstpreise erreicht.

Gegenüber der Vorwoche kletterte der Benzinpreis in Karlsruhe bis zu acht, in Pforzheim bis fünf und in Baden-Baden bis zwölf Cent. Der Preis für Dieselkraftstoff wurde in Karlsruhe bis neun, in Pforzheim meist vier und in Baden-Baden bis elf Cent erhöht.

Ein Liter Super E 10 kostete danach am Freitagmorgen im Durchschnitt an den Markentankstellen in Karlsruhe 1,564, in Pforzheim 1,579 und in Baden-Baden 1,622 Euro. Durch einen Preisvergleich vor dem Tanken konnten die Autofahrer an der günstigsten Tankstelle gegenüber der teuersten in Karlsruhe und Pforzheim fünf, in Baden-Baden zwölf Cent je Liter sparen.

Für einen Liter Dieselkraftstoff bezahlte man im Durchschnitt an den Markentankstellen in Karlsruhe 1,469, in Pforzheim 1,479 und in Baden-Baden 1,512 Euro. Dieselfahrer konnten an der günstigsten gegenüber der teuersten Station in Karlsruhe vier, in Pforzheim zwei und in Baden-Baden zehn Cent je Liter sparen.

Preisbewusste Autofahrer sollten nicht nur zwischen den verschiedenen Anbietern vergleichen, sondern auch die Tageszeit im Blick behalten. Nach einer aktuellen Auswertung des ADAC haben sich die Preisschwankungen im Tagesverlauf vermehrt. Die größere Unübersichtlichkeit erschwert preisbewusstes Verbraucherverhalten. Die mit Abstand teuerste Zeit zum Tanken im 24-Stunden-Verlauf ist nach wie vor morgens zwischen 6 und 9 Uhr. Danach prägen mehrere unterschiedlich große Preisspitzen den Tagesverlauf. Laut Auswertung des ADAC liegen die günstigsten Zeiten zwischen 15 und 17 Uhr sowie 19 und 22 Uhr.

Im Internet können Verbraucher die Kraftstoffpreise minutengenau abrufen und vergleichen. Der ADAC bietet dazu die App "ADAC Spritpreise" oder seine Seite www.adac.de/tanken. Dort sind unter dem Suchbegriff "Tanken auf Reisen" darüber hinaus die Kraftstoffpreise der Alpenländer sowie Listen von Erdgas- und Autogastankstellen veröffentlicht, die wie viele andere Themen auch für Nichtmitglieder zugänglich sind. Unter der Telefonnummer 0721 81040 informiert der ADAC Nordbaden über Kraftstoffpreise einzelner Tankstellen in Karlsruhe, Pforzheim und Baden-Baden.

Hier die am Freitagmorgen ermittelten Höchst- und Tiefstpreise (an Marken- und Freien Tankstellen) für Super E 10, Super E 5 und Dieselkraftstoff:

Super E 10 wurde in Karlsruhe für 1,529 bis 1,579 Euro, in Baden-Baden für 1,549 bis 1,669 Euro, in Pforzheim für 1,539 bis 1,589 Euro angeboten.

Super E 5 kostete in Karlsruhe 1,549 bis 1,599 Euro, in Baden-Baden 1,569 bis 1,689 Euro, in Pforzheim 1,579 bis 1,609 Euro.

Diesel kostete in Karlsruhe 1,439 bis 1,479 Euro, in Baden-Baden 1,449 bis 1,549 Euro, in Pforzheim 1,469 bis 1,489 Euro.

Keine touristische Expansion im Hochschwarzwald vor 2021

Der Aufsichtsrat der Hochschwarzwald Tourismus GmbH hat einstimmig festgelegt, dass über den Aufnahmeantrag der Ferienland im Schwarzwald GmbH 2019 neu entschieden wird. Damit folgte das Kontrollgremium einer Empfehlung der Geschäftsführung. Frühestmöglicher Beginn für eine Kooperationspartnerschaft wäre nun der 1. Januar 2021. Die vier Gemeinden Furtwangen, Schonach, Schönwald und St. Georgen, die gemeinsam die Ferienland im Schwarzwald GmbH bilden, hatten für eine Kooperationspartnerschaft mit der Hochschwarzwald Tourismus GmbH gestimmt und am 13. Juli 2018 einen entsprechenden Aufnahmeantrag gestellt. Diesem waren intensive Gespräche und Prüfungen vorausgegangen.

Die Hochschwarzwald Tourismus GmbH wurde am 2. Oktober 2008 als Zusammenschluss der zehn Orte Breitnau, Eisenbach, Feldberg, Friedenweiler, Hinterzarten, Lenzkirch, Löffingen, Schluchsee, St. Märgen und Titisee-Neustadt gegründet. Entstanden ist die Gesellschaft aus einem Zweckverband, der zum Bau des Badeparadies Schwarzwald in Titisee-Neustadt ins Leben gerufen wurde. In den folgenden Jahren wurden sieben weitere Gemeinden als Kooperationspartner aufgenommen: St. Peter, St. Blasien, Häusern, Rothauser Land (bestehend aus den Gemeinden Grafenhausen und Ühlingen-Birkendorf), Todtnau und Todtmoos. Damit umfasst das Unternehmen heute 17 Gemeinden mit rund 62.000 Einwohnern. Insgesamt betreibt die Hochschwarzwald Tourismus GmbH 20 Tourist-Informationen.

IHK Wirtschaft in guter Lage


Die IHK Südlicher Oberrhein hat erneut rund 1.000 Unternehmen um Auskunft über ihre derzeitige Geschäftslage und ihre Einschätzung der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung gebeten. Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage zum Herbst 2018 präsentierten IHK-Präsident  Steffen Auer und IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Kempff im Rahmen einer Pressekonferenz in Freiburg.

Zum Herbst 2018 befindet sich die Wirtschaft am Oberrhein in einer guten Lage. "Mit 56 Punkten befindet sich der Index der Geschäftslage nur knapp unter dem Allzeithoch vom Jahresbeginn (61 Punkte) und gewinnt im Vergleich zur Vorumfrage im Frühjahr sogar fünf Punkte hinzu", erklärte der IHK-Präsident bei der Vorstellung der Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage. Während der Status Quo äußerst positiv bewertet wird, zeichnet sich jedoch bei den Geschäftserwartungen eine Abwärtsbewegung ab. Auer: "Aufgrund der Vielzahl an aktuellen konjunkturellen Störfeuern sinkt die Geschäftserwartung. Themen wie Brexit, bilaterale Verhandlungen mit der Schweiz, Zölle zwischen USA und China sind offen und stellen Unsicherheitsfaktoren für die Wirtschaft dar." Die gegenläufigen Tendenzen in Bezug auf die Einschätzung der Lage und der Erwartungen führen dazu, dass der IHK-Konjunkturklimaindex im Vergleich zum Frühjahr lediglich einen Punkt hinzugewinnt und sich nun mit 136 Punkten gleichauf mit dem Landeswert für Baden-Württemberg befindet. Trotz der leichten Eintrübungen bei den Erwartungen haben sich die Investitionsabsichten der Unternehmen kaum verändert. "Im Vergleich zum Frühjahr verzeichnen wir beim Index der geplanten Inlandsinvestitionen sogar eine Erhöhung um zwei Punkte", verkündet Auer.

Beim Blick in die Branchen zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. In der Industrie wird die Geschäftslage fast unverändert gut beurteilt. Bei den Geschäftserwartungen zeigt sich jedoch eine deutliche Eintrübung. "Die Geschäftserwartungen - zu Jahresbeginn auf einem Zwischenhoch von 37 Punkten - verlieren acht Punkte und stehen damit bei 23 Punkten. Mit 31 Prozent glaubt also weniger als ein Drittel der Unternehmen an zusätzlichen konjunkturellen Schwung", berichtet Auer. "Ein Grund dafür dürfte der aktuelle Auftragseingang sein. Diesen bewerten immer mehr Unternehmen als fallend und zwar sowohl bezüglich Aufträgen aus dem Inland wie auch aus dem Ausland", ergänzt IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Kempff.

Bei den Dienstleistern gibt es derzeit hingegen wenig Anlass zur Sorge. So gewinnt der Index der Geschäftslage wieder 8 Punkte hinzu und kehrt zu seinem Zwischenhoch vom Jahresbeginn von 59 Punkten zurück. Auch bezüglich der Geschäftserwartungen und der erwarteten Beschäftigung gibt es laut der IHK-Umfrage nur geringe Veränderungen bei den Dienstleistern. Erfreulich ist die Entwicklung im Handel, der sich offenbar erholt hat. Nachdem die Branche zum Frühjahr deutliche Einbußen bei der Geschäftslage hinnehmen musste, gewinnt der Index wieder acht Punkte hinzu und steht mit 44 Punkten in etwa auf Vorjahresniveau. Beim Index der Geschäftserwartungen wird ein Plus von vier Punkten verzeichnet.

Das Hotel- und Gastgewerbe befindet sich mit 45 Punkten bei der Geschäftslage auf dem höchsten Stand seit einem Jahr. "Auch hier ist jedoch eine große Skepsis hinsichtlich der Zukunft sichtbar", sagt Auer. So verliert der Index der Geschäftserwartungen erneut drei Punkte und befindet sich damit schon seit mehr als einem Jahr mit minus neun Punkten im negativen Bereich. Dies ist insofern überraschend, als dass der südliche Oberrhein Jahr für Jahr Rekorde bei der Besucherzahl vermelden kann. Allein im vergangenen Jahr zählte man 4,1 Mio. Gästeankünfte im Kammerbezirk und damit 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die seit Jahren zufriedenste Branche am Oberrhein, die Bauwirtschaft, befindet sich in einer anhaltend guten Lage: 80 Prozent aller Betriebe bezeichnen die eigene Lage als gut. "Durch die sehr gute Konjunktur kam es bei der Baubranche zu einer Überhitzung. Die Wachstumspotentiale bei einer guten Geschäftslage sind jedoch begrenzt, daher zeigt dieser Wert, dass wir in den Normalzustand zurückkehren und ist kein Grund zu großer Sorge", erläutert Kempff.

Neben der wirtschaftlichen Situation wurden die Unternehmen zu den möglichen Risiken für ihre eigene wirtschaftliche Entwicklung befragt. Für fast 70 Prozent der Befragten stellt der Fachkräftemangel die größte Sorge dar. Auer: "Dieses Thema ist wirklich dramatisch, denn es wird immer schwerer, Mitarbeiter zu finden". Ein möglicher Lösungsansatz, der laut Umfrage immerhin für 29 Prozent der Unternehmen in Frage kommt, ist die Anwerbung ausländischer Fachkräfte. So hat sich die Zahl ausländischer sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in den vergangenen fünf Jahren in Baden-Württemberg von 465.000 auf 705.000 erhöht. Jeder zweite der in dieser Zeit geschaffenen Arbeitsplätze wurde durch einen Ausländer besetzt. "Das Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre wäre ohne ausländische Fachkräfte in dieser Form nicht realisierbar gewesen", betont Auer.

Diese Aussage bestätigte auf der Veranstaltung auch Armin Schmidt, Personalleiter des Europaparks in Rust: "Bereits heute sind Arbeitskräfte aus Drittländern für uns unabdingbar, denn trotz unserer Bemühungen in den angrenzenden Ländern sowie im europäischen Ausland verzeichnen wir im Moment 70 unbesetzte Facharbeiterstellen. Und für 2019/20 benötigen wir durch den Bau eines Hotels sowie der Eröffnung eines Wasserparks insgesamt weitere rund 1.000 neue Mitarbeiter. Eine Besetzung der Stellen allein durch den europäischen Markt ist nicht mehr möglich". Aktuell baut der Europapark über 200 Apartments für Mitarbeiter. Ein sechsstelliger Betrag wurde zudem investiert, damit öffentliche Busse den Europapark zu Arbeitszeiten anfahren. In der Slowakei hat man nun ein eigenes Büro zur Anwerbung eröffnet. "Wir machen für Rekrutierung viele Sachen, an die vor 10 Jahren nicht zu denken war", bemerkt Schmidt.

"Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen freut es uns sehr, dass die Bundesregierung endlich ein Eckpunktepapier zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz vorgelegt hat", sagt Auer. Wichtig für die Wirtschaft sei es jedoch, dass das Gesetz auch umsetzbar sei und kein theoretisches Konstrukt bleibe. Auer: "Die Phase der Arbeitssuche vor Ort sollte dabei bereits als Zeit der Integration betrachtet werden, die beispielsweise auch zur Verbesserung der Sprachkenntnisse führt. Daher finden wir es kontraproduktiv, dass man laut dem Eckpunktepapier für die Zeit der Suche nach einer qualifizierten Tätigkeit ein Verbot von Erwerbstätigkeit erwägt. Zumindest eine Teilzeittätigkeit oder geringfügige Beschäftigung sollte während der Suchphase erlaubt werden, auch um die Attraktivität von Schwarzarbeit zu vermindern".

Veranstaltungsreihe zu 100 Jahre Frauenwahlrecht in Karlsruhe

Vor 100 Jahren wurde in Deutschland das Wahlrecht für Frauen eingeführt. Dieses besondere Jubiläum ist Anlass für eine Veranstaltungsreihe der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Karlsruhe, Karin Sälzler, Stadt Waghäusel, Silke Benkert, Stadt Ettlingen, Sabine Riescher, Stadt Bruchsal und Astrid Stolz, Landratsamt Karlsruhe. Nach dem Auftakt mit der Filmaufführung "Die Göttliche Ordnung" am 24. September in der "Kulisse" in Ettlingen wurde die Veranstaltungsreihe am 23. Oktober mit dem Vortrag "Langer Atem" mit der Referentin Irma Boss fortgesetzt. Die Referentin befasste sich mit der Fragestellung wo "Frau" heute steht, und ob sie in Sachen Gleichstellung inzwischen am Ziel angekommen ist. Sie blickte zurück, u.a. auch auf die sogenannte "68er" Bewegung, die für die Frauen eine bedeutende Veränderung einleitete. Die traditionelle Rollenverteilung wurde in Frage gestellt. Boss richtete aber auch den Blick nach vorn: Frauen haben in der heutigen Zeit jede Chance alle Berufe zu ergreifen, trotzdem ist die Berufswahl immer noch von tradierten Berufsfeldern geprägt. Sie müssen im Alltag ihre Rechte aber auch Chancen wahrnehmen. Dies gelte auch bei der Verteilung der Arbeit in der Familie. Fazit war dass der lange Atem tatsächlich weiterhin gebraucht wird.

Die Veranstaltungsreihe, die vom Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg unterstützt wird, wird am 22. Januar mit dem Vortrag "Dem Reich der Freiheit werb ich Bürgerinnen (Louise Otto)" von 19.00 bis 21.00 Uhr, im Landratsamt Karlsruhe, mit der Historikerin Claudia Weinschenk fortgesetzt. Anhand rechtlicher Bestimmungen geht sie auf die Hintergründe der Forderung der Frauenbewegung nach politischer Partizipation ein.

Eine Anmeldung zu diesem kostenfreien Vortrag ist erforderlich unter gleichstellungsbeauftragte@landratsamt-karlsruhe.de.

Neue Messstation auf dem Schauinsland

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betreibt auf dem Schauinsland eine der weltweit führenden Stationen zur Messung der Radioaktivität in der Umwelt. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium (BMU) Rita Schwarzelühr-Sutter und die Präsidentin des BfS, Inge Paulini, haben heute ein neues Messgerät eingeweiht. Der neue vollautomatische Luftsammler (Radionuclide Aerosol Sampler and Analyzer, RASA) ist in der Lage, selbst geringste Konzentrationen radioaktiver Stoffe im Luftstaub nachzuweisen. Die Messstation auf dem Schauinsland ist Deutschlands wichtigster Beitrag zur Überwachung des internationalen Kernwaffenstopp-Abkommens (Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty, CTBT).

Rita Schwarzelühr-Sutter: "Die Kernwaffentests in Nordkorea aus der jüngeren Vergangenheit zeigen, dass die Überwachung des Kernwaffenteststopp-Abkommens auch heute noch von großer Bedeutung ist. Hierfür wird modernste Technik benötigt. Es ist zu begrüßen, dass das BfS jetzt über diese Technik verfügt."

Inge Paulini ergänzte: "Mit der Installation der neuen Messtechnik wird die gut 70-jährige Erfolgsgeschichte der Radioaktivitätsmessung auf dem Schauinsland fortgeschrieben. Seit 1957 wird hier die natürliche und künstliche Radioaktivität in der Atmosphäre kontinuierlich überwacht. Mit der neuen Messtechnik kann praktisch jeder oberirdische Kernwaffentest weltweit nachgewiesen werden."

Die Messstation auf dem Schauinsland ist eine von weltweit 70 Radionuklidstationen des internationalen Messnetzes (International Monitoring System, IMS) zur Überwachung des internationalen Kernwaffenstopp-Abkommens und Deutschlands wichtigster Beitrag hierzu. Der Kernwaffenteststopp-Vertrag von 1996 ist eines der zentralen internationalen Abkommen zur Verhinderung der Weiterverbreitung von Kernwaffen.

Bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg hatten Freiburger Forscher*innen damit begonnen, auf dem 1.200 Meter hohen Schauinsland bei Freiburg die kosmische Höhenstrahlung zu messen. Im März 1953 stießen sie dabei auf ungewöhnliche Werte, die sich als Spuren von radioaktivem Fallout eines Atombombentests in der Wüste von Nevada (USA) herausstellten. Den Forscher*innen war es damit erstmals gelungen, radioaktive Stoffe aus Atombombentests anderer Staaten in Deutschland nachzuweisen. Die letzte oberirdische Atombombenexplosion im Oktober 1980 in China konnte ebenfalls auf dem Schauinsland nachgewiesen werden. Auch die radioaktive Wolke, die nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl im Frühjahr 1986 über Europa hinweg zog, wurde auf dem Schauinsland frühzeitig registriert.

Heute können mit modernen Messverfahren selbst geringste Konzentrationen radioaktiver Stoffe in der Luft nachgewiesen werden. So wurden nach dem Unfall im Kernkraftwerk in Fukushima 2011 in der Messstation auf dem Schauinsland kleinste Spuren der Radioaktivität gemessen, die in Japan freigesetzt worden waren und sich über Nordamerika nach Europa ausbreiteten.

Die neue Messstation ist in einem eigens dafür errichteten Anbau untergebracht und verfügt über eine Vielzahl von Apparaturen, mit denen Messwerte auch im Rahmen des Notfallschutzes erhoben werden.

Eine Besonderheit auf dem Schauinsland ist die Messung der radioaktiven Edelgase Krypton-85 und Xenon-133 in der Atmosphäre. Im kalten Krieg war es hierdurch mittels jahrzehntelanger Messungen von Krypton-85 gelungen, die Menge kernwaffenfähigen Plutoniums und damit die Kernwaffenarsenale der Supermächte abzuschätzen. Für die Entdeckung von Kernwaffentests ist insbesondere der Nachweis von radioaktivem Xenon von Bedeutung, da Xenon bei unterirdischen Kernwaffentests in geringen Mengen austreten kann. Weltweit gibt es nur wenige Labore, die mit dieser hochempfindlichen Messtechnik vertraut sind.

Steillagen-Weinbaukongress

"Umwelt, Natur und Klima müssen geschützt werden. Dazu gehört der Erhalt unserer Kulturlandschaften, allen voran dem Steillagenweinbau und den Mauerweinbergen. Denn sie sind von Menschenhand geschaffene Kulturdenkmale und haben durch ihre mediterranen Tier- und Pflanzengesellschaften eine herausragende ökologische Bedeutung", sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch, anlässlich bei der Eröffnung des Steillagen-Weinbaukongresses der Akademie für Natur- und Umweltschutz am Donnerstag (25. Oktober) in Baden-Baden/Neuweier (Landkreis Rastatt).

Für die Terrassenweinberge bedeute das, dass die Mauern intakt bleiben müssen. Deshalb sei es auch ein wichtiges Anliegen, die Weinbauterrassen in Bewirtschaftung zu halten. "Werden diese aufgegeben, setzt Verbuschung ein, die Mauern verfallen, Erosion droht und die spezifische Flora und Fauna verschwindet. Eine unvergleichliche Kulturlandschaft verändert sich nachhaltig. Das könne nicht das Szenario sein, das wir wollen", betonte Gurr-Hirsch.

Hier setzt die Initiative 'Lebendiger Weinberg' der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg an, bei welcher eine positive Bilanz gezogen werden kann: Seit Beginn der Initiative vor neun Jahren wurden bereits über 210.000 Pflanzen von verschiedenen Weingütern und Genossenschaften in Baden und Württemberg in verschiedene Weinbaugebiete gepflanzt. Darunter Weinbergquitte und Dürkheimer Krachmandel sowie selten gewordene Wildpflanzen wie Natternkopf, Weinraute und Färberkamille. "Damit konnte ein konkreter Beitrag für die landschaftskulturelle sowie ökologische Aufwertung, zum regionalen Tourismus, zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit und somit auch zur breiten Umweltbildung geleistet werden", so Akademieleiter Claus-Peter Hutter.

"Auf den Steillagen, insbesondere auf den Handarbeitslagen, lastet ein ganz besonders hoher Kostendruck. Sie sind für viele Winzerinnen und Winzer unrentabel geworden und es besteht die Gefahr, dass sie sukzessive aufgegeben werden", betonte Staatssekretärin Gurr-Hirsch. Auch der Erhaltungsaufwand der Mauern stelle eine große Herausforderung dar.

Deshalb biete das Land ein Bündel von Fördermaßnahmen an, um die hohen Kosten zumindest abzufedern. Beispielsweise wird die Bewirtschaftung von Steillagen, die sich nur von Hand bewirtschaften lassen, ab 2018 mit einem jährlichen Zuschuss von 3.000 Euro pro Hektar unterstützt. In diesem Jahr wurden bereits 360 Hektar beantragt. Hierfür würde rund eine Million Euro ausgezahlt.

Bevölkerung aktiv miteinbeziehen

"Die Erhaltung des Steillagenweinbaus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die ein Einzelner nicht stemmen kann", sagte Gurr-Hirsch. Deshalb müsse die Bevölkerung aktiv mit einbezogen werden. Als wertvolles Instrument böten sich hier die sogenannten Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepte an, bei denen sich mehrere Kommunen zusammen mit ihren Bürgerinnen und Bürgern überlegen, welche Maßnahmen für den Erhalt der Steillagen im Einklang mit der Natur und im Hinblick auf touristische Potenziale umgesetzt werden können. Auch solche Projekte werden vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unterstützt.

"Fördermaßnahmen, gleich welcher Art, reichen jedoch nicht aus, um den Steillagenweinbau nachhaltig abzusichern. Die Steillagen müssen aktiv vermarktet und deren Weine vernünftig vergütet werden. Gute Perspektiven zur Vermarktung der Steillagen in der Fläche lassen sich im Weintourismus finden. Er ist in Baden-Württemberg noch ausbaufähig", betonte die Staatsekretärin.

Hintergrundinformationen:

Zentrale Förderinstrumente des Landes für den Steillagenweinbau sind das Umstrukturierungsprogramm, über das Investitionen in Steillagen hangneigungsabhängig mit bis zu 32.000 Euro pro Hektar gefördert werden, der FAKT-Bewirtschaftungszuschuss mit 900 Euro pro Hektar und Jahr und neu ab 2018 der schon genannte Bewirtschaftungszuschuss für Handarbeitslagen von 3.000 Euro pro Hektar und Jahr.

Mit dem neuen Zuschuss für Handarbeitslagen sollen auch Kleinststrukturen gefördert werden, um den Steillagenweinbau in der Fläche zu erhalten.

Darüber hinaus kann die Neuanlage, die Sanierung, Reparatur oder die Freistellung von naturschutzwichtigen Trockenmauern über Mittel der Landschaftspflegerichtlinie oder der Stiftung Naturschutzfonds gefördert werden. Mittels des Ökokontos können die Kosten der Trockenmauersanierung über den Verkauf von Ökopunkten refinanziert werden. Für den Erhalt des Wissens um den fachgerechten Mauerbau werden seit 2012 regelmäßige Schulungskurse angeboten, die vom Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz finanziell unterstützt werden. Außerdem fördert das Land derzeit noch versuchsweise den Einsatz von Spritzdrohnen in Steillagen im Rahmen eines EIP-Projektes (EIP = Europäische Innovations-Partnerschaft) mit dem Ziel, mit Hilfe von Drohnen teure Handarbeit einzusparen.

Weitere Informationen zu den Themen Weinbau und Agrarförderung finden Sie im Internet unter www.mlr-bw.de.

Die Initiative Lebendiger Weinberg der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg wurde gemeinsam mit dem Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg, der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg, den Verbänden der Prädikatsweingüter Württemberg und Baden (VDP), dem Badischen und dem Württembergischen Weinbauverband initiiert.

Weitere Informationen zur Initiative 'Lebendiger Weinberg' finden Sie im Internet unter umweltakademie.baden-wuerttemberg.de.

Brummi-Unfall auf A 5


Reisende auf der A 5 zwischen Offenburg und
Appenweier dürften heut Morgen, Donnerstag, großes Glück gehabt haben. Ein 53
Jahre alter Lkw-Fahrer hat aus noch unklarer Ursache die Kontrolle
über seinen 30-Tonner verloren und ist hierbei mit der
Mittelleitplanke kollidiert. Durch den Aufprall geriet der Anhänger
des mit Bauholz beladenen Lasters aus dem Gleichgewicht und kippte
um. Hierdurch verteilten sich große Teile der Ladung über beide
Richtungsfahrbahnen. Entgegen erster Befürchtungen wurde die
Betongleitwand zwischen den Fahrstreifen nicht durchbrochen. Durch
den Aufprall zog sich der Berufskraftfahrer schwere Verletzungen zu,
die nach einer ersten notärztlichen Versorgung in einem Krankenhaus
behandelt werden müssen. Drei weitere Verkehrsteilnehmer zogen sich
nach bisherigen Erkenntnissen leichte Verletzungen zu. Ihre Fahrzeuge
wurden durch umherfliegende Trümmerteile getroffen.
Der Sachschaden dürfte nach ersten Schätzungen insgesamt etwa
40.000 Euro betragen. Die von Einsatzkräften der Feuerweher und des
THW unterstützten Aufräum- und Bergungsarbeiten auf der Nordfahrbahn
dürften noch mehrere Stunden andauern. Derzeit staut sich der Verkehr
zwischen den Autobahnanschlussstellen Offenburg und Appenweier in
beiden Richtungen über mehrere Kilometer.

Feuer in Basel

Mehrere Personen alarmierten die Rettungsdienste, weil es auf dem Dach des Gebäudes zu einer starken und weit sichtbaren Rauchentwicklung gekommen war. Kurze Zeit später war die Berufsfeuerwehr vor Ort, konnte vier Arbeiter vom Dach bzw. aus dem Gebäude retten und den Brand löschen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde das Gebäude sofort geräumt. Rund 150 Mitarbeitende mussten vorübergehend evakuiert werden.

Die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft ergaben, dass zum aktuellen Zeitpunkt Bauarbeiten auf dem Dach des Gebäudes ausgeführt werden. Dabei kam es aus noch nicht geklärten Gründen zu einem Brand. Die Arbeiter versuchten noch, das Feuer zu löschen.

Die genaue Brandursache ist noch nicht geklärt und Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft. Im Einsatz waren die Sanität der Rettung Basel-Stadt, ein Notarzt, mehrere Patrouillen der Polizei sowie die Berufsfeuerwehr. Der Aeschengraben musste während des Einsatzes für jeglichen Verkehr gesperrt werden.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt, Tel. 061 267 71 11, oder mit der nächsten Polizeiwache in Verbindung zu setzen.